Der Vergnügungspark "Leben"
Schön hat man uns das Spielfeld gemacht, in das wir ständig hineingeboren werden. Die Vielfalt der Welt ist enorm, allein schon wenn man an die Jahreszeiten denkt. Der Winter, wenn sich die Natur zu Bette begibt und unter einer dicken, weißen Schneeschicht ihre Ruhe hält. Wie schön ist es dann, zuhause bei einer Tasse Tee und einem Bratapfel zu sitzen und dem Tanz der Schneeflocken zuzugucken. Wenn die eigenen vier Wände dann noch herrlich nach Zimt und Sandelholz duften und unzählige Kerzen die Atmosphäre in ein wohlig warmes Licht tauchen, wird so ein Winterabend zu einem ganz besonders kuscheligen Erlebnis. Aber je länger diese kälteste aller Jahreszeiten dauert, umso mehr erfreuen wir uns wenn die Sonne sich wieder langsam unserem Teil des Erdballes zuwendet und ihn mit ihren Strahlen langsam erwärmt. Der Schnee schmilzt und die ersten Schneeglöckchen ragen tapfer ihre Köpfchen aus der Erde. Die Vögel beginnen wieder zu zwitschern und die Natur beginnt langsam zu erwachen. Es wird wärmer und so wie die Natur erwacht, verschwinden auch unsere trüben Gedanken voller Vorfreude auf die warme Jahreszeit. Wie schön ist es im Mai durch eine Allee voller Obstbäumen spazieren zu gehen, deren duftende Blüten durch die warme Frühlingsluft wirbeln. Wenn die Natur dann völlig erwacht ist und die Sonne in ihrem Zenit noch heißer auf die Erde strahlt, ist der Sommer eingekehrt.
Die Lust nach Meer, Sonne und Strand befällt viele von uns und kann sichs so mancher nicht leisten so werden die klaren Seen bevorzugt als Ersatz genommen. Einen ganz eigenen Charme versprüht der Sommer und auch unsere Laune wird dementsprechend gebessert. Nach einer langen Hitzeperiode sind die meisten froh, wenn sich nach dem Altweibersommer der Herbst einzieht. Es wird kälter und die Blätter färben sich in Gelb- oder Orangetönen. Man spaziert durch die Heiden und sieht in weiter Ferne dicke Rauchschwaden aus den Kaminen der Häuser ziehen. Die ganze Luft duftet nach verbranntem Holz und die Natur macht sich zum Winterschlaf bereit.
Dieses Naturspiel dürfen wir jedes Jahr erleben. Doch hinter dieser wunderschönen Fassade befinden sich unzählige Aufgaben, die jeder von uns zu erledigen hat. Wir werden mit Liebe, Schmerz, Verzweiflung und Hilflosigkeit konfrontiert, die manche mehr, manche weniger gut meistern.
Das Leben ist wie ein Spielfeld, in dem wir unsere Kämpfe austragen müssen. Wir müssen lernen, denn wir sind hier rein gesetzt worden um zu lernen.
Was müssen wir lernen? Unmengen an Verzicht, Geduld und Verlust gekoppelt mit Liebe zulassen und lauter so netten Dingen. Die Lernphasen sind pro Kopf und Nase unterschiedlich, denn jeder hat sich bevor er in dieses Leben geboren wurde, seine Lernprozesse selbst erwählt. Wir müssen lernen um in die höheren Ebenen aufzusteigen also wie wählt man nun klug? Wählt man viele Leben indenen man sich die Aufgaben rationsweise aufteilt? Oder wählt man wenige Leben, die gespickt mit Lernprozessen sind um schnell aufzusteigen? Was ist die geschickteste Variante? Man möge meinen es ist diese, in der man wenige Leben mit vielen Aufgaben absolviert da man dann alles schnell hinter sich lässt. Dies ist aber nicht richtig, denn viele versagen an den vielen Aufgaben und wählen den Freitod weil sie ihre Aufgaben nicht mehr schaffen können. So müssen sie erst wieder ein Leben wiederholen und die "verpatzten" Aufgaben erledigen. Wieder ein Leben mehr und so hätte man gleich die Aufgaben auf zwei Leben aufteilen können oder?
Denn so hätte man diese zwei Leben glücklicher und einfacher gelebt und nicht eins versaut um eh wieder alles von vorne zu beginnen.
Drum Jedi wähle weise bevor du geboren wirst.
Mfg
Lady Aradia