Im Rahmen eines Deutsch-Unterrichtes hatte ich mal die Aufgabe eine Fantasiegeschichte zu schreiben. Der erste Absatz war vorgegeben und das kam dabei raus:
Meine Fantasiegeschichte
Als ich einmal heimlich auf den Dachboden schlich, entdeckte ich eine alte Kiste. Sie war versperrt. Da lag ein verrosteter Schraubenzieher. Ich fummelte damit am Schloss herum. Plötzlich machte es einen gewaltigen Knall. Die Kiste sprang auf. Ich stand in einer riesigen Staubwolke. Erst als sich der Staub wieder gesetzt hatte...
bemerkte ich das ich nicht mehr neben der Kiste auf dem Dachboden stand sondern über unserem Haus schwebte. Ich flog mitten in der Luft über unserem Haus. Die Sonne schien über mir. Weisse Wolken waren zu sehen und unter mir unser Garten mit den vielen grünen Bäumen und der Dachboden.
Ich bemerkte, dass ich in meiner Hand keinen Schraubenzieher mehr hielt sondern einen großen goldenen Schlüssel. Was sollte ich mit dem Schlüssel, fragte ich mich. Da kam eine weisse Wolke auf mich zugeflogen und fragte mich, ob ich Lust hätte mit ihr zu fliegen. Mich wunderte dass die weisse Wolke sprechen konnte. Ich sagte vor Aufregung: "Ja, ich fliege gerne mit dir"
Ich flog mit der weissen Wolke immer höher und höher. Ich bemerkte, dass die anderen weissen Wolken am Himmel hinter mir und der weissen Wolke herflogen.
Plötzlich wurde der Himmel schwarz und ich sah die Sterne und unter mir die blaue Erde und viele weisse Wolken, die mir und der weissen Wolke neben mir nachflogen. Ich fragte die weisse Wolke neben mir, wohin wir fliegen würden. Die Erde hinter mir wurde immer kleiner. Ich sah immer mehr Sterne.
Mittlerweile sah ich verschiedene Sterne und Sternbilder vor mir, neben mir, unter mir, über mir und hinter mir zwischen den vielen weissen Wolken, die uns nachflogen. "Wir fliegen wohl mitten durchs Universum", dachte ich. "Genau!" sagte die weisse Wolke neben mir. "Kannst du meine Gedanken lesen?" fragte ich die weisse Wolke neben mir. "Ja" sagte die Wolke neben mir und weiter sagte sie: "Jede Wolke kann die Gedanken eines bestimmten Menschen lesen; ich kann deine Gedanken lesen. "Aha" sagte ich "und wohin fliegen wir" fragte ich die Wolke, die meine Gedanken lesen konnte. "Schau nach vorne" sagte die Wolke zu mir.
Ich sah in der Ferne zwischen vielen Sternen eine goldene Tür, die immer größer wurde, je mehr wir uns ihr näherten. Dann waren wir an der großen goldenen Tür angekommen. Ich bemerkte das ich immer noch den goldenen Schlüssel in der Hand hielt. Hinter mir sah ich tausende von weissen Wolken. Ja, es könnten Millionen oder gar Milliarden weisse Wolken sein.
Ich schaute hinter die goldene Tür. Da sah ich nichts nur Millionen, Milliarden von Sternen in der Ferne. Die Wolke, die meine Gedanken lesen kann, sprach zu mir: "Du hast einen goldenen Schlüssel in der Hand, damit kannst du die Tür aufschließen." Ich folgte der Anweisung der weissen Wolke und schloss die goldene Tür auf und öffnete sie. Ich sah einen blauen Himmel ohne eine einzige Wolke und grünes Gras und viele Tiere. "Da sind gar keine Häuser und gar keine Menschen" dachte ich.
"Du wirst bald zu den Menschen zurückkehren" sagte die weisse Wolke neben mir. "Doch zunächst machen wir Platz, damit die Millionen, Milliarden Wolken hinter uns durch die goldene Tür fliegen können." Und so passierte es. Ich und die weisse Wolke neben mir sahen zu wie alle weissen Wolken hinter uns durch die geöffnete goldene Tür flogen.
Ich und die weisse Wolke, die meine Gedanken lesen konnte, flogen als letzte durch die geöffnete Tür und wir schlossen sie hinter uns. Die goldene Tür verschwand und ich stand mit der weissen Wolke, die neben mir geflogen ist auf einer grünen Wiese. Um uns herum waren viele Tiere und am Himmel sah ich alle Wolken, die hinter uns her geflogen sind.
Die weisse Wolke neben mir sagte: "Wir müssen uns jetzt voneinander verabschieden." "Wenn ich wieder auf der Erde bin, kannst du dann immer noch meine Gedanken lesen", fragte ich meine Wolke neben mir. "Natürlich" antwortete sie und sie kam auf mich zu und hüllte mich ein.
Ich befand mich mitten in der weissen Wolke und sah nichts mehr von den Tieren und den vielen anderen Wolken am blauen Himmel. Da begann sich die Wolke um mich herum aufzulösen. Und ich bemerkte, dass ich mich wieder auf dem Dachboden befand neben der alten Kiste und in der Hand hatte ich einen Schraubenzieher.
Ich ging ans Fenster des Dachbodens und schaute hinaus in unseren Garten. Am Himmel schien die Sonne und ich sah nur eine weisse Wolke am blauen Himmel. "Ist das die Wolke, die meine Gedanken lesen kann?" fragte ich mich. Ich öffnete das Fenster und versuchte mit ihr zu reden, doch sie antwortete nicht.