Jan van Wieshelsing
Es begab sich einst in Transylwieselien,
Eine schaurig Geschicht meine Lieben,
Dort wo der Mond am grössten ist,
Wird die Sonne oft vermisst.
Dort schwebt zumeist nur der Nebel,
Er ist des Landes unwohl Knebel,
Hier ist auch Wiesula zu Hause,
Der Graf der bitteren Erdbeerbrause.
Die Brause schmeckt-ach soo bitter,
Trinkst Du sie geht los das Gezitter,
Nur die Wehrwiesel können Sie trinken,
Alle Anderen müssen tunlichst davor abwinken.
Doch genug des Vorgeplänkels nun,
Es ist auch die Geschicht des Wehrhuhn,
Das Nachts durch die Landen schleicht,
Alle Wanderer gerne beisst.
Eines Nachts kahm der Wieshelsing,
Wollte Licht ins Transylwiesilien bring´,
Er kehrte in ein Gasthaue ein,
Finstre Gestalten rings-oh NEIN.
Wieshelsing liess sich nicht beirren,
Ging zum Tresen-liess seine Klinge klirren,
"Einmal bitt´re Erdbeerbrause!!!!",
Die ersten Gäste machten schon die Sause.
Der Wirt kahm zitternd näher,
"Herr seid Ihr Euch da auch sicher?",
Wieshelsing schaute nur finster drein,
"SOFORT!!! Schüttes mir ins Glas hinein!!!"
Der Wirt tat wie Ihm aufgetragen,
Schlug Ihm der Duft arg auf den Magen,
"Hier nehmt das Glas,
Aber daraus wird kein Spass!"
Wieshelsing leerte es in einem Zug,
Nichts passierte-war es gar Betrug?,
Sollte er doch zitternd sterben,
Und sich freuen Seine Erben.
Aber er blieb stock und steif,
Rief schnell nach seinem Greif,
Der durch das Dach herein so brach,
Keiner eine Frage frach.
Wusch schon ist er wieder fort,
Fliegt zu nem besond´ren Ort,
Geradewegs auf´s Schlosse zu,
In dem tat Wiesula seine Ruh´.
Angekommen vor´s Portal,
Sprang er runter von des Greifen Schaal,
Auf dem er immer sitzt der Wieshelsing,
Stellte sich vor´s Portal hin.
"Wiesula Du feige Sau,
Mach das Portal sofort auf,
Ich bin gekommen Dich zu begraben,
Damit die Würmer sich an Dir laben!
Ich hab von Deiner Billigbrause was getrunken,
Mann die hat vielleicht gestunken,
Schmeckte nach Füsse und tierisch olt,
Hat mir glatt die Fussnägel aufgerollt."
Da erzitterte das ganze Schloss,
Unter Wiesulas Stimme mit einem Stoss,
"Was wagst Du es Hier hin zu reisen,
Und meine Brause hinunter zu Lobpreisen?"
Es öffnete sich das schwere Portal,
Ächzend unter grosser Qual,
Heraus kahm so ein Gestank,
Jeder Andr´e würd jetzt Todeskrank.
Wieshelsing trat hinein,
Zog sein Schwert von seinem Bein,
Da kahm der Graf schon angerauscht,
In die Eingangshalle reingesausst.
So standen Beide sich schweigend gegenüber,
Musterten sich drunter und auch drüber,
Mit eisigen Blicken starrten Sie,
Heran kahm auch das Hühnervieh.
"Muhahahahahahahahahahaha!",lachte der Graf,
Sein Mundgeruch in Wieshelsings Nase stach,
"Jetzt wirst Du dafür büssen,
Und ich mir mit Deinem Tode die Nacht versüssen!"
"Wehrhühner zerreisst den Wicht,
Lasst über keinen Fetzen nicht,
Ich werd mir nicht die Pfoten beschmutzen,
Meine Frisch lackierten Nägel an Ihm abnutzen!"
