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10.05.2010, 15:10
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #17 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Ort: Nähe Köln
Beiträge: 2.666
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„Nun denn“. Langsam ging ich den endlos erscheinenden Gang hinunter.Immer weiter entfernte ich mich von dem Sekretär und somit auch vom Eingang. Ich drehte mich noch einmal um und obwohl ich erst ein paar Schritte gegangen war, war es mir, als hätte ich schon unzählige Meter hinter mir gelassen. Zeit und Raum schienen hier eine ganz andere Bedeutung zu haben. Alles hinter mir Liegende schien bereits in weiter Ferne und alles wurde bei jedem meiner Schritte enorm kleiner. Ja, auch dieses weibliche Medium, ihres Amtes wohl Sekretärin, mit den energetischen Körpermaßen „grob geschätzt“ 160m groß und um die 80Kg leicht, augenscheinlich in energetischer Form eines „Steaks“ schien nur noch ein kleiner Überbleibsel eines Geschnetzelten zu sein. Unglaublich wie groß und weitläufig hier alles war. Ja, hier konnte man nun wirklich jegliche Orientierung verlieren. Wie ein unendliches Labyrinth erstreckte sich die Bibliothek des Lebens. Die Regale, rechts und links, welche die Gänge säumten, wirkten ähnlich wie hohe Gartenhecken mit unzähligen Blättern. Nur, dass es Bücher waren, welche ihren Platz in den Regalen hatten. Wie war noch mal die Wegbeschreibung gewesen??? Zwei rechts, eine Links??? Ja, irgendwie sah das hier wirklich alles wie ein Strickmuster aus und diese kreative Kunst beherrschte ich nun einmal nicht. Kein Wunder also, denn ich musste mich dem augenscheinlichen nach wohl verstrickt haben. Ich schaute mich um, aber es schien sich auch niemand sonst noch hier aufzuhalten, welchen ich hätte um Hilfe fragen können. Ich befand mich folglich in einer Luftmasche und niemand da, welcher mich aufnehmen könnte. Mein Magen meldete sich zu dem auch wieder. Ach, so ein leckeres Steak, medium, also so halb durch mit Kräuterbutter, das wäre es doch, dachte ich. Aber wie hatte Duracella alias Seraphina doch so schön gesagt gehabt: “Du hast keinen Hunger, der besteht nur in deinem weltlichen Bewusstsein“. Tja, so bekam das Wort Seelenanteil doch endlich mal für mich eine greifbare Aussagekraft. Ein Teil meiner Seele hier in den Hallen der Leben und einer davon Zuhause, ganz weltlich verblieben mit Hunger. Folglich war doch meine Seele gesplittet. Hm . . . gerade kamen mir die Schokoladensplitter in den Sinn, welche noch Daheim im Schrank waren, als ich ein ganz klares und lautstarkes Grummeln hörte. Huch!!! Die Restgeschnetzelte stand in voller Energie direkt neben mir.„Eigentlich sollte ich dich ja wegen deiner Taktlosigkeit hier weiter rumirren lassen“, sagte die Sekretärin zu mir. Aber da du ja nun einmal noch menschlich bist, will ich mal darüber hinweg sehen“. „Entschuldigung“, sagte ich etwas verwirrt durch ihr plötzlich erscheinen und senkte beschämt den Kopf. „Nun frag mich schon“, forderte mich das Medium auf. Hm . . . mir gingen so viele Fragen durch den Sinn, welche davon sollte bzw. konnte ich ihr nun stellen??? Ich hatte meine Gedanken noch gar nicht zu ende gedacht gehabt, als schon prompt von ihr „ich nenne sie mal liebevoll Steaki“ eine Reaktion darauf folgte. „Drei Fragen darfst Du mir stellen und auch nur drei werde ich Dir beantworten. Also überlege sie Dir sorgfältig“, erwiderte sie. Nun ja, wieso oder auch warum sie so urplötzlich bei mir war, diese Frage konnte ich mir wohl schenken. Schließlich war es wohl im Übersinnlichen gang und gebe die Gedanken anderer erfassen, wahrnehmen, ja somit hören zu können. Sie hatte mein um Hilfe bitten also gehört und war zu mir gekommen. Also, meine erste Frage wäre: „Wo muss ich lang bzw. wie muss ich weiter gehen um in meiner Abteilung zu gelangen??? Die zweite wäre: Warum kann ein Medium ein Steak sein???