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13.08.2006, 12:47
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Der Hirte und sein geliebtes Lamm Beitrag #1 (permalink)
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~Gaia~
Registriert seit: 24.11.2005
Ort: In meinem Herzen
Beiträge: 11.227
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Der Hirte und sein geliebtes Lamm
Es war an einem lauen Frühlingsmorgen, als ich auf der Wiese des oberen Berges die Schafe hinaustrieb. Alle Mütter der Herde schienen zufrieden über ihre Lämmchen, die sie zu Ostern bekommen hatten doch viel mir eines auf, das einsam in einer Ecke des Unterschlupfes lag, das der Offenstall hergab. Seine Mutter ringte mit dem Leben, gequält von der Geburt schien sie immer noch nicht kräftig genug zu sein um zu laufen. Ich war sehr um Sorge, rief den diensthabenden Tierarzt sofort an, der kam daraufhin etwas verspätet aber dennoch voll Zuversicht in den Augen an, als ich ihm von dem Mutterschaf erzählte. Als er sich dann das leidenserfüllte Tier ansah gab er mir keinerlei Hoffnung, eher ein endloses Leiden und lies es auf mein Einverständnis hin friedvoll einschlafen. Das Lämmchen war sehr schwach und konnte kaum sich regen. Ich nahm es behutsam und streichelte es über seinen kleinen Kopf. Meine Gedanken drehten sich darum was ich nun tun sollte, wenn ich mich nicht darum kümmerte wer dann, höchstens der Schlachter der sich freuen würde über so frisches Fleisch. Nein dachte ich, ich werde Dich aufziehn, werde mich um Dich kümmern und Dich hüten, wie deine Mutter es getan hätte, damit Du ein starkes Lamm und Schaf wirst, das keine Angst hat vor Uns Menschen, blind vertraut und doch einen Bezug hat zu seinen Artgenossen. ich sah es in Gedanken schon wie es über die Felder rannte mit einer Power das sich einfach Leben nannte.
Aby nannte ich sie, sie war und ist ein wunderbares Geschöpf, wir sahen uns oft tief in die Augen und ich hatte das Gefühl das sie mich als Ihresgleichen ansah, da sie nichtmehr wusste wo Ihr Ursprung einst war. Mein Hund war ein Spielgefährte für sie und der Kater schmuste gerne mit dem Lämmchen. Meine Kinder waren wie Spielkameraden und so tollten sie stundenlang über die Wiesen, es war ein immerwährender Wettlauf und ein Spiel das ihnen die freude anmerken lies, man sah es in ihren Gesichtern, dieses Funkeln in den Augen. Aby war auch ein begeisterter Beifahrer im Auto, sie sas im Kofferraum und bewunderte die Landschaft, lies sich ein Halsband umlegen und ging ohne Murren überall hin mit wohin ich auch ging. Sobald sie ihren Namen hörte war sie sofort da und ich wusste das würde sich nie ändern solange sie meine Stimme nicht vergisst.
Eines Tages im Sommer war es dann soweit, ich wusste nicht ob ich mich freuen sollte oder traurig sein, weil ich nicht wusste wie sehr sie leiden würde. Es war der Tag der Begegnungen mit ihrer richtigen Familie, der Tag an dem sie endlich ihre Art kennenlernen sollte.
