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Alt 08.11.2006, 19:29   Engelgeschichten und Gedichte Beitrag #1 (permalink)
Raziel
Geheimnis Gottes
 
Benutzerbild von Raziel
 
Registriert seit: 07.11.2006
Beiträge: 36
Post Engelgeschichten und Gedichte

Der Engel

Das Herz eines Engels, es erstrahlt im Glanze Gottes,
Das Gesicht eines Engels, es ist gütig mit Gottes Gnaden,
Die Augen eines Engels, sie sehen in Dein Innerstes auf Seinen Wunsch hin,
Die Arme eines Engels, sie mögen Dich tragen, so daß Du in Gottes Welt nicht fällst,
Die Flügel eines Engels, sie mögen Dich erheben in die Lüfte, wenn die Berge in Seiner Welt unüberwindlich scheinen,
Die Kräfte eines Engels, sie mögen Dich beschützen, damit Dir in Seiner Welt kein Unheil widerfahre!


Meine Kurzgeschichten aufgrund der Beitragslänge als Extrapostings.
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Alt 08.11.2006, 19:30   Engelgeschichten und Gedichte Beitrag #2 (permalink)
Raziel
Geheimnis Gottes
 
Benutzerbild von Raziel
 
Registriert seit: 07.11.2006
Beiträge: 36
Der Wunsch

Es war ein ruhiger Tag im Himmel. Ein einsamer Engel wanderte durch seinen Heimatbezirk zu seinem Lieblingsplatz nahe einem wunderschönen See, der von einem kleinen Wald umgeben war. Es war um die Weihnachtszeit, aber es schneit nicht im Himmel, außer, der Engel hätte es so gewollt. Er liebte die Sonne und den See mit den nahen Bäumen. Da war ein besonderer Baum am Ufer des Sees. Er war nicht sehr groß, aber er hatte eine schöne Form und es war der Lieblingsbaum des Engels. Er setzte sich unter den Baum, breitete leicht seine Flügel aus und schloß seine Augen. Als er sie wieder öffnete, war er immer noch allein, aber heute wollte er das sein. Ein paar Minuten vergingen und der Wind nahm ganz leicht zu, spielte mit dem langen, braunen gewellten Haaren des Engels. Dann fing er an zu sprechen, sehr leise und zu keinem besonderen...
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Alt 08.11.2006, 19:32   Engelgeschichten und Gedichte Beitrag #3 (permalink)
Raziel
Geheimnis Gottes
 
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Registriert seit: 07.11.2006
Beiträge: 36
Fortsetzung der Geschichte "Der Wunsch"