“ Und die letzte wäre: Ist ein halb durch nicht weltlich, was machst du also hier???“ „Das sind vier Fragen“, grummelte sie. Aber gut, ich werde sie Dir beantworten. Den Weg beschreibe ich dir zuletzt. Ich bin kein Steak, denn Du machst mich erst zu einem. Was ich??? Ja, du, antworte sie. Deine weltlichen Gelüste pressen mich in diese energetische Erscheinungsform. „Ach so, also formierst Du dich so, wie ich es gerne hätte???“ Ja, so in etwa, antworte sie mir. Wie gut, dass ich nicht an eiskalte Füßchen gedacht hatte. Die hatte ich nämlich auch „hihi" „Ups“, aber sie ignorierte das wohl und fuhr weiter fort. „Nun weiter im Text. Ich bin bzw. war ein Medium, also weltlich gesehen. Jetzt, nach meinem weltlichen ableben helfe ich hier nur erst mal aus. So und das sollte an dieser Stelle nun auch reichen. „Ah, so danke“ sagte ich. „Nun zu der Wegbeschreibung“ und höre diesmal zu, ermahnte mich diese Energieform. „Du gehst jetzt zwei recht und dann der nächsten Kreuzung zwei links und dann bist du da.“ Mit diesen Worten war Steaki „sie würde es mir verzeihen“ auch schon wieder im Nichts aufgelöst. Ich sollte mich hier oben dran gewöhnen, dass sich immer alle meine Begleiter so mir nix dir nix in Luft auf lösen, dachte ich noch als ich die erste Abzweigung links einbog . . .
Geändert von Joy1 (10.05.2010 um 15:21 Uhr)
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10.05.2010, 16:34
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #18 (permalink)
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Herzmensch
Registriert seit: 08.01.2007
Ort: NRW
Beiträge: 301
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Ob ich mir den wundervollen grandios gebauten Adonis vielleicht auch nur erdacht hatte- schoss es mir durch mein Oberstübchen. Wenn, will diese Fähigkeit in meinem Leinensäckchen mitnehmen und wenn ich wieder Daheim bin hexe ich mir Adonis mitten auf mein Sofa - freu und dann gibt es aber italienische Kräuter bis zum Abwinken, Rosmarin rechts, Thymian 2 Mal links, wie war das jetzt nochmal? Ich habe meine Brille beim Seelenselbstfindungsflug irgendwo zwischen Raum, Traum und Wirklichkeit verloren, aber das macht nichts, hier sehe ich scharf und fühle mich auch so. Momentan weiss ich wirklich nicht, was ich denken soll... ein aussergewöhnlicher Duft erreicht mein Näschen, nein es ist kein Meerschweinchenduft und kein Häschen...
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12.05.2010, 21:30
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #19 (permalink)
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pieeeeeeep
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 559
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...vorsichtig bog ich rechts ab und erstarrte. NEIN! Mein Unterbewusstsein hatte wohl von ganz allein und ziemlich präzise visualisiert...Steaki!NEIN! Meine Knie zitterten und Tränen stiegen mir in die Augen. Auf einmal wusste ich woher dieser betörende Duft kam - da in dem Gang war mein Adonis (Inzwischen nur noch mit einem Leintuch bekleidet *schwitz*), er hatte einen kleinen Holztisch stilvoll gedeckt, Rosen, Kerzen, Weingläser, ein dickes Buch und daneben die Katastrophe: Steaki - herrlich angerichtet auf einem Rosettchen aus Kartoffelpüree mit einem zarten Schmelz Kräuterbutter auf der schön braun gerösteten Kruste.
