Folgender Text ist ein Erlebnisbericht, den ich an anderer Stelle im Forum schon mal kurz angedeutet hatte:
1997 machte ich mit meiner Familie Urlaub in der Türkei nahe Side an der türkischen Mittelmeerküste. Wie wohl allgemein üblich, sammelten wir Muscheln und Steine am Strand, wobei uns dabei eher die Schönheit der Fundstücke als alles andere interessierte.
Nun begaben wir uns in die Stadt Side und mein kleiner Sohn sah einen Händler für
Edelsteine, der seine Waren neben einem Hauseingang aufgebaut hatte. Wir kamen mit dem Händler ins Gespräch, er sprach Deutsch, und erzählten von zu Hause und dass wir auch am Strand Steine gesammelt hatten. Mittlerweile gesellte sich ein älterer Mann aus dem Hause dazu, der mit unseren Kindern mehr durch Zeichensprache scherzte (Türken sind nicht nur kinderfreundlich, die sind regelrecht kindernärrisch, beschämend geradezu für unsere Gesellschaft!). Ich hatte einige gesammelte Steine in der Tasche und zog sie heraus, wobei der ältere Mann plötzlich nahezu hektisch wurde und die Steine sehen wollte. Er interessierte sich nur für die grünlichen und fragte uns, woher wir sie hätten - vom Strand bei Colakli. Das gesamte Gespräch musste durch den Steinhändler übersetzt werden, der ebenfalls interessiert zuhörte. Der ältere Mann nahm jeden einzelnen der kleinen grünen Steine - es waren etwa fünf, die wir dabei hatten, und hielt sie gegen Stirn und Bauch - einen behielt er schließlich in der Hand und bedeutete uns- jetzt wieder mit Übersetzung, dass dies eine Art magischer Heilstein sei, der gut für das körperliche Befinden und besonders die Leber ist. Im Laufe des Gesprächs kam noch heraus, dass das Wasser aus dem Manavgat auch solche Eigenschafen habe. Der Mann wollte uns den Stein nicht abquatschen - wir behielten ihn und versprachen, neue zu suchen und wieder zu kommen.
Kurz und gut: Wir suchten weiter am Strand und sackten so ziemlich alles an grünen Steinchen ein, was wir fanden. Drei Tage später waren wir wieder in Side und trafen uns am Stand des Steinhändlers - der alte Mann, so stellte sich heraus, gehörte zur Familie des Händlers und wohnte im selben Haus. Wir kramten zwei Hände voller Steine aus den Taschen und ließen sie begutachten. Die Prozedur mit gegen die Stirn und Bauch halten begann wieder - einige sortierte er nur durch Ansehen aus. Welches die Kriterien waren, konnte niemand von uns nachvollziehen - optisch und vom Gefühl her konnten wir keine Unterschiede feststellen. Auch der Neffe oder Großneffe (er sagte "Schwiegerneffe") konnte das wohl nicht - schließlich blieben acht Steine unterschiedlicher Größe übrig, von denen wir zwei den Männern schenkten (sie waren sehr dankbar dafür), sechs nahmen wir mit nach Hause.
Noch heute weiß ich nicht, wie er sie z.T. auch optisch unterscheiden konnte. Ich hielt die sechs
Heilsteine gut getrennt von den anderen und versuchte dann auch in der Unerkunft, irgend einen Unterschied festzustellen - ohne Erfolg. Fraglich blieb für mich allerdings, warum sich die Männer als Einheimische nicht selbst auf die Suche machten. Die Steine, die wir dann als Heilsteine mitnahmen, blieben irgendwo im Kinderzimmer als Urlaubserinnerung liegen.
2002 wurde ich dann plötzlich von Koliken geplagt und ein Gallenstein (kalziumfrei) wurde bei einer CT-Untersuchung gefunden. Die Ärzte meinten, man könne vor einer Operation auch eine medikamentöse Therapie über vier Monate zur Auflösung versuchen, der ich zustimmte und während der ich mich plötzlich wieder an die Steine erinnerte. Ich fand sie wieder und trage seitdem einen in der Tasche bei mir, der andere wurde in einem Energiering verarbeitet, drei wurden in die Verwandschaft gegeben. Die Medikamenten-Therapie führte zum Erfolg, und seitdem hatte ich nie wieder Beschwerden. Natürlich haben die Medikamente das Ihre getan, aber ich glaube fest, dass die Steine in der Zeit danach ihre Wirkung ausübten, denn ich habe danach manchmal reichlich fett gegessen (wie sich das eben so ergeben kann). Aber immer ohne Beschwerden danach.
Dieses Jahr werden wir wohl wieder in die Türkei fliegen - vielleicht oder hoffentlich treffen wir uns wieder. Ich werde auch wieder suchen!
Euer Manubrius