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Alt 23.10.2006, 18:38   Es hätte auch ganz anders kommen können... Beitrag #1 (permalink)
Gast2277
Gast
 
Beiträge: n/a
Es hätte auch ganz anders kommen können...

Sie hatten alles, was sie besaßen in ihren alten Chevy gepackt und fuhren los in die Nacht. Simonstown verschwand langsam im Rückspiegel, zusammen mit seinen stupiden Menschen, so nichtssagend und bedeutungslos.
Charles drehte die Karre auf, vor sich der schnurgerade Highway 80, rechts und links die abgeernteten Maisfelder, Weizenfelder und wieder Maisfelder, zogen in der Dunkelheit vorbei, endlos und monoton diese Landschaft von Iowa.
Er griff zur Flasche, der Whisky gab ihm Wärme, in ihm war es kalt.
Langsam begann die Dämmerung. Er schaute zu Jenny, graues Licht beleuchtete ihr schlafendes Gesicht, ihren offenem Mund und er wendete sich angewidert ab. Und dachte an seine beiden Kinder hinten auf der Rückbank, Greta und Jack schliefen, er hatte ihnen gestern Abend ein starkes Schlafmittel gegeben.
Er zündete sich eine Zigarette an, blies den Rauch in das Grau der Landschaft.
Zehn Jahre habe ich es in diesem Kaff ausgehalten und geschuftet, ich glaube, jetzt haben sie endgültig aufgehört mich zu suchen.
Jenny war es wert, dass ich solange dort geblieben bin, es war ein guter Unterschlupf, niemand hat da zu viel Fragen gestellt und ich hab meine Arbeit getan, mehr wollten die nicht.
Er nahm einen weiteren Schluck Whisky, dachte an sein Leben. Es hat vielversprechend angefangen, dann Soziologiestudium in Berkley... oh Scheiße, da ist was schief gelaufen. Ich lernte Susan kennen und fing mit den Scheißdrogen an. Eines Morgens wachte ich auf, neben mir lagen zwei unbekannte Mädchen mit durchgeschnittener Kehle und das Schlimme war, ich konnte mich an nichts erinnern... totales Blackout.
Das Messer, das ich neben mir fand, wickelte ich in einen Lappen und warf es später in die Bay.
Verdammtes LSD, mir war klar, ich musste weg und zwar so schnell wie möglich. In Panik fuhr ich nach Hause, packte eilig ein paar Sachen zusammen und nahm mein Geld, es waren tausend Dollar, dann fuhr ich los.
Die erste Nacht verbrachte ich in einem Motel irgendwo in Nevada, da sah ich mein Bild im Fernsehen, LSD Orgie mit tödlichem Verlauf. Gesucht wird Charles Manroe, Student aus Berkley, der unter dringendem Mordverdacht steht, zwei Mädchen erstochen zu haben.
Das war das letzte Mal, dass ich in einem Motel übernachtete. Ich ließ mir einen Bart wachsen und färbte meine Haare blond.
Die Fahrt ging immer gen Osten, Utah, Wyoming, Nebraska... die Meldungen im Radio meines Wagens waren inzwischen verstummt, meine Haare hatte ich kurz schneiden lassen. So traf ich nach einer Woche in Simonstown ein, ein kleines dreckiges Kaff mitten in Iowa. Ich hatte Glück, es war die Zeit der Ernte, da fand ich gleich Arbeit auf einer Farm. Dort traf ich Jenny, ihr Vater mochte mich, wir heirateten bald und alles lief glatt, niemand stellte zu viele Fragen und unsere Kinder wuchsen in der heilen Welt auf der Farm auf.
Ich arbeitete hart und man mochte mich, nachts im Bett hatte ich Sex mit Jenny, manchmal auch auf der Rückbank meines Autos, wenn wir vom Kino kamen.
