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01.05.2010, 16:34
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Ort: Nähe Köln
Beiträge: 2.342
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht
Hi, zusammen
„Eso“ – Ironie („Esoironie“)
Soll das Buch heißen, welches hier entstehen könnte durch Euer Mitwirken. Erwünscht sind somit im Generellen lustige, ironische Inhalte zum Schmunzeln, Ablachen und dennoch sicherlich auch in gewisser Weise zum Nachdenken rundum, nebenher und mitten durch die Esoterik.
Ergänzung: Esoterik (von altgriechisch esōterikós „innerlich“) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist - im Gegensatz zu Exoterik als öffentlichem Wissen. Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein „höheres“, „absolutes“ Wissen. Daneben wird der Begriff in freier Weise für ein breites Spektrum verschiedenartiger spiritueller und okkulter Lehren und Praktiken gebraucht. (Wikipedia)
Vorwort: Somit soll eine „step by step“ Geschichte in Form eines fantasy Romans entstehen, welche die Esoterik einmal gehörig in vielerlei Hinsicht auf die Schüppe nimmt . Natürlich kann sich jeder daran beteiligen, welche über sich selbst gerne schmunzeln bzw. lachen kann. Sich somit gerade der Esoterik verbunden fühlt oder auch angehörig sieht oder eben auch gerade nicht.
Ich greife an dieser Stelle einfach einmal die Anregung meiner besten Freundin auf , welche mal so einen Gedanken in den Raum gestellt hatte: "Esoterik und Humor lässt sich das verbinden bzw. zusammen vereinbaren???"
Unsere Antwort darauf war: “Aber ja, selbstverständlich“. . . . . . .
Zu beachten: Sicherlich sollte es bei aller Ironie und Humor noch in einem verträglichen Rahmen bleiben. Somit sollten natürlich keine Kraftausdrücke oder gar Äußerungen ihre Inhalte finden, welche verletzend, angreifend bis unter die Gürtellinie gehen.
Einführung: „Step by Step“ Geschichte, was ist damit gemeint???
Einer fängt zu schreiben an, in dem Falle gleich ich mit dem Auftakt und wenn ich aufhöre zu schreiben knüpft ein Anderer an meinem Geschrieben einfach erst einmal dort sinngemäß an und schreibt dann halt weiter bis dieser beendet und so fort. Wer schreibt und wie viel ist dabei völlig nebensächlich. Schön wäre es nur, wenn sich ein Faden durch alle Beiträge ziehen und sich somit auch eine Geschichte ergeben würde. Natürlich bei alle dem nicht den Humor darin zu vergessen.
Ich wünsche uns allen hier viel Spaß beim Lesen und Mitwirken und gebe dann mal den Auftakt.
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01.05.2010, 16:43
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Ort: Nähe Köln
Beiträge: 2.342
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"Esoironie"
Auftakt:
Draußen war es bereits stock dunkel geworden und nur die Kerzen in dem Zimmer durch brachen noch die Finsternis. Hier und da flackerten sie grell auf, als hätte das Kerzenlicht Angst sich dem zu stellen, was da nun kommen würde. Das Licht fürchtet die Dunkelheit, dachte diese Frau, welche in Mitten des Zimmers stand und das Kerzenlicht betrachtete. Konzentriere dich, hörte sie sich selbst zur Ordnung rufen. Wie willst du diesen Bann brechen, wenn du mit deinen Gedanken ganz wo anders bist??? Bann brechen, wie sich das anhörte. Noch vor nicht all zu geraumer Zeit hätte sie allein über das Wort Bann schon schmunzeln können. Doch heute, ja jetzt war alles anders und in ihrem Gesicht lag kein Schmunzeln, sondern Ernsthaftigkeit. Das Geld war knapp geworden, seid dem sie letzten Monat ihre Arbeitstelle verloren hatte. Ja, irgendwie schien ihr das Glück eh seid geraumer Zeit abhanden gekommen sein. So als läge ein Fluch über ihr, welchen es nun zu bannen galt. Ich könnte meine Tuppa Restbestände im Forum, Esoterik-Marktplatz "Biete" versuchen zu veräußern. Mit dem Verkauf könnte ich evtl. erst einmal ein kleines finanzielles Loch stopfen, überlegte sie. Schließlich ist doch alles nur eine Sache der Vermarktung. Auch Tuppa lässt sich mit der Esoterik verbinden . . .Volle Kaffeetasse umgekippt??? Kein Problem mehr. Schützen sie ihr Kartendeck in Esotuppa. . . Ihre Seele hat „noch“ einen Körper. Schlafen sie in Mitnighttuppa, dass hält ihn länger frisch. . . ."Ghoastbusters Tuppasortiment" - Box aufmachen, Wesen anlocken und fix den Deckel drauf. . . . Sie haben ungebetene Besucher zu Hause??? Räuchern sie Tuppa, das vertreibt restlos alles. Ja, das wäre eine Möglichkeit und bei diesen Gedanken fiel ihr Blick aus dem Fenster.
