Ja, ich hab noch mehr

Viel Spaß!
Die Nacht ist über die Stadt gekommen.
Trotz der späten Stunde, die Kirchturmuhr erinnert an die baldige Geisterstunde, sind noch viele Menschen unterwegs.
Sie erfreuen sich an der warmen Nacht.
Die Strapazen vom Tage sind nicht mehr zu sehen.
Die Dunkelheit hat alles zugedeckt.
Trotzdem lauter alte Gebäude um mich sind, höre und sehe ich die Neue Zeit.
In ihrem Zeichen sitze ich hier und schreibe.
Im Schein der Laterne, nicht weit entfernt von einem Brunnen,
nach moderner Architektur entworfen.
Sein Wasser fließt unter Unterlass.
Das fließende Wasser beruhigt meine aufgeputschten Gedanken.
Sie fließen zusammen, zu einem Strahl, gleich des Brunnen Wassers.
Doch bevor ich mich niederließ, an diesem ruhigen Orte,
wanderte ich ziellos durch die Stadt.
Ich erlebte diese rastlosen Menschen,
von denen ich selbst einer sein mag.
Sehe sie, von einem Platz zum andern hasten.
Erzwungene Freuden zu zeigen, rastlos zu sein, in einer rastlosen Zeit.
So zu tun, als seien die Menschen, gleich welcher Ort, positiv gestimmt.
Einige gewiß, tuen so als wüßten sie von den schlechten Zeiten
und würden es auch zeigen.
Doch zeigen sie einzig, daß sie, in diesem Augenblicke, Trauer tragen,
doch warum, wird nie jemand erfahren.
Mag es besser so sein.
Dem Brunnen wurde das Wasser abgestellt.
Moderne Technik.
Menschen bereiten sich darauf vor, zu Bett zu gehen.
Manche haben zuviel getrunken.
Sie ekeln mich an.
Hastend, torkelnd, streitend irren sie durch die Nacht.
Von Laternen den Weg gewiesen.
Blumen duftend.
Ich kann sie nicht riechen.
Der Gestank der Menschen überdeckt alles.
Alles hier von Menschenhand zerstört und erbaut.
Gleich Tieren, Insekten, nur breiten wir uns wesentlich stärker aus.
Gnädig deckt die Nacht alles zu, versucht es zumindest.
Nur gelingen wird es nicht.
Des Menschen Werke sind zu mächtig.
Laternen, Autos, Flugzeuge weisen auf sich hin,
mit strahlendem Schein.
Indes, es wird ruhiger, nur noch selten wird die Ruhe durch Stimmengewirr und Autolärm unterbrochen.
Auch ich mache mich auf.
Breche auf zu neuen Orten.
Die Ruhe zu genießen, unterbrochen nur von Menschenhand.