Um dieses Leben zu ertragen, begann ich zu trinken, anfangs nicht viel, aber es wurde mehr, dafür hatte ich mit den Drogen aufgehört, denn ich war mir genau bewusst, um was es ging.
Einmal nachts, saßen Jenny und ich auf dem Dach des Autos und tranken Whisky aus der Flasche, die Musik aus dem Radio dröhnte über die Felder, wir waren ja allein, oh Mann, so wie man nur dort allein sein kann und da fragte mich Jenny warum ich nach Iowa kam und ich erzählte ihr so eine Geschichte vom Tod meiner Familie. Meine Eltern und meine Schwester befanden sich zu Hause, als es eine Gasexplosion gab, da sei ich dann einfach losgefahren nach dem Begräbnis, ich konnte die Erinnerung nicht ertragen.
Jenny nahm meine Hand und tröstete mich, wir waren betrunken und machten Sex dort oben auf dem Autodach, ich liebte sie damals noch.
Eines Tages fuhren wir nach Chicago, wir gingen in die Disco, ich kaufte Gras und es war das erste Mal dass Jenny rauchte. Sie kicherte viel und wir hatten super Sex in jener Nacht, wir machten auch ein paar Dinge, die sie sonst nicht mit mir gemacht hätte und das gefiel uns, so fuhren wir meistens einmal im Monat nach Chicago. Anfangs waren wir zu Hause clean, Mann... das war nicht leicht, aber niemand ahnte etwas.
Charles nahm einen Schluck aus der Flasche er schaute zu Jenny rüber, die schlief weiterhin und er betrachtete gedankenverloren den blassblauen Himmel, es versprach ein klarer Tag zu werden.
Er zündete sich eine Zigarette an. Ja, die Fahrten nach Chicago ließen mich den ganzen Scheiß von der heilen Welt mit Frau und Kindern auf einer Farm im Mittleren Westen erst einmal einigermaßen ertragen und es ging auch viele Jahre lang gut, aber mir war es halt einfach zu wenig.
Vor einem Jahr dann stiegen wir auf harte Drogen um, aber der Spaß mit dem verdammten Heroin wurde teuer.
Einmal, als wir in Chicago waren, rief ich meine Tante Elisabeth in San Francisco an und erzählte ihr alles. Meine Tante war immer schon sehr aufgeschlossen und ich habe bei ihr dufte Partys gefeiert... Flower Power, oh Mann...
Ausschweifend war sie schon immer und Geld besaß sie auch, sie hat einen reichen Typen geheiratet, er starb und hinterließ ihr ein Vermögen. Und sie feierte Partys ohne Ende, es war auf einer dieser Partys, wo ich mit LSD begann.
Ich erzählte meiner Tante von Jenny und meinen zwei Kindern und dass ich den ganzen Familienscheiß satt hätte und dringend Geld bräuchte, für das Heroin.
Meine Tante war bereit, die Kinder zu nehmen, ich würde für jedes Kind zwanzigtausend Dollar bekommen, mit einer Bedingung, ich dürfe nie mehr eine Frage nach ihnen stellen. Vor allem kein Wort zu Jenny, Frauen haben diesen blöden Mutterinstinkt, warnte sie mich.
„ Was hast Du genau vor? fragte meine Tante.“
„ Ich werde Jenny und die Kinder in eine Kommune beim Mount Shasta bringen.“
„ Das ist ganz oben im Norden von Kalifornien.“
„ Genau, ich kenne dort Leute von früher.“
„ Aha.“
„ Ich verpass Jenny eine gute Dosis, hau mit den Kindern ab und bringe sie zu Dir.“
„ Gut Charles, wann wird das sein?“
„ Nach der Ernte, da kann ich noch was verdienen. Ich komme im September.“
„ Was hast Du dann vor?“
„ Miami, ich lachte auf, -- aber ohne Jenny.“
„ Gut, sie lachte auch, so findet sie die Kinder nicht. Pause, -- hast Du noch meine Adresse?“
“ Klar, Tiburon, 220 Ocean View.”
„ Ruf mich an.“