„Ich erinnere mich...“ Seine lebendige Vorstellungskraft nahm seine Gedanken auf, und Bilder aus vergangenen Zeiten flackerten vor seinem geistigen Auge auf. Bilder aus seinem früheren Leben als Mensch zusammen mit seiner Familie in der Weihnachtszeit. Er liebte diese Zeit im Jahr sehr, besonders wegen all der Geheimnistuerei. „Hey, weißt Du, was ich dieses Jahr für Dich zu Weihnachten habe?“ Ein schwaches Grinsen erschien im Gesicht des Engels. Es gab so viel Spaß an Weihnachten. Es war einer dieser Tage, wo es nichts ausmachte, füh aufzustehen – getrieben von purer Neugierde. Damals hatte er immer die verpackten Geschenke geschüttelt und geraten, was darin war. Die meiste Zeit war er im Recht. Aber es waren nicht nur die Geschenke, das wichtigste für ihn war, mit seiner Familie zusammenzusein, um sich in der Lieber derer, die ihm nahestanden, wohlzufühlen. Die Lippen des Engels bewegten sich, allerdings tonlos. Wäre jemmand seinem Herzen nahe gewesen, hätte er gewußt, welche stillen Worte seine Lippen formten. Diese Worte waren Namen, Namen von Menschen die er liebte als Familie oder sehr enge Freunde. Menschen wie seine Frau und Kinder, Menschen wie seine vertrauten Kollegen. Es war Trauer in seinem Herzen und ein tiefes Verlangen, genau jetzt bei ihnen zu sein. Wieder schloß der Engel die Augen, er wollte sich etwas wünschen, aber gab es auf, annehmend, es wäre egoistisch. Dann fühlte er eine leichte zarte Berührung auf seinen Schultern. Er öffnete die Augen und sah sich um. Er war nicht mehr im Himmel...
Als er sich umdrehte, um der Person ins Gesicht zu sehen, die ihn berührt hatte, sah er in die schönsten blauen Augen der Welt. Sie waren umrahmt vom zärtlichsten Gesicht, dekoriert mit diesen, ihren blonden Haaren, die er immer geliebt hatte.
„Cindy“, schluckte er. „Wie... Ich...“ „Hallo Mike!“ Sie lächelte. „Hör auf, gegen deine Gefühle zu kämpfen. Es war ein Wunsch, erinnerst du dich?“ „Ja, aber ich war es nicht.“ „Ich weiß“, grinste sie. „Komm, laß uns zusammen den Baum schmücken.“ Der Engel stimmte zu und folgte ihr. Als sie im Wohnzimmer ankamen, war er angenehm überrascht. Jeder, an den er im Himmel gedacht hatte, war da – Familie, Freunde, Kollegen. Er konnte sich nicht bewegen oder etwas sagen, bis jemand in der Menge schließlich sagte: „Kommt schon, laßt uns den Engel auf die Baumspitze setzen.“ Michael bemerkte jetzt, was hier los war und mit seinem bekannten Lachen war er bei dem Spaß dabei...

„Oh Baby, es ist Weihnachten, wünsche Dir ein schönes Neues Jahr,
Oh es ist Weihnachten, bete, daß ich da sein kann...“
Raziel ist offline  
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Alt 08.11.2006, 19:33   Engelgeschichten und Gedichte Beitrag #4 (permalink)
Raziel
Geheimnis Gottes
 
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Registriert seit: 07.11.2006
Beiträge: 36
Und hier schließlich noch die Aufmunterungsgeschichte, die ich an 9/11 geschrieben hatte... und die sich fast so zutrug, ohne mein Wissen vorher.