Ich setzte mich mit Ihr erst an den Zaun und beobachtete sie wie sie im Gras mit den Insekten spielte, ganz unbekümmert, daraufhin ging ich mit Ihr in mitten der Schafe, diese vergnüglich grasten wie immer, am untersten Rand des Berges. Aby näherte sich nur zögerlich, erst als ich den Schafen näher kam traute sie sich an sie heran, sie schien nicht gerade beindruckt darüber zu sein. Nach ein paar Tagen solcher Annäherungsversuche beschloss ich mich nun rauszugehn aus der Herde und sie allein unter ihr zu lassen. Ich setzte mich etwas Abseits um zu beobachten was geschah. Aby schrie ganz laut wie vom wilden Affen gebissen, sie suchte mich und lief auf der Wiese auf und ab. Die Herde reagierte daraufhin mit dem das die Anführerin ein mähen von sich gab fortwährend auf das Aby erst garnicht reagierte da sie es nicht gewohnt war daurauf zu reagiern. Die Anführerin kam nah an sie heran, Aby schnupperte an ihren Hörnern und die Anführerin gab durch ein Boxen zu verstehn das sie das lassen solle, dann ging die Anführerin zurück zur Herde und Aby schrie weiter, alle andren Muttertiere schienen um Sorge zu sein was das kleine schreinende Lamm wohl hatte und taten es der Anführerin nach in gleicher Weise. Jedesmal das Selbe...nach einiger Zeit jedoch ging Aby immer näher heran, blieb zwar auf Abstand fühlte sich dennoch zugehörig als alleine da herumzuschreien, das ihr nicht gut tat auf Dauer.
Ich war sehr beruhigt, als ich am Abend widerkam war sie zwar noch etwas Abseits jedoch spührte ich das es ihr ganz recht war nichtmehr allein zu sein und Ihresgleichen um sich zu haben. Ich rief nach Ihr und wie Ausgewechselt trottete sie erst langsam dann ganz schnell, dem Ruf meiner Stimme folgend, zu mir ans Gatter heran.Ich streichelte wie immer über ihren zarten Wuschelkopf und redete liebevoll, mit ruhier Stimme zu ihr. Ich nahm sie dann Abends noch aus der Herde um sie in ihren gewohnten Stall noch zu stellen, da ich befürchtete das der Fuchs sie sonst Nachts holen könnte weil von der Herde noch nicht der nötige Schutz gegeben war. Nach einigen Tagen jedoch fühlte ich das es ihr gut ging wenn sie um ihre Herde wusste und auch das ich nicht dauerhaft weg sei sondern immer noch nach Ihr sah und mich kümmerte.
Ich bin sehr dankbar für diese Erlebinisse die ich nun schon das 5. Mal mit einem Lamm machen durfte, ich begann es nach einer Weile immer aus einer andren Sicht zu sehn, einem neuen Winkel, ich versetzte mich in ein ahnungloses Tier das lansgsam vertrauen fasste und mit der Zeit lernte wo seine Familie ist, wie unbekümmert ein leben sein kann, sei es auch noch so unbedeutend für manchen.
Ich weiss sie wird bald die Herdenfüherin sein,da sie unerschrocken und doch viel bewusster ist als die andren Tiere in der Herde, meine Aby, ich danke Dir das ich Dich geliebtes Wesen erleben durfte und immer noch darf, nur aus einer andren Perspektive und doch schaubar und Nah,
deine
schützende Hand
Abdarel
Geändert von Abdarel (13.08.2006 um 12:49 Uhr)
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13.08.2006, 13:33
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Der Hirte und sein geliebtes Lamm Beitrag #2 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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liebe Abdarel vielen Dank für diese Geschichte - es ist ein Geschenk solche Erfahrungen machen zu können LGichbins
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13.08.2006, 15:19
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Der Hirte und sein geliebtes Lamm Beitrag #3 (permalink)
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~Gaia~
Registriert seit: 24.11.2005
Ort: In meinem Herzen
Beiträge: 11.227
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danke Dir, das Leben ist eben unser grösster Lehrer
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03.03.2007, 12:59
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Der Hirte und sein geliebtes Lamm Beitrag #4 (permalink)
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~Gaia~
Registriert seit: 24.11.2005
Ort: In meinem Herzen
Beiträge: 11.227
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Dir meine liebe Aby, dir gilt mein Dank, selbst im Angesicht deines Todes nahmst du mich noch an der Hand, um mir zu zeigen das DU immer wirst Leben, in mir und ewig wird es dich geben. Ich bleibe am Rande der Wiesen nun stehn, seh dich toben und immernoch strahlen, doch nun scheint es grau und die Trauer noch da, doch dann holt es mich wieder ein, mich zu stupsen ins Jetzt um mir selbst treu zu sein.
In tiefer Verbundenheit
Melanie
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