Ein Sturm würde aufziehen . . .
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03.05.2010, 20:59
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #3 (permalink)
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pieeeeeeep
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 557
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....Der Schein des Mondes schimmerte durch die vorbeirauschenden Wolken am Nachthimmel. Just in diesem Moment sprang ein Werbefenster auf einer Internetseite in meinem Laptop auf. Natürlich! Das war die Lösung! Warum war ich nicht schon ehr drauf gekommen!
In dicken leuchtenden Lettern prangte es mir entgegen
" Geldsorgen? Mann weg? Krumme Nase? - Rufen sie unsere qualifizierten Lebensbegradiger an. Liebevoll aber mit ordentlichem, magischen Bums bringen sie ihre Welt wieder in die richtige Umlaufbahn. Für Erstanrufer fast kostenlos"
Ohne zu Zögern griff ich zu meinem schnurlosen Telefon und wählte die Nummer.
Nur eine Stunde später, nach einem klitzekleinen Aufnahmegespräch hatte ich meine Rettung am anderen Ende der Leitung.
Isolde - Hexe in 27. Generation mit zigeunerischer Herkunft und Blutsverwandtschaft zu niemand geringerem als dem aufgestiegenen Meister Obelix.
Na, wenn das mal kein Durchbruch werden würde.
Kurz schilderte ich ihr mein Problem - ganz nebenbei bestellte sie prompt eine Serie der beliebten Räucherwürzlinge und die Traumfängerdeutungsbox "Dreamcatcher2000" in elegantem ocker.
Dann wurde Isoldes Stimme ernst.
" Ich werde nun mit dir ein Ritual machen - der Mond steht günstig.
Hast du Basilikum im Haus?"
" Nein" erwiederte ich
"Mh - Petersilie?"
"Nein"musste ich gestehen
"Mh Pizzagewürz?"
"JA!" gerade hatte ich beim Discounter eine Packung davon gekauft gehabt - so ein Glück!
Nach einer kurzen Aufforderung ihrerseits erklärte ich ihr die Lage meines Grundstückes und den groben Grundriss meines Hauses.
" Nun nimmst du dir eine grüne Schale und ein Teelicht - hast du das?
"Ja" erwiederte ich
"Lege deine Kleidung ab, die geldabstoßenden Energien haben sich in deiner Kleidung festgesetzt, gehe unbekleidet in den Garten und stelle deine grüne Schüssel an der Einfahrt auf. Das Teelicht stellst du mitten auf den Rasen und beginnst langsam in rhytmischen Bewegungen um das Licht herum zu tanzen.Ich trommle dir den Takt auf meiner Tuppadrum dazu."
Ich befolgte ihre Anweisungen und begann zu tanzen. Während dessen warf ich anmutig immer mal wieder eine Hand voll Pizzagewürz in den Nachthimmel.
Die Schläge des Kunststofftopfschabers auf der Plastikschüssel am anderen Ende der Leitung versetzten mich in eine leichte Trance.
Aus weiter ferne hörte ich das melodische Klingen von Geldmünzen. Auch ein Raunen und Murmeln nahm ich wahr....
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04.05.2010, 11:48
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Ort: Nähe Köln
Beiträge: 2.342
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Huch!!! Dieses Murmeln riss mich in die Gegenwart zurück.
Wie lange mochte ich nur in dieser völlig leichten Trance durch meine Blumenbeete gekreiselt sein??? Ich war wohl etwas von der Grasfläche abgekommen. An rein gar nichts mehr konnte ich mich erinnern. Hatte ich das Pizzagewürz aus versehen in Mengen inhaliert und mich dieses in einen tiefen Rausch verfallen lassen??? In meinem Kopf herrschte ein Vakuum, was so gesehen für mich nichts Untypisches war. „Isolde“ schoss es mir plötzlich durch den Sinn. „Himmel welch ein Glück!“, dass ich doch so helle Öhrchen habe. Das was ich da über meinen sinnlichen Kanal empfing war nichts anderes als Isolde gewesen, welche wohl immer noch am Telefon klebte.
