Sie ist einzigartig
Schwebend durch die Luft,
Eine gewisse Distanz zu ihresgleichen haltend,
So als möchte sie nicht mit ihnen in Verbindung gebracht werden
Als möchte sie ihre Einzigartigkeit um jeden Preis erhalten
Doch es spielt keine Rolle
Nur ein sehr guter Beobachter wird merken
Dass es sie nur einmal gibt
So wie es diejenige, die an ihr vorbeischwebt, auch nur einmal gibt
Obwohl alle aus gleichen Atomen bestehen, aus gleicher Materie geformt sind
Und obwohl es Milliarden von ihnen gibt
Doch es spielt keine Rolle
Vom Winde getragen, schwebt sie neben den anderen her
Schwebt an ihnen vorbei
Fast bedacht, diese nicht zu berühren
Freut sie sich ihrer Einzigartigkeit?
Oder trauert sie, alleine zu sein?
Nun, es spielt keine Rolle
Ein feiner Beobachter könnte Millionen von Jahren damit verbringen
Ihresgleichen zu suchen
Ohne ein Ebenbild von ihr zu finden
Er könnte sich auch ebensosehr des Facettenreichtums erfreuen
Die eine so einfache Materie zutage bringt
Doch spielt es eine Rolle?
Sie ist nur unser Spiegel
Obwohl wir immer wieder unserer Art begegnen
Bleibt uns dennoch unsere Einzigartigkeit erhalten
Mal stimmt es uns traurig, scheinbar getrennt zu sein
Mal stimmt es uns stolz, ICH zu sein
Spielt es für dich eine Rolle?
Langsam scheint der Boden zu ihr aufzusteigen
Ihr seine Wärme entgegenzustrecken
Sie lässt sich nieder und nimmt die Wärme an
Um zu schmelzen und dem Wasser der anderen zuzufliessen
Die ebenso wie sie nun ihre Einzigartigkeit aufgegeben haben
Und es spielte keine Rolle