PHA - und dieses kleine sauige Meerwesen wollte mir weißmachen, all das sei nur Einbildung- nix da - ich musste mir eingestehen, dass trotz aller Körperlosigkeit mein Magen knurrte und mir das Wasser im Munde zusammen lief.
Mh, da kam mir ein Gedanke: Wenn es tatsächlich so unvermittelt mit dem Visualisieren funktionierte, dann....
Kaum dass ich das Bild in meinem Inneren vor mir sah, schnappte sich Adonis eine der Rosen klemmte sich eben solche zwischen die Zähne und fiel vor mir auf die Knie.
*Woooow, ich hätte viel früher darauf kommen sollen*
Doch anstatt mich zu dem von mir visualisierten Tango aufzufordern grinste er nur breit und sagte " Mein liebes Fräulein... dass du mir die Klamotten vom Leib visualisierst ist ja schon ein starkes Stück, aber das geht eindeutig zu weit"
*Shit* woher wusste er, was ich mir vorgestellt hatte.
Er räusperte sich, sichtlich amüsiert und meinte "Dualseele - schon vergessen?"
Schamesröte stieg mir in mein materieloses Gesicht...
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12.05.2010, 21:53
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #20 (permalink)
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Herzmensch
Registriert seit: 08.01.2007
Ort: NRW
Beiträge: 301
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ebenso knurrte mein materieloser Magen und meine Augen sahen doch diesen unglaublichen Körper, ich sah Seraphina garniert und roch sogar das knusprige Fleisch, wobei Fleisch bähhh? Fleisch habe ich zuletzt vor 20 Jahren gegessen, oder war es in meinem letztes Leben als Prinz von Zamunda- was soll ich denken- ich möchte das jetzt hier durchziehen, mir am liebsten das fette Buch schnappen, den Adonis in Miniatur verhexen- ab ins Leinensäckchen, gleich neben meinem Tabak und den Heilsteinen und ab nach Hause. Schnell noch den Markt anfliegen, frische italienische Kräuter, Tomaten, Mozarella, Obstttt ja Obst, ich möchte mit Adonis Erdbeeren naschen und barfuss zum Vollmond auf der Wiese haschen. Materielos ich krieg`nen Hals, wer will das bloss? Nein meine Zeit im dort & letztens gefällt mir viel viel besser, ich möchte schnell ins letzte hier & jetzt um zu lernen, zu wachsen, meine Zukunft will ich basteln, ich werde schweben und mit beiden Füssen auf meinem Ikea- Flokati kleben...