Ihr Trommeln alles schien ganz nah bei mir zu sein und dennoch „Hilfe“ ich hatte das Telefon im Wohnzimmer liegen gelassen und folglich auch die Isolde. Vom Winde verweht schoss ich zurück in die Wohnung und stürzte mich auf den Hörer.
Nun war das Murmeln ganz klar und deutlich und ja, es war von Isolde oder sollte sich mir ein Jenseitskontakt eingeschlichen haben???
Zurück, da, hier, re, schnaubte ich in die Muschel.
So, so. Doch schon??? Schön, murmelte Isolde jenseits von gut und böse.
Tut mir leid, sagte ich.
Ach, macht gar nix erwiderte sie. Auf Dich warte ich doch gerne. „hehe“
Hm . . . also wie sie das so sagte, ärgerlich hörte sich das nun wirklich nicht an.
Sollte mir das zu denken geben???
Plötzlich hörte ich wieder dieses melodische Klingen von Geldmünzen.
Ja, kein Wunder „Schock“, dass sie mit meinem Tanz in den Mai kein Problem gehabt hatte. Das war doch mein Geld, welches durch dieses Telefonat nur so durchrasselte. Danke Isolde, schönen Abend noch und schwups hatte ich auch schon das Telefonat beendet. Mich fröstelte es bei dem Gedanken, was mich dieses Gespräch wohl kosten würde. Dabei hatte ich doch gehofft, dass sich die grüne Schüssel an der Einfahrt wie durch Zauberhand mit Münzen füllen würde. Nun ja, kommt wohl noch. Man muss halt nur ganz fest dran glauben. Mir war kalt und ich griff nach der Tischdecke und setzte mich eingekuschelt in dieser auf das Sofa. Sicherlich hatte ich auch noch eine ocker Wolldecke mit Bibi Blocksberg Motiven. Doch gemäß dem Anlass von heute fand ich die nicht mystisch genug. Dieses weiße Leinen der Tischdecke hatte da schon eher was und erinnerte mich auch irgendwie an den aufgestiegenen Meister Proper. Einfach unglaublich, wie kraftvoll doch seine Magie war. Er bekam nun wirklich alles strahlweiß. Sein Reinigungszauber erzielte prompt seine Wirkung. Also, ich war spirituell noch nicht so weit und mir war bewusst, dass mich das noch etliche Inkarnationen kosten würde. Schließlich war es auch nicht leicht von der Kernseife aufzusteigen. Ganz versonnen, tief eingetaucht in mir selbst saß ich da und dachte so vor mich hin. Ob ich wohl alles richtig gemacht hatte und das Ritual somit seine Wirkung erzielen würde???
Bei diesem Gedanken hörte ich plötzlich ein tierisches Aufheulen und es wurde mir etwas unheimlich. Ja, keine Frage es war etwas in meinem Garten. Ein Schatten huschte an meinem Fenster vorbei. Vielleicht war es ein Wolf??? Aber wo sollte der herkommen??? Vielleicht war es auch ein Wehrwolf, der von dem magischen Pizzagewürz angelockt worden war. Vielleicht war es aber auch der Filialleiter vom Discounter, der um seine fehl angewendete Ware heulte??? Aber wie sollte der zu dieser nachtschlafenden Zeit in meinen Garten gekommen sein???
War ein Teil meines Rituals schon in Kraft getreten??? . . .
Geändert von Joy1 (04.05.2010 um 12:13 Uhr)
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04.05.2010, 22:33
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #5 (permalink)
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pieeeeeeep
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 557
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...was tun? Schnell die Rolos heruntersausen lassen und dann ins Bett verkriechen und sich tot stellen? Oder dem vermeintlichen Eindringling mutig gegenüber treten und ihn zur Rede stellen?
Gerade war ich auf dem Weg in die Küche um meinen Salzstreuer zu holen - unbewaffnet wollte ich mich auf keinen Fall in den Garten wagen - da klingelte es an der Haustür. Um diese Zeit? Wer könnte das sein?
Vorsichtig öffnete ich die Tür und erblickte ein junges Mädchen, mit blassem Gesicht und tiefen Rändern unter den Augen.
"Guten Abend, finden sie nicht auch, man sollte jobsuchenden Jugendlichen helfen, sich in der Geschäftswelt zurrecht zu finden?" plapperte sie los.
Ich schaute sie ungläubig an und konnte im Augenwinkel eine Gestalt auf der anderen Straßenseite im Schatten eines Baumes erspähen.
NEE ne - Zeitungsverkäufer um diese Uhrzeit?
"Ich glaube nicht, dass ich ihnen dabei behilflich sein kann und der merkwürdige Typ da auf der anderen Straßenseite sorgt durch ihre misslige Lage wohl ehr für sein eigenes Portemone..."
