Wir sind die Anderen
Nun hast du deine Entscheidung getroffen!
Ich wiederhole es noch einmal: Für den, der diese Schwelle einmal übertreten hat, wird es kein Zurück mehr geben. Es ist wie ein Fluß, den man versucht aufzuhalten. Auch ein Staudamm benötigt einen Ausgang, damit er dem Druck des Wassers standhalten kann. Und wenn du nun zurück möchtest, wird auch die Kraft der anderen Welten immer wieder in dein normales Leben eintreten. Es liegt also an dir, hier zu bleiben und diese Kraft für dich in Anspruch zu nehmen, anstatt sie unkontrolliert über dich hereinbrechen zu lassen.
Doch wisse:
Wir sind die Anderen
Wir sind die, die unsere Gesellschaft betreten und sie wieder verlassen als wären wir von ihr losgelöst.
Wir sind die, die sich ihr Leben so gestalten, wie es für uns wichtig erscheint, die unsere Realität bewusst erschaffen.
Wir sind die, die sich von dem normalen bekannten Leben distanzieren können, die es beobachten können, ohne von ihm gelebt zu werden.
Wir sind die Anderen
Und all diejenigen, die noch in der Gesellschaft festsitzen, die sich daran klammern und deswegen die Struktur aufrechterhalten; weil sie glauben, eben diese Struktur gäbe ihnen Halt, all sie sind Gegner.
Ich sage Gegner, da sie unserer Sicht gegenüber stehen, doch ich sage nicht Feinde. Sie wissen nicht, dass sie noch im System gefangen sind. Auch die, die auf der Suche sind, sich aber noch nicht entschieden haben, hängen noch an den Fäden des Netzes, welches sich über sie ausgebreitet hat und sie gefangen hält, unsichtbar, geruchlos, unmöglich es zu be-greifen.
Einige wenige beobachten uns. Einige mit Neugier, andere mit Argwohn. Für einige sind wir das Feindbild in Person, wiederum andere verstehen uns nicht.
Denn in ihren Augen…
sind wir die Anderen
Doch wenn wir ihnen begegnen, und ihnen die Wahrheit anbieten, wenn wir Ihnen zeigen, dass ihre Welt vielleicht nicht so ist wie sie scheint, verschließen viele ihre Augen. Sie möchten nicht wissen, ob ihre Gefühle wirklich wahr sind, oder ob sie das sind, was man ihnen beigebracht hat. Sie möchten nicht hinter das Konzept blicken, sondern sehen weiterhin das, worauf sie konditioniert wurden. Für diese Menschen ist das Nichtwissen ein Segen.
Doch wisse, dass es nicht an uns ist, die anderen zu finden, um sie zur Schwelle zu geleiten. Es ist nicht an uns, die Menschen auszusuchen, wir können nicht mit dem Finger auf sie zeigen, um sie zu einem der unseren zu machen. Nur wenn jemand uns aufsucht, können wir ihm den Weg zeigen.
Ich weiß, es ist nicht unbedingt was du erwartet hast.
Denn viele wollen uns treffen. Aber du weißt, dass mehr dahintersteckt, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.
Verwirrt?
Du brauchst Zeit, lass all dies einsinken. Denn auch ich weiß, dass es schwierig ist, den Weg zu erkennen, auch wenn er sich genau unter den Füßen befindet.
Oder etwa wütend?
Du wirst lernen müssten, von dieser Wut loszulassen, du wirst lernen lassen, alles loszulassen.
Den Jüngeren fällt dies leichter, sie haben erst begonnen ihren Weg zu beschreiten. Aber die Älteren, die Erwachsenen, sie hatten schon vorher ein Leben. Es wird schwierig für die Älteren werden, loszulassen.
Hast du dir schon jemals das Wunder des Lebens genauer angeschaut, hast du ihre Schönheit bestaunt? Ich sehe mir die Gesellschaft oft an, und erblicke dann die Menschen, die unbewusst vor sich hinleben. Natürlich ist es möglich, dass auch diese Menschen in ferner Zukunft auch ein bewusstes Leben haben, aber zur Zeit gehören sie noch zum System.
Und dabei hat jeder Mensch das Recht glücklich zu leben, doch schau sie dir an, wie sie von einem Misserfolg zum nächsten stolpern, herumirren und sehnsüchtig nach fernen Zielen greifen. Es scheint mir als würden die Menschen ihre Realitat damit definieren, dass sie tagtäglich Leiden und Not erleben.
So gibt es auch viele, die versuchen, diesem Leben zu entkommen. Doch sie wenden sich nicht an uns, sondern suchen andere Auswege.
Und bleiben doch gefangen.
Du glaubst es nicht?
Ach ja, du versuchst immer noch zu begreifen, dass all das, von dem du überzeugt warst, dass es in deinem bisherigen Leben real war, nun doch nicht real ist.
Ich kann nur wiederholen, was ich dir vorher schon gesagt habe: Ich kann dir keine Beweise geben, ich kann dich nur bitten, zu vertrauen. Du wirst lernen, nicht mit dem Verstand sondern mit dem Herzen zu glauben.
Denn der Glaube liegt jenseits von Warum oder Warum nicht.
Denn dort liegt der Unterschied…
Der Unterschied zwischen dem Gedanken, den Weg zu kennen und ihn wirklich zu gehen.
Dann bist du anders!
Das zu begreifen ist, als wenn du liebst. Man kann es nicht erklären, man weiß es einfach.
Und noch etwas…
Ich habe dir nur gesagt, was du hören musstest.