“If you go to San Francisco, summte er leise... you gonna wear some flowers in your hair…”
Ja, die goldenen sechziger.. wir waren stark und ich konnte fliegen. Dann auf einmal fiel ich ins Bodenlose, aber jetzt... er lachte in sich hinein. Bekomme ich mein Leben wieder voll in den Griff.
Zufrieden starrte er auf den Highway 80, der ihm seinem Ziel näher und näher brachte.

Geändert von Gast2277 (23.10.2006 um 18:46 Uhr)
 
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Alt 23.10.2006, 18:39   Es hätte auch ganz anders kommen können... Beitrag #2 (permalink)
Gast2277
Gast
 
Beiträge: n/a
II
„So liebe Kinder“ begrüße sie Elisabeth. „Willkommen in meinem Heim, ich bin Tante Elisabeth. Ihr werdet hungrig sein, ich lasse Euch erst einmal was ordentliches zu essen machen.“
Dann saßen Jack und Greta am Tisch, bekamen jeder einen großen Teller mit T-Bone Steak, french fries und Salat. Die Kinder aßen mit gutem Appetit, währenddessen Tante Elisabeth an Langustenmedaillons an jungen Gemüsen in Sauce Vinaigrette knabberte.
„Ja, Kinder, Eure Tante muss auf ihre Figur achten, nicht aber ihr beiden,“ meinte sie lächelnd, „Ihr beiden bekommt eine Diätaufbaukost, abgemagert wie Ihr seid.“
Als das Hausmädchen die Teller abgeräumt hatte, bestellte sie zwei Eisbecher mit Erdbeeren und Schlagsahne, sie nickte Maria zu.
„Und für mich bitte einen Sunset Strip Cocktail, das ist erst einmal alles Maria, gracias.
„Wann dürfen wir wieder zu unserer Mam? wollte Jack wissen. „Greta ist traurig und wir haben Heimweh“
„Ach Kinder,“ liebevoll strich sie Greta übers Haar, „ so in ein zwei Wochen.
Wenn sie nicht mehr so mager sind... sie nippte an ihrem Cocktail. Erst muss ich sie aufpäppeln, denn sie sind von ihren Eltern vernachlässigt worden, das sind die harten Drogen, die dazu geführt haben.
Elisabeth zündete sich nachdenklich eine Zigarette an, ich habe die verrücktesten Partys mitgemacht, aber Heroin war einfach tabu... ja, die sechziger Jahre, das ist längst Vergangenheit.
Sie stand auf. „Ich werde Euch Eure Zimmer zeigen, kommt mit mir, Maria wird Euch baden.“
„ Was spricht Maria für eine Sprache?“ wollte Jack wissen, „ich verstehe nicht was sie sagt.“
„Das ist spanisch, mein kleiner Liebling,“ erklärte Elisabeth, während sie dieKinder die Treppe hinauf. geleitete. „Maria kommt aus Puerto Rico, sie ist erst kurze Zeit in Amerka.“
Sie betraten einem hellen Raum mit großen Fenstern, unten schimmerte die Bucht von San Francisco in der späten Nachmittagssonne.
„Oh, sind die schön,“ riefen Jack und die kleine Greta fast gleichzeitig aus,“ und betrachteten mit leuchtenden Augen die Plüschtiere in allen Farben und Größen auf dem Bett.
„Das ist Dein Zimmer Jack, warte hier auf Maria, sie kommt Dich gleich baden.“
Elisabeth gab ihm einen Kuss auf die Stirn.
„Schlaf ich nicht mit Greta?“ Jack guckte Elisabeth ängstlich an.
„Nein, jeder von Euch hat sein eigenes Zimmer, ist das nicht phantastisch?“ Sie lächelte Jack beruhigend an. „Du brauchst keine Angst zu haben, hier gibt es keine bösen Hexen und auch keinen Buggimann,“ lachte sie und entschwand mit Greta an der Hand aus der Tür.