" Och gute Frau, überlegen sie es sich doch, ich habe heute für sie ein einmaliges Angebot - Zukunftstripp, die Zeitschrift von Morgen für Menschen, die ihr Leben energetisch selbst in die Hand nehmen. In der dieswöchigen Ausgabe erhalten sie detaliert Auskunft über Orakeln mit Knopflöchern." versuchte sie es weiter.
Da erst fiel mir der Aufnäher auf ihrem weißen T-Shirt auf ....es gibt tatsächlich Paralleluniversen - die Dame kam vom gleichen Club wie meine Isolde, zu dem ich noch nie zuvor Kontakt hatte.
Unvermittelt schlug ich ihr die Tür vor der Nase zu - man sollte mir helfen an Geld zu kommen, nicht es mir aus der Tasche zu ziehen!
Wieder ertönte das gruselige Heulen aus dem Garten.
Ich umklammerte den Salzstreuer fest in der linken, vom Herzen kommenden Hand und schlang die Tischdecke enger um mich. Was auch immer da draußen lauerte, ich würde es nun in die Flucht schlagen. Bei dem Gejaule kann ja kein Mensch schlafen!
Vorsichtig schlich ich in den Garten. Auf den ersten Blick konnte ich nichts erspähen.
Barfuss tapste ich auf Zehenspitzen an der Hauswand entlang, als das Heulen wieder ertönte. Es kam aus dem Lavendelbusch vor meinem Wohnzimmerfenster.
Mit einem Ruck riß ich den Deckel von meinem Salzstreuer und feuerte mit voller Wucht in den Lavendelbusch.
Ein ersticktes Husten war die Reaktion.
Dann schüttelte sich der Busch, teilte sich und gab den Ursprung des Geheules für meine Augen frei.
Mein Herz setzte für einen kleinen Schlag aus.
Ein dickes schwarz weiß gestreiftes Meerschweinchen mit geröteten Augen kam aus dem Busch gekugelt. Es schaute mich böse an.
"Was soll denn das? Ist das die Art, wie man seinen geistigen Helfern begegnet?" schnautzte es los.
Ich war sprachlos.
"Was glotzt n so? Du hast mich gerufen, hier bin ich." maulte es weiter.
" Ich habe dich gerufen?" staunte ich
" Ja wohl - vor genau 24 Stunden hast du darum gebeten dein Krafttier kennen zu lernen, damit es dich aus deiner extrem ungünstigen derzeitigen Lage befreit. Und hier bin ich"
Das durfte ja wohl nicht wahr sein - Ja, ich hatte darum gebeten, aber wenn ich gewusst hätte, dass mein Krafttier ein übergewichtiges, schlecht gelauntes Meerschweinchen ist, dann hätte ich mir das geschenkt! Was sollte dieses Vieh an meiner Lage schon ändern können?.....
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05.05.2010, 00:28
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #6 (permalink)
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Herzmensch
Registriert seit: 08.01.2007
Ort: NRW
Beiträge: 301
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"Ich bin die Seraphina" sagte das Meerschweinchen
"und ich bin kein übergewichtiges, schlecht gelauntes Meerschweinchen!"
Oh je, das kann ja heiter werden, mein Krafttier ist ein Schwein,
es kann sprechen und meine Gedanken lesen.
Mir war kalt, ich stand in meinem Garten nackt wie die Göttin mich schuf,
bekleidet mit einer Tischdecke, das Ying & Yang Blumenbeet zertreten,
meine Zehnägel dreckig von Erde mit italienischem Kräutergewürz
und Hunger hatte ich auch bis unter beiden nackten Armen.
Tomatensosse ohne italienische Kräuter schmeckt wie Salat ohne Dressing.
Seraphina sass auf ihrem Fellpopo und glotzte mich mit braunen Kulleraugen an.
"Wie kann ich dir helfen?" fragte sie
"Keine Ahnung, lass uns erst einmal ins Haus gehen!"
Gesagt getan, Meeri ging vor und ich trottete doch tatsächlich hinter einem pfeifenden Schwein hinterher.
Ich glaub mein Schwein pfeift, bekommt eine ganz neue Bedeutung.
Schon fast vor der Haustüre angekommen, schallte ein super lauter Knall durch die oregano-rosmarin-thymianische Nacht...
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05.05.2010, 02:35
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Ort: Nähe Köln
Beiträge: 2.342
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Fragend schaute ich Seraphina an.
Ach, sagte sie. Das ist nur meine Dualseele die schlägt immer so auf.