Die Wehrhühner zu Hunderten sprangen los,
Das gegacker war riesig gross,
Wollten den Wieshelsing nun zerfetzen,
Ihn ganz schnell zu Tode verletzen.
Da erhob Er sich in die Luft,
Nahm sein Schwert Namens Tötergruft,
Dreht sich wie ein Tornado,
Plärrte das grausam Todesstackato.
Es flogen Federn in Unzahl hernieder,
Als Wieshelsing berührte den Boden wieder,
Hat Er Alle Wehrhühner zerhackt,
Sie haben in Angst Wiesula zugekackt.
Der Graf schüttelte den Kot hinfort,
"Na warte ich schick Dich in den Todesort,
Dort wo Du für IMMER leiden wirst,
Mit den Knochen auf Ewig knirschst!"
Das Duell verfinsterte die Nacht,
Prallten zwei mit solcher Macht,
Gegeneinander-welch ein Kampf,
Die Nacht schrie wie unter einem Krampf.
Es blitze-donnerte und stürmt,
Gewalten Mächte sich Nun aufgetürmt,
Die Energie war RIESIG mächtig,
Beide voll im Kampf beschäftigt.
Das Schloss zerfiel allmählich nun,
Bröckelte ganz langsam ringsherum,
Wiesula bot Alles auf,
All seine Macht viel zu Hauf.
Wieshelsing öffnete sein Inneres,
Heraus kahm noch viel schlimmeres,
Er war so von Macht erfüllt,
Dass das Schloss unter Schmerzen brüllt.
"Was tust Du Du elender Narr,
Ich bin Graf Wiesula,
Mich kannst Du nicht besiegen,
Nimmer mich unter die Erde kriegen!"
"Ach das glaubst auch nur Du,
Deine Mutter ist´ne blöde Kuh,
Ich habe mal bei Ihr genächtigt,
Heraus kahmst Du so blöde mächtig!"
Wiesula quoll über vor so viel Zorn,
Er war ganz Edel doch gebor´n,
Stammt ab vom alten Vampirgeschlecht,
Jetzt wird sich an Wieshelsing gerächt.
Die Beiden kämpfen ach soo lang,
Viele Tage die Zeit verann,
Es schien kein Ende mehr in Sicht,
Als die Sonne durch die Wolken bricht.
"Neeeeeeeeeein!",schrie der Graf am Spiess,
"Diese Technik die ist mies,
Wieso wendest Du Sie an,
Du herzlos grausam Wieselmann?"
Da lachte Wieshelsing nur,
"Hahahaha ich wollte Spass ganz pur,
Ich hätte sie schon längst machen könn,
Aber ich wollte hören Dein geflenn.
Jeder weiss ja das Du Wiesula,
Fühlst Dich für den stärksten Mahr,
Ich wollte nur Deine Ausdauer testen,
Sorry Deine Brause gehört nicht zu den besten!"
"Du verspottest mich noch im Angesicht des Todes,
Machst mich nieder wie Herodes,
Wieso so sage mir nur eins,
Warum lässt Du mir nicht das Leben meins?"
Wieshelsing hielt sofort Inne,
Bei so viel Wärme in des Grafen Stimme,
Wie kann er Ihn da noch töten,
Also trat er Ihm einfach in die Klöten.
"Boah Du bist so ein Arsch,
Ich kahm zu blasen Dir den Marsch,
Aber ich sehe Du hast ein Herz,
Ich spüre Deinen Seelenschmerz!
Ich lasse Dich nochmal am Leben,
Sollst Du ab heute nur noch Liebe geben,
Wenn Du aber wieder hassen wirst,
Sei Dir sicher Dein Kopf unter meinem Stiefel knirscht!"
......und so nahm das Schicksal seinen Lauf,
Wiesula wurd Herzlich und gut drauf,
Seitdem schmeckt seine Brause süss,
Schmeckt nach Liebe und nicht mehr nach Füss.
written by Daniel Renkel