„So kleine Greta, ich hoffe es gefällt Dir, komm setz Dich zu mir.“ Elisabeth setzte sich zusammen mit Greta auf die Bettkannte. „Ich habe Dir etwas wichtiges zu sagen, Dein Bruder ist erst sieben Jahre alt, aber Du bist die Ältere von Euch beiden,“ sie sah Greta ernst an, Du bist zehn und schon vernünftig und solltest Deinem Bruder ein Vorbild sein. Verstehst Du was ich meine? Ihr braucht keine Angst zu haben, ich bin Eure Tante und werde Euch diese zwei Wochen verwöhnen, bis Ihr wieder nach Hause kommt. Sie legte ihren Arm um die Schultern der kleinen Greta und gab ihr einen Gutenachtkuss.
Morgen wollen wir nach San Francisco fahren und Kleider für Euch einkaufen,“ Elisabeth stand auf, „auch zum Friseur gehen wir, damit Ihr richtig toll ausschaut.“ Sie winkte ihr noch
einmal von der Tür zu und ging die Treppe hinunter. Sie sah auf die Uhr, es war halb acht.
Es wird Zeit, ich werde das neue Kleid anziehen, welches ich erst aus L.A. mitgebracht habe.
Sie ging zum Spiegel, blickte sich prüfend an. Dann trug sie sorgfältig ihr Make-Up auf, ganz zarter hellblauer Lidschatten, ein wenig Wangenrouge, darüber ein Hauch Perlmuttpuder und zum Schluss ein dezenter Lippenstift. Ihre lockigen dunklen Haare trug sie offen, dann zog sie sich das Kleid an.
Zufrieden betrachtete sie sich im Spiegel. Ein Traum von einem Kleid, mettalic hellblau, hauteng und superkurz...
California Wave hat immer die passenden Klamotten für mich, diese Boutique ist in.
Als sie dabei war, ihre Sandaletten mit Bleistiftabsätzen anzuziehen klingelte es bereits, Roberto ist schon da, dachte sie und nahm sich noch schnell etwas Parfüm, dann ging sie Roberto zu empfangen.
„Roberto!“ sie ging strahlend auf ihn zu.
„Du hast wieder diesen aufregenden Duft querida.“ Er drückte sie an sich.
Roberto, ein Hispano-Amerikaner, hochgewachsen und braungebrannt, sah in seinen Jeans und weißem Blazer unverschämt gut aus. Er trat einen Schritt zurück um Elisabeth zu betrachten.
„Diabolos, bist Du schön.
Elisabeth wusste es, aber sie wusste auch, dass sie zehn Jahre älter als Roberto, und in ihn unsterblich verliebt war.
„Was wollen wir unternehmen, Liza? „
„Ich habe Lust zu Josés Bar nach Sausalito zu fahren, dort ist Samstag was los und mir schmecken seine Gambas.“
„Einverstanden, für Dich würde ich alles machen.“
Roberto fuhr die kurvige Strasse hinunter nach Tiburon mit hoher Geschwindigkeit und ließ dabei den Porsche Targa aufröhren. Er liebte schnelle Autos und schöne Frauen. Er lächelte, er hatte eine Hand auf Elisabeths Oberschenkel gelegt, die andere Hand lässig auf dem Steuer.
Und ich mag gute deals, wo man gute Dollars verdient.
„Was ist mit den Kindern?“
„Sie sind heute gebracht worden. Sie zündete für sie beide je eine Zigarette an und gab ihm eine in den Mund. „In welche Disco wollen wir später gehen?
„Ich dachte ans Paradise Lounge.“



