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09.07.2007, 08:32
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(Engels-) Prolog Beitrag #1 (permalink)
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Diener des Gleichgewichts
Registriert seit: 25.07.2006
Ort: Hier
Beiträge: 1.158
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(Engels-) Prolog
Hallo ihr Lieben,
ich schreibe gerade an einem Buch. Es ist noch nicht fertig. Wenns mal so weit sein wird, werd ichs auf eine Webseite stellen, die ich noch erstellen muss und als Download reinsetzen. Es soll ein Hörbuch werden, mit meiner verquirlten Stimme  Es gibt auch noch keinen Titel, den werde ich erst konzipieren, wenn ich mit allem fertig bin.
Ich setze aber, so als Vorgeschmack, schon mal das Prolog hier rein und hoffe, dass es euch gefällt:
Er stand am Rande einer Klippe und blickte in die Tiefe. Hinter ihm pulsierte das Leben, wohnten die Ordnung und das höchste Glück der Menschen. Sie liebten diesen Ort sehr. Er konnte sich aber nicht daran erfreuen, denn Verzweiflung und Hass waren in ihm so stark geworden, dass sie ihn immer wieder an den Rand dieser Klippe trieben. Wie so oft zuvor, sah er auch diesmal hinunter und konnte nur undurchdringliche Schwärze erblicken. Sie machte ihm Angst. Wie tief mochte der Fall wohl sein? Auf was würde er landen? Würde der Aufprall schmerzhaft sein oder würde er ihn nicht mehr spüren? Er konnte nur vermuten, was da unten auf ihn wartete, wenn er sprang, und er fragte sich immer wieder, ob seine Vermutung für einen solch gewagten Schritt ausreichte.
„Warum bist du nur wieder hier?“, fragte es seufzend in seinem Inneren. Er antwortete nicht, denn das Gespräch war ihm leid. Diesmal ließ er sich nicht darauf ein, eröffnete kein Disput, das nur wieder damit endete, dass er in sein Leben zurück trottete. Er betrachtete sich nachdenklich, um sich zu vergewissern, dass er existierte, betastete sich, um seine eigene Existenz zu spüren, schwang die Gelenke seiner Schwingen auf und ab, um Bewegung wahrzunehmen und seufzte. Er war Eins, und doch fühlte er sich innerlich zerrissen. Die Stimme wollte wieder etwas sagen, aber seine Hände legten sich wie Schlingen um sie und würgten sie ab, bis sie röchelnd verstummte.
Ohne weiter nachzudenken schloss er die Augen und sprang. Es war, als ob Bestien über ihn herfielen, ihre Zähne in sein Fleisch hinein gruben und ganze Stücke aus seinem lebendigen Leib herausrissen. Vor Schmerzen aufschreiend sah er sich auseinander fallen, Tränen rannen ihm die Wangen herab – dann zerbarst der Körper in tausend Stücke und rieselte mit samt den Federn der Schwingen leise dem Boden zu. Irgendwo auf der Erde schneite es mitten im Juni.
Liebe Grüsse
Caramella
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09.07.2007, 09:24
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(Engels-) Prolog Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Caramella
Hallo ihr Lieben,
ich schreibe gerade an einem Buch. Es ist noch nicht fertig. Wenns mal so weit sein wird, werd ichs auf eine Webseite stellen, die ich noch erstellen muss und als Download reinsetzen. Es soll ein Hörbuch werden, mit meiner verquirlten Stimme  Es gibt auch noch keinen Titel, den werde ich erst konzipieren, wenn ich mit allem fertig bin.
Ich setze aber, so als Vorgeschmack, schon mal das Prolog hier rein und hoffe, dass es euch gefällt:
Er stand am Rande einer Klippe und blickte in die Tiefe. Hinter ihm pulsierte das Leben, wohnten die Ordnung und das höchste Glück der Menschen. Sie liebten diesen Ort sehr. Er konnte sich aber nicht daran erfreuen, denn Verzweiflung und Hass waren in ihm so stark geworden, dass sie ihn immer wieder an den Rand dieser Klippe trieben. Wie so oft zuvor, sah er auch diesmal hinunter und konnte nur undurchdringliche Schwärze erblicken. Sie machte ihm Angst. Wie tief mochte der Fall wohl sein? Auf was würde er landen? Würde der Aufprall schmerzhaft sein oder würde er ihn nicht mehr spüren? Er konnte nur vermuten, was da unten auf ihn wartete, wenn er sprang, und er fragte sich immer wieder, ob seine Vermutung für einen solch gewagten Schritt ausreichte.
