Hallo BlackAngel.
Wir sind im ständigem Energieaustausch.
Im Idealfall haben wir nicht materielle Quellen um Energien aufzufüllen, wie z.B. Lesen, Musik hören, angeregte Unterhaltungen. Auch materielles, wenn der Fokus auf nichtmateriellem Genuss liegt, wie z.B. etwas was wir kaufen weil wir es schön finden und nicht weil es etwas für andere darstellt.
Daran, was Personen mögen, wo ihr Fokus liegt, wie sie mit anderen interagieren, wie sie Tiere und Natur wahrnehmen, wie sie Materielles wahrnehmen, erkennt man, woraus sie Energien beziehen. Die Grenzen dazu verschwimmen, es sollte jedoch ein Grundmuster erkennbar sein.
Beim Begriff 'Energieräuber' scheinen die Grenzen klar, und es ist negativ behaftet.
Geht man jedoch davon aus, dass wir grundsätzlich geben und nehmen, sind wir selbst in gewissem Rahmen 'Energieräuber'.
Nur setzt bei manchen irgendwann eine Bremse ein. Wie: oh jetzt jammere ich schon wieder, die andere Person muss langsam zuviel kriegen, ich sollte mal was daran ändern..
Oder: oh, mir gehts selbst grad nicht gut, aber hey, schau mal, da gibts vielleicht was positives in einer Situation, fokussiere da mal, vielleicht gehts dir bald wieder besser.
Freunde, oder Personen, die wir mögen können jedoch in ein Muster verfallen wie folgt: oh ich muss mal Dampf ablassen, was du hast das Gleiche? oh Essen ist fertig, ich muss los. Oder: ich hab das allerneuste Handy, es twittert dass ich bei Penny bin, und ich hab die superneuste superteuerste Kamera (die macht mich automatisch zu einem Profi), alle vor mir sind lahme, schlechte Autofahrer (was ich natürlich twittere) - ICH .
Wenn alles gut läuft und wir genug eigene Energie haben, fällt es nicht auf, wir in einer Interaktion mehr Energie abgeben. Wenns gut läuft füllt sich der andere soweit, dass er/sie ebenfalls Energie abgeben kann, die wir aufnehmen u abgeben.
Es ist ein Flow.
Was du beschreibst, wenn die Luft flirrt.
Wenn wir nun mal weniger Energie haben, wäre ein Normalfall, dass der andere uns aufbauen kann, es zumindest versucht. Und wir (oder auch der andere, wenn er/sie weniger Energie hat, dies selbstständig) durch Muse (wir tun was für uns) dies auffüllen.
Sozusagen ein Rückzug, Energien sparen und auffüllen (Schaumbad, Lesen, Musik hören, Lieblingsessen, schlafen,..)
Im weniger guten Fall gehen wir davon aus, dass die andere Person in der Lage ist, das zu tun, was wir in guten Zeiten können - uns aufbauen, so dass wir uns aufrappeln können. Kann die andere Person das nicht, weil sie grundsätzlich (unbewusst) nicht dazu in der Lage ist, geben wir trotzdem Energie, da wir (solange es nicht bewusst ist) wahrnehmen, dass die andere Person ein Energiedefizit hat und uns damit auch keinen Kickstart geben kann. Wir laufen sozusagen leer und fühlen uns mental erschöpft.
Eine körperliche Erschöpfung kann trotzdem bedeuten, dass wir uns mental aufgebaut haben, nach Sport zum Beispiel. Wir fühlen uns trotzdem relativ gut.
Eine mentale Erschöpfung spiegelt sich allerdings auch körperlich wieder, da der Körper auch von den mentalen Energien genährt wird.
Ich weiss nicht, wie dein Kollege in down Phasen grundsätzlich reagiert. Meiner Meinung nach ist es möglich, dass er dein down energetisch wahrnimmt und spiegelt (Sensitiv sein/empath). Ich denke jedoch auch, dass er trotzdem in der Lage sein müsste/sollte, dich 'rauszuholen'. Zu spüren wie es jemandem anderen geht, heisst nicht, dass dieser 'handlungsunfähig' wird, wenn er grundsätzlich in der Lage ist, auf seinen Energiehaushalt zu achten und Energien nicht hauptsächlich von anderen zu beziehen.
Wenn Du im Gespräch bist (und down) und es ist eher: ja mir gehts auch schlecht und ich und ich und ich, ist das eher nicht aufbauend. Ist es ja, mir gehts auch schlecht, ich probier mal das und das weil ich weiss, das baut mich auf, probier das doch auch - ist eher gut.
Dies ist situationsbedingt zu sehen. Manchmal ist man so erschöpft, dass einem schwer etwas einfällt. Was tust DU dann in solchen Situationen? Baust du den anderen TROTZDEM noch auf? Ich gehe davon aus (Dein Interesse an Spirituellem, dass Du auf und ab wahrnimmst), dass DU die Quelle der Flow Energie bist und manchmal halt leer läufst). Es liegt auch bei dir ein Auge auf deinen Energiehaushalt zu werfen und entweder der anderen Person Wege alternativer Energiezufuhr als nur Deiner aufzuzeigen oder vermehrt selbst diese zu nutzen (mehr für dich selbst aufnehmen, um abgeben zu können, ohne erschöpft zu sein).
... das ist erstmal alles