III


Der Rest dieser Geschichte ist schnell erzählt. Wir bekamen am Sonntagnachmittag auf der Polizeiwache von Tiburon einen seltsamen Anruf. Die Stimme am Telefon war von einem kleinen Mädchen.
„Hilfe, Hilfe, bitte kommen Sie schnell, wir haben große Angst. Ich habe Tante Elisabeth getötet. Sie liegt in der Sauna und bewegt sich nicht mehr.
„Wie heißt Du denn Kleines?
„Greta Sir.“
„Und wie weiter?“ erkundigte ich mich.
„Ich weiß es nicht mehr, ich habe es vergessen.“
„Und wo wohnst Du?“
„Das weiß ich auch nicht, wir sind in einem Haus mitten im Wald gefangen gehalten. Vorne ist steile Felsenküste und im Garten sind böse Hunde.
„Gut, mein Kind, wir finden Dich,“ versuchte ich erst einmal das Mädchen zu beruhigen.
Es dauerte nicht lange, da hatten wir die Adresse des Telefonanschlusses. Wir fuhren mit Blaulicht und in schnellster Fahrt hinaus zu jenem besagtem Haus an der Ocean View Avenue und trafen dort zwei verschreckte Kinder an. Sie führten uns zur Sauna. Dort lag eine nackte weibliche Leiche am Boden.
Wir nahmen die Kinder zu uns auf die Wache, wo sie befragt wurden. Wie sie uns erzählten, sollten sie am nächsten Tag von einem gewissen Roberto abgeholt werden. Die kleine Greta habe nachts ein Gespräch zwischen Tante Elisabeth und Roberto belauscht.
„Gib mir eine Woche,“ bat Tante Elisabeth Roberto, „der kleine Jack ist zu mager, da verdienen wir zu wenig und ich finde, wir sollten da ordentlich Geld an diesem Verkauf verdienen.“
Am Sonntag, als Das Hausmädchen Maria frei hatte, beobachtete Greta, wie Tante Elisabeth in die Sauna ging. Dann habe sie die Tür von außen verriegelt und den Ofen auf höchste Stärkste aufgedreht.
Wir haben die Kinder erst einmal in einem Heim untergebracht und ich sorgte dafür, dass es ein gutes war.
Meine Frau und ich beschlossen die Beiden zu adoptieren, da wir ein Jahr zuvor unsere eigene Kinder bei einem Autounfall verloren hatten. Steve und Faye waren in dem selben Alter und wir waren über ihren Tod noch immer nicht hinweggekommen. Ein Jahr später war es dann so weit. Nachdem keine Verwandten ausfindig gemacht wurden, gab man Jack und Greta zur Adoption frei.
Im Haus an der Ocean View, fand man die Telefonnummer und Adresse von Roberto Mendoza. Die Polizei von San Francisco wurde eingeschaltet, die ihn sofort festnehmen konnte und verhörte. In seinem Haus fand man weitere Adressen von einem Ring der mit Kinderpornographie handelte.
Die Filme wurden in einer alten ehemaligen Konservenfabrik in der Nähe von Salinas gedreht.
Ich muss gestehen, dass meine Frau und ich zu den glücklichsten Menschen die es gibt zählen.
Wir sind in Tiburon geblieben und der Junge kommt öfters mal aus Berkley rüber. Jack hat dort Soziologie studiert und mit Höchstnote abgeschlossen. Er ist Professor dort und hat inzwischen geheiratet.
Ja, wie doch die Zeit vergeht... wir haben schon ein Enkelkind.
Greta kommt seltener zu Besuch. Sie hat Psychiatrie an der Medical School von San Francisco studiert. Wie sie immer sagt, sei es ihr höchstes Anliegen die Tiefen der menschlichen Seele zu verstehen.
Später hat Greta einen der Studenten geheiratet. Sie zogen dann nach Boston, aber Kinder haben sie noch keine, Greta und ihr Mann sind sehr mit einem Projekt an der Universität beschäftigt, was hoffentlich sich bald ändern wird.
Ich werde meine Zeilen jetzt beenden. Es hat gerade an der Tür geklingelt und es wird Jack sein. Jack hat Glück gehabt, denn er hat eine liebe Frau gefunden. Rose ist Schriftstellerin. Sie ist bezaubernd und besitzt ein zartes Wesen. Für mich rätselhaft, wie sie diese Mordgeschichten zusammenbringt. Ich helfe ihr öfters mit guten Tips von meiner Zeit als Kommissar bei der Polizei in Tiburon.
Da Rose zu Hause schreibt, kann der kleine Tim gut betreut werden. Tim ist vier Jahre alt und geht Vormittags in den Kindergarten. So hat Rose Zeit für ihre Krimigeschichten. Einmal meinte sie zu mir, die besten Ideen würden ihr nachts einfallen. Ja, diese Künstler... um vier Uhr nachts verriet sie mir.
Nun werde ich hinuntergehen. Es ist wirklich Jack. Ich höre seine Stimme und Roses Lachen und den kleinen Tim.
„Hast Du Kuchen gebacken Großmutter?
„Aber sicher, mein Junge. Schokoladenkuchen“

Hänsel und Gretel...




Red Spot Hollow

Geändert von Gast2277 (23.10.2006 um 18:51 Uhr)
 
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