Der Mann und die Blume
Ein Mann ging die Straße entlang. Er war arm; arm an Geld, arm an Gefühlen, arm an Blidung und Hoffnung exsistierte für ihn auch nich mehr. Er schaute nur auf den Boden. Er blieb stehen und lies seinen Blick über den Wald, die Felder und Wiesen schweifen. Da sah er sie: Eine wunderschöne, lilane Blume ragte zwischen den Grashalmen hervor. Sie schien zu leuchten und zu erzählen. Ihre Schönheit erzählte von Freiheit, Hoffnung und Liebe. Der alte Mann schleppte sich zur Blume. Das Gras schnitt in seine Beine, aber das störte ihn nicht. In der Nähe der Blume bekam er eine Gänsehaut und ihr Duft betäubte ihn fast. Er saß drei Stunden lang bei der Blume, traute sich nicht sie rauszureissen und hielt sie die ganze Zeit in seinen zittrigen Fingern. Er hatte nicht die Absicht, aber plötzlich hiel er sie samt Stiel in der Hand. Er nahm sie mit, denn er konnte sie nicht einfach so im Gras liegen lassen. Der Wind nahm ihm den Hut und die Sonne spiegelte sich in seiner Halbglatze. Er schritt mühsam den Weg zum nächsten Dorf. Auf einer Mauer saß ein junges Mädchen. Sie weinte. Ihre Augen waren geschwollen und ihr Gesicht war rot und feucht. Der Mann legte ihr die Blume in die Hände und ging seinen Weg.
Als eine Träne in die Blüte fiel, blühte diese auf und schien zu leuchten. Ein Lächeln huschte über das verweinte Gesicht. Sie lief zu einer Tür und rief: "Mum, es tut mir leid!" Als die Tür aufging lag nur eine wunderschöne Blume davor. Eine Frau im roten Kleid nahm die Blume und steckte sie in eine hübsche, kalte Vase. Drei Tage später war ihr ganzes Leuchten verschwunden und sie lies den Kopf aus der Vase hängen. Die Frau nahm sie und brachte sie hinaus. Sie atmete die frische Brise ein und lauschte den Vögeln. Sie brachte es nicht übers Herz die Blume wegzuwerfen und ging mir ihr wieder hinein. Sie brachte einer alten Frau am anderen Ende des Dorfes Essen und nahm die Blume mit. Sie schloss die Tür auf und setzte sich zu der Frau auf's Bett. Sie schekte ihr die Blume. Als diese sie in der Hand hatte, blühte sie ein letztes mal hell und leuchtend auf. Die Frau lächelte und sagte: "Endlich!" Sie schloss für immer die Augen und die Blume war verschwunden.