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13.05.2010, 00:00
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"Esoironie" - Ein fantasy Roman entsteht Beitrag #21 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Ort: Nähe Köln
Beiträge: 2.666
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„Ruhig . . . komme zur Ruhe „rasende Kamillenblüte “, sammle dich wieder!!!“, ermahnte mich meine innere Leuchte. Langsam glaubte ich den Verstand zu verlieren. Aber war dieses nicht irgendwie auch verständlich??? Wie viel von all dem Übernatürlichen und Verwirrenden konnte eine menschliche Glühbirne schon verpacken bis sie durch knallte??? Jetzt in diesem Moment fielen mir die bedenklichen Worte meiner Freundin ein: „Wenn Du auf übersinnlicher Safari gehen möchtest, nun gut, jedoch wäre es wohl besser, wenn du das nicht alleine und somit ohne eine Führung machen würdest, so hast du im Zweifelsfall der Fälle jemanden bei dir, welcher dich von der Ladestation nehmen kann.“ Hm . . . ja, da hatte sie wohl recht mit gehabt. Wie gut, dass mir ihre Worte gerade jetzt in den Sinn gekommen waren. Ich spürte wie ich langsam zur Ruhe zurück fand und auch mein vernebelter Verstand wurde wieder klarer. „Alles in Ordnung???“, hörte ich von ganz weit weg eine Stimme fragen. „Ja, ich denke schon“ erwiderte ich. Diese Stimme hörte sich so vertraut und auch etwas besorgt um mich an. Der Schleier lichtete sich und ich sah meine DS direkt vor mir stehen. Wir waren immer noch in den Hallen der Leben, in dieser Bibliothek. Voll mit Regale, rechts und links, welche die Gänge säumten und mit unzähligen Büchern bestückt waren. Hinter meiner DS stand ein kleiner Tisch auf dem ein riesiges Buch lag. Und zwei Holzstühle, konnte ich noch sehen. Ansonsten von dem zuvor gedeckten Tisch, Kerzen und auch allem Anderen war nichts mehr geblieben. „Komm und setzte dich“, forderte mich meine DS auf. „Du wolltest doch in deinem Buch des Lebens blättern, dann nimm Platz und fang an“. Ich setzte mich und er sich neben mir. „Darf ich dich zuvor noch etwas fragen???“, sagte ich zu ihm. „Selbstverständlich“ entgegneter er mir mit einem grinsen. „Du bist wirklich meine DS???“ „Ja, die bin ich“. "Wie siehst du nun wirklich aus, dein Körper . . . ähm, also deine menschliche Hülle??? „"Stell dir vor, dass du deine Augen schließen würdest und dann öffne sie wieder und du wirst mich wirklich sehen, visuelle meine wirkliche Daseinsform“, sagte er. Nichts leichter als das, Augen zu, auf, fertig und „WOW“ Brett Pitt mit dunkelbraunen und leicht gewellten Haaren blickte mir in die Augen. „Himmel“ und dieses strahlende Lächeln. Mir fiel just in dem Moment die Esoterikwerbung vor 9 1/2 Wochen ein: „Neu in unserem Anti Liebeszaubersortiment. „Loveblock“ „1000“ heute im Angebot, damit auch sie sich vor einer Verstrahlung durch ihre Dualseele ausreichend schützen können. Bitte lagern sie das Produkt in ihrem Kühlschrank.“ Hätte ich das alles hier vorher sehen können, dann hätte ich mir eine Palette von diesem Zeugs bestellt, dachte ich nur noch. Doch nun war es zu spät und ich saß nun mal da, direkt neben ihm. Ohne Loveblocker und mit Brett Pitt, des universellen Bestandes nach, meine Dualseele und zum angreifen nah. „Du kannst deinen Mund wieder zu machen“, hörte ich Brett mit einem Schmunzeln sagen. „Echt trockene Luft hier in der Bibliothek“, hörte ich mich raus quetschen. „Auch diese Holzstühle sind von der Sitzoberfläche echt Hammer glatt“ und bei diesen, meinen Worten zog ich mich langsam wieder auf die Sitzfläche zurück. „Natürlich“, sagte er amüsiert. Wieder einmal in diesem Moment bestätigte sich mir die Annahme, dass mit dem Kürzel DS etwas ganz anderes gemeint sein musste und zwar: DS = Doofe Sache. „Verflixt“, warum musste eine DS auch nur immer so fantastisch gut aussehen oder auch einfach immer gleich ins Beuteschema passen???, das würde mir wohl ein Rätsel bleiben. „Deine Zeit hier oben ist begrenzt“, ermahnte mich Brett. Also, wenn Du noch in deinem Buch des Lebens lesen willst, dann solltest du jetzt damit anfangen“. Ein letzter schmachtender Blick von mir, gefolgt mit Gedanken an Schlagsahne, einen riesigen Seufzer und ich blickte in das große Buch vor mir . . .
Geändert von Joy1 (13.05.2010 um 00:26 Uhr)
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