„Warum bist du nur wieder hier?“, fragte es seufzend in seinem Inneren. Er antwortete nicht, denn das Gespräch war ihm leid. Diesmal ließ er sich nicht darauf ein, eröffnete kein Disput, das nur wieder damit endete, dass er in sein Leben zurück trottete. Er betrachtete sich nachdenklich, um sich zu vergewissern, dass er existierte, betastete sich, um seine eigene Existenz zu spüren, schwang die Gelenke seiner Schwingen auf und ab, um Bewegung wahrzunehmen und seufzte. Er war Eins, und doch fühlte er sich innerlich zerrissen. Die Stimme wollte wieder etwas sagen, aber seine Hände legten sich wie Schlingen um sie und würgten sie ab, bis sie röchelnd verstummte.
Ohne weiter nachzudenken schloss er die Augen und sprang. Es war, als ob Bestien über ihn herfielen, ihre Zähne in sein Fleisch hinein gruben und ganze Stücke aus seinem lebendigen Leib herausrissen. Vor Schmerzen aufschreiend sah er sich auseinander fallen, Tränen rannen ihm die Wangen herab – dann zerbarst der Körper in tausend Stücke und rieselte mit samt den Federn der Schwingen leise dem Boden zu. Irgendwo auf der Erde schneite es mitten im Juni.
Liebe Grüsse
Caramella
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Liebe Caramella,
großes Kompliment! Man bekommt Lust, weiter zu lesen. Und darum geht es ja bei einem Buch.
Warum trittst Du nicht an einen Verlag heran? Wenn der Rest des Buches so gut ist wie der Prolog, findest Du bestimmt jemanden, der dies herausgeben möchte!
Liebe Grüße,
Hanne
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09.07.2007, 09:36
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(Engels-) Prolog Beitrag #3 (permalink)
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Diener des Gleichgewichts
Registriert seit: 25.07.2006
Ort: Hier
Beiträge: 1.158
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Hi Hanne,
danke! Das mit dem Verlag ist nicht so einfach. Damit es angenommen wird, muss es ein Mainstream-Thema sein, aber ob es das ist, ich weiß nicht! Außerdem braucht man Startkapital, denn die erste Auflage bezahlt man meistens als eigener Tasche - ich meine die Druckkosten, aber versuchen werd ichs.
Liebe Grüsse
Caramella
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09.07.2007, 10:46
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(Engels-) Prolog Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Caramella
Hi Hanne,
danke! Das mit dem Verlag ist nicht so einfach. Damit es angenommen wird, muss es ein Mainstream-Thema sein, aber ob es das ist, ich weiß nicht! Außerdem braucht man Startkapital, denn die erste Auflage bezahlt man meistens als eigener Tasche - ich meine die Druckkosten, aber versuchen werd ichs.
Liebe Grüsse
Caramella
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Liebe Caramella,
wieso bezahlt man das aus eigener Tasche? Bei einem seriösen Verlag niemals. Im Gegenteil. Da bekommst Du was dafür.
Du bist die Autorin, Du hattest die Arbeit und die Inspiration, es ist Dein "Baby" und somit bekommst Du etwas dafür!!!
Und Mainstream-Thema ist auch nicht zwingend nötig.
Wenn Psychoeffekte drin sind, kannst Du es als Thriller anpreisen. Sonst in einem Esoterik-Buchladen. Es gibt so viele Möglichkeiten.
Nur darfst Du den Text dann nicht ins Internet stellen, sonst ist das Urheberrecht flöten gegangen. Das sehen Verlage dann ganz eng. Haben sie ja auch recht.
Ich drück' Dir die Daumen. Nach 20 Absagen kommt dann auch mal ein Verlag, der Interesse zeigt.
Liebe Grüße,
Hanne
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09.07.2007, 10:49
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(Engels-) Prolog Beitrag #5 (permalink)
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Feuerkind
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.05.2007
Ort: Überall & Nirgendwo
Alter: 37
Beiträge: 495
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Liebe Caramella,
versuchs mal bei kleinen aber feinen Verlagen.
Die sind für neue Autoren offen.
Dein Text hat mir sehr gefallen und ich würd mir Dein Buch kaufen.
LG Runa
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