Auf Lenas Beerdigung
Regenschirme, schwarze Menschen,
Kälte erzittert, der Himmel weint.
Rosen verkünden Liebe und Licht,
so traurig im Glanze der Tränen.
Schwarze Äste vor weißem Himmel,
geschluchztes „Dein Wille geschehe“.
So viel Gefühl, Verzweiflung, Bewusstsein,
Gesang eines Vogels beginnt.
Abschied und Ende der Inkarnation -
Leib, - der Tempel Gottes war,
wir danken und geben ihn frei.
Erde zu Erde,
Staub zu Staub,
auf dass neues Leben beginne.
Vergeblich suche ich ihre Seele,
im weißen Sarg, mit Schmetterlingen drauf.
Liebes Bewusstsein, weißt du denn nicht,
wo Lenas Bewusstsein jetzt ist?
Vereint mit der Seele,
am Jenseits-Ort,
wo alle Seelen wohnen,
schaut sie nun dankbar zu dir zurück,
auf das, was du ihr hast gegeben,
als ihr Bewusstsein für kurze Zeit
in diesem Körper wohnte.
Da sprach meine Seele:
Ich weiß es gar wohl.
Lenas Seele war längst mir bekannt,
schon lange, bevor sie geboren.
Ich willigte ein, auch für kurze Zeit,
ihr Vater und Mutter zu sein.
Sieben Jahre, so war es geplant,
nahm sie teil an dem Leben,
dann war ihr Lebenswerk getan,
und sie kehrte hier her zurück.
Trockne die Tränen, es ist, wie es war.
Im Seelen-Reich stehn wir nebeneinander.
In Liebe vereint, an den Händen gefasst,
so war es auf Erden,
so bleibt es für immer,
das Band der Liebe stirbt nie.
Geheimnis ihres Lebens,
unfassbar, verborgen,
Perle in der Muschel, aus Schmerz geboren,
und doch wunderschön!
Bewusstsein, du grämst dich,
und kannst doch nichts ändern:
Du hältst an dem fest,
was nicht mehr wird sein.
Der Blick in die Zukunft ist tot und zu Ende;
drum wende ihn ab, blick‘ zurück und erkenne:
Alles was war, lebt in Ewigkeit weiter.
Unvergänglich, nie erlöschend, ist
der Reichtum deines Herzens.
So nehm´ ich nun das Geschenk ihrer Liebe,
und wachse damit und daran.
Und lasse in ihren Fußstapfen dann,
die Rosen erblühen.