Ein himmlischer Freund

Sie saß einfach nur da, irgendwo im Grünen an einem einsamen See, den nur sie kannte. Sie schaute auf die Berge hinaus und konzentrierte sich. Es war ein gebet, traurig, voller Gefühl und Inbrunst. Dann traten Tränen in ihre Augen und rollten sanft über ihre Wangen. Ein Windhauch kam auf und ein warmer Sonnenstrahl traf in ihrer Nähe die Erde. Sie öffnete die Augen. Völlig unbemerkt hatte sich jemand zu ihr gesellt. Er sah freundlich aus, hatte ein gütiges Gesicht. Er schaute sie an und sagte leise: „Hallo. Ich wäre gern Dein Freund. Ich heiße Jonathan. Darf ich fragen, wie Du heißt?“ Die junge Frau sah ihn an, immer noch mit Tränen in den Augen, und sagte: „Mein Name ist Jacky.“ Sie fing wieder an, zu weinen. Jonathan spürte ihre Trauer und umarmte sie zärtlich. „Es wird schon, Jacky. Immer Kopf hoch!“ Leise schluchzend nickte sie. „Möchtest Du mir sagen, was los ist,“ fragte Jonathan, fortfahrend mit: „Weißt Du, es hilft, wenn man mit einem guten Freund reden kann.“ „J-ja,“ antwortete sie. „Aber wir kennen uns doch noch nicht lange genug.“ Darauf entgegnete Jonathan nur: „Mag sein. Manche Menschen bleiben lieber Fremde. Ich wäre gern ein Freund.“ „In Ordnung. Ich glaube...“ Sie machte eine kurze Pause, dann sprach sie weiter: „Einen guten Freund kann ich jetzt gebrauchen.“
Dann saßen die beiden eine Weile schweigend da, genoßen die Aussicht und blickten sich an. Schließlich bemerkte Jacky etwas an Jonathan, etwas, das ihr vertraut vorkam, fast verwandt. Endlich sagte sie: „Ich weiß nicht warum, Jonathan, aber da ist etwas. Ich vertraue Dir.“ Und sie saßen dort, am See im Grünen in den Bergen, und Jacky erzählte. Sie redete von Vergangenem, all ihre Probleme und Sorgen, Träume und Hoffnungen. Irgendwie fühlte sie sich wohl in seiner Gegenwart. Es wurde spät. Lange, nachdem die Sonne rotglühend hinter den Bergen verschwunden war und der letzte Lichtstrahl verloschen, gingen die beiden zu Jacky’s Auto. Sie fuhren nach Hause.
An einer Kreuzung, an der Jacky etwas warten mußte, blickte sie zu Jonathan neben sich auf dem Beifahrersitz. Er hatte die Augen geschlossen, schien auf irgendetwas konzentriert zu sein. „Jonathan?“ Er öffnete die Augen, war etwas verwirrt. Dann fing er sich. „Hmm, oh ja, ich war ganz woanders. Tut mir leid.“ „Schon gut. Es geht mir auch oft so. Wo waren Deine Gedanken?“ Er sah sie an, mit einem verstecktem Grinsen im Gesicht, und sagte: „Das ist ein kleines Geheimnis.“ Sie sah ihn an, fing an zu lachen über seine trockene Bemerkung. Am Ende lachten sie beide.
Irgendwo kamen die zwei durch eine kleine Stadt. Sie hielten an einer Ampel und Jonathan fragte: „Hey, hast Dz Lust auf ein Eis?“ „Aber...“ „Es ist mitten in der Nacht, ich weiß! Du wolltest gerade sagen: Wo kriegen wir jetzt noch ein Eis her? Keine Sorge, ich habe ein paar Connections. Zwei Kreuzungen weiter biegst Du links ab. Da ist eine gute Eisdiele. Die haben noch auf.“ Jacky’s Augen wurden groß. Die Ampel schaltete auf grün und endlich fragte sie, völlig verwirrt: „Woher willst Du das wissen? Nicht mal ich kenne mich hier aus.“ „Ich sagte doch, ich habe Connections.“ Er lächelte sie mit seinem gewinnenden Grinsen an und sie fuhren. Natürlich hatte Jonathan recht. Kurze Zeit später hatten die zwei es sich in der Eisdiele gemütlich gemacht und ihr Eis bestellt. Nach ein paar Augenblicken kam der Kellner und brachte ihnen das Gewünschte. Als sie so genüßlich ihr Eis aßen, dachte Jonathan an früher. Es war schwer, seine Tränen zurückzuhalten, aber irgendwie schaffte er es. Es war einfach zu früh dazu, Jacky seine Geschichte zu erzählen. Sie würde es noch früh genug erfahren.
Als sie nun endgültig nach Hause fuhren, genossen sie die Stille. Jeder hing seinen Gedanken nach. Bei Jacky angekommen, verschwanden die beiden gleich im Bett. Jonathan schlief im Gästezimmer, Jacky im gewohnten Schlafzimmer. Jonathan konnte allerdings kaum schlafen und dachte über alles bisherige nach. Hier war er nun, hatte diese junge Frau kennengelernt, die ihn so sehr an seine Vergangenheit erinnerte, daß ihm die Tränen kamen. Da er hier nun allein war, konnte er seine Tränen fließen lassen...
Am nächsten Morgen war er natürlich der erste im Bad. Als „Mitglied“ seiner Art brauchte er nicht viel. Als er so vor dem Spiegel stand, bemerkte er etwas, was er selbst und sein Boß vergessen hatten...
Inzwischen war auch Jacky wach und auf dem Weg zum Badezimmer. Nichts ahnend öffnete sie die Tür. Von innen sah Jonathan, daß der Türdrücker betätigt wurde. Er konnte nur laut sagen: „Nein, Jacky, komm nicht rei...“ Das „N“ blieb ihm in der Kehle stecken, denn sie stand schon in der Tür! ‚Zu spät,’ dachte Jonathan nur, während Jacky mit heruntergefallener Kinnlade dastand, die Augen weit aufgerissen. „W-w-wer bist Du wirklich,“ brachte sie erst nach einer Weile hervor. Was sie sah war Jonathan, wie er vor dem Spiegel stand. Es war nichts schlimmes daran, außer: Er hatte Flügel und hatte sie leicht ausgebreitet. Die Federn seiner Flügel waren reinstes Weiß, mit einem ganz leichten goldenem Schimmer. „Was soll ich da noch antworten, jetzt, da Du es weißt? Also, Jacky, ich bin ein Engel. Und ich bin hier, weil ich Dir helfen will.“ „Aber...,“ flüsterte sie, kaum vernehmbar. „Ja, Du hattest Gott um Hilfe gebeten. Da der Wunsch von Herzen kam, sandte Er mich...“