Diese Aussage von ihr war gerade im Begriff meinen Glauben gehörig ins Wanken zu bringen. War es möglich, dass Meerschweinchen eine Dualseele hatten??? Dann müssten sie ja zwangläufig auch ein Karma haben.
Die Frage war somit, welche Lernaufgaben es dann für Meerschweinchen auf der Erde zu erfüllen galt. Aber was noch viel schlimmer war, war meine Frage ob Krafttiere überhaupt eine Dualseele besitzen könnten. Schließlich hatte sich mir das Meerschweinchen als mein Krafttier zu erkennen gegeben.
In der Wohnung angekommen beschloss ich mir fix was Richtiges anzuziehen.
Zumal ja auch nicht abzuschätzen war ob ich mit diesem Meerschweinchen gleich noch tiefgreifende Gespräche führen würde. Warte hier auf mich sagte ich zu dem Tierchen und bewege dich keinen Millimeter weg. Bei diesen letzten Worten verließ ich das Wohnzimmer und mitten im Gehen schnappte ich noch ein paar Wortfetzen von Seraphina auf. Was so klang wie: “Ich werde warten und derweil ein wenig meditieren.“ Zi, unglaublich oder auch, was für ein Tag. Mit diesem Ritual schien nichts besser geworden zu sein. Nein, ganz im Gegenteil irgendwie wurde nur noch alles mysteriöser.
Also, das mit einem meditierendes Meerschweinchen, als Krafttier, sitzend in meinem Wohnzimmer, der menschlichen Sprache mächtig, das glaubt mir keiner. Dem war ich mir sicher. Im Schlafzimmer griff ich schnell nach meiner Kleidung, welche ich vor dem Ritual abgelegt hatte. Noch schnell warme Socken an und fertig. Also fix zurück zu Seraphina. Doch irgendetwas bremste aus. Langsam, auf leisen Sohlen schlich ich mich zum Wohnzimmer und späte um den Türrahmen herum. Vielleicht hatte ich mir das alles ja auch nur eingebildet gehabt und ich halluzinierte. Vielleicht war das Pizzagewürz dafür ursächlich. Alles nur ein Traum oder gar eine extreme Wahrnehmungsstörung??? Sollte ich mich selbst einweisen lassen??? Och, eigentlich brauchte ich das alles nur meiner Freundin erzählen. Die war ja schon so einiges von mir gewöhnt. Doch in diesem Fall würde sie dann wohl selbst für eine stationäre Zwangseinweisung sorgen. Abwarten, abwarten riet mir meine innere Stimme. Nun gut, vielleicht war ja von einem Meerschweinchen nichts mehr zu sehen. Doch für meine Befürchtung fand nur noch eine Bestätigung, denn da saß es noch. Schon irgendwie putzig anzusehen, dachte ich. So im Schneidersitz, ihre Forderpfoten zum Himmel gerichtet und den Kopf nach oben geneigt. Die Augen hatte es dabei geschlossen und auch war so ein Singsang zu hören. Was sang es da nur??? Neugierig tastete ich mich langsam weiter vor. Ja, nun konnte ich jedes Wort ganz deutlich hören. Es sang: Wickle und pudere mich, auch wenn dein Verstand was anderes spricht. Ich bin ein hoch spirituelles Wesen und Gedanken vermag ich zu lesen. Ich bin ein Mentor und Dank Duracell vermag ich zu der Erleuchtung zu führen. Lasset mich euch berühren. Just in diesem Moment beschloss ich Seraphina in Duracella umzutaufen. Nur rein gedanklich versteht sich. Alles was sie da so von sich gab hörte sich schon recht verstrahlt an. Vielleicht war Duracella auch einfach nur ein batteriebetriebenes Stofftier, ein Roboter. So eine mobile Maschine, die nach einem bestimmten Programm, festgelegte Aufgaben erfüllt.
Da erlaubt sich doch jemand einen Scherz mit mir.
„Meinst du???“ sagte plötzlich das Krafttierchen und schaute mich herausfordernd an.
Hatte ich laut Gedacht??? Ich war entdeckt worden. Was nun???
Duracella zeigte mit einer anmutigen Pfötchengeste auf den Boden direkt vor ihr und ich setzte mich. Was blieb mir auch anders übrig??? . . .
Geändert von Joy1 (05.05.2010 um 02:41 Uhr)
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05.05.2010, 03:23
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #8 (permalink)
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Herzmensch
Registriert seit: 08.01.2007
Ort: NRW
Beiträge: 301
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(  sorry- ich wollte doch schlafen- musste so laut lachen)
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