Gute Freunde sind wie Engel. Sie erheben uns auf ihren Flügeln, wenn unsere eigenen Schwierigkeiten haben, sich daran zu erinnnern, wie man fliegt.
Raziel ist offline  
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Alt 08.11.2006, 19:42   Engelgeschichten und Gedichte Beitrag #5 (permalink)
Raziel
Geheimnis Gottes
 
Benutzerbild von Raziel
 
Registriert seit: 07.11.2006
Beiträge: 36
Einen habe ich noch für heute ;-)

Tränen eines Engels

Ich habe alles gesehen. Habe das Universum durchwandert und all die traurigen Dinge in den großen Städten der Welt gesehen. Und was habe ich entdeckt!
So viele schreckliche Dinge, die Leute anderen antun. Solche Grausamkeiten lassen einen Engel wie mich Gott anrufen und fragen: „Warum?“ Aber diese Frage geht auch an die Menschheit.
Niemals vorher gab es solche Grausamkeiten als in der heutigen Zeit. Niemals vorher gab es so viele Kriege auf der Welt. Ich hoffe und bete, daß ihr das ändern werdet, weil in euren Herzen so viel Gutes ist. Warum nutzt ihr das nicht?
Alle ihr Kinder Gottes solltet wissen, was Lügen und Haß und Wut anrichten können. Ihr habt es in den vergangenen Jahrhunderten gesehen.
Ändert euer Verhalten und wir alle können zusammen in eine neue Welt voll Harmonie und Frieden gehen, so daß dieser weinende Engel nicht länger Tränen der Traurigkeit weint, sondern der Freude.
Ich hoffe, eines Tages kann ich in einem Himmel auf Erden zwischen meinen menschlichen Brüdern und Schwestern leben, selbst wenn ich anders bin. Wenn ihr lernt, einander zu lieben, könnt ihr auch eine geflügelte Seele wie mich tolerieren. Und wenn das passiert, habt auch ihr gelernt, zu fliegen, selbst wenn ihr keine Flügel habt.
Laßt uns alle versuchen, zusammenzuleben und die Tränen eines Emgels werden nicht mehr fallen.
Raziel ist offline  
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Alt 08.11.2006, 20:54   Engelgeschichten und Gedichte Beitrag #6 (permalink)
Abdarel
~Gaia~
 
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Registriert seit: 24.11.2005
Ort: In meinem Herzen
Beiträge: 11.227
Thread verschoben

Hallo Raziel,

hier ist dein Thread am richtigen Platz

Liebe Grüsse

Aby
Abdarel ist offline  
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Alt 23.11.2006, 19:19   Engelgeschichten und Gedichte Beitrag #7 (permalink)
Rembrand
Om nama shivaya
 
Benutzerbild von Rembrand
 
Registriert seit: 24.05.2006
Ort: nicht weit genug weg ... und dennoch in Hessen
Beiträge: 1.008
Blog-Einträge: 51
.




... denn das Schöne ist Nichts,

als des Schrecklichen Anfang,

den wir gerade noch ertragen,

und wir bewundern es so,

weil es gelassen verschmäht,

uns zu zerstören.

Ein jeder Engel ist schrecklich.......


_Rainer Maria Rilke_





Leidenschaftliche Hingabe kann brennen, ist es dann eine Schwäche?
Rembrand
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