Du hörst uns,
du weißt es nicht,
aber du hörst uns,
nicht nur, wenn die Mondsichel silbern blinkt
und der Rand der Wildnis einsam winkt.
Du hörst uns,
denn wir sind in dir,
wir singen das,
was du Gedanken nennst,
auch wenn du sie für deine eignen hältst.
Du hörst uns,
wenn der große Gesang erklingt,
wenn der Wolf die Wölfin ansingt,
und die Wölfin die Mondin anspringt,
und neue Träume, neue Worte uns bringt.
Du weißt es nicht,
doch deine Sehnsucht brennt
nach uns, wenn du "Gassi" gehst,
und du unsre kleinen Brüder versorgst,
und sie bis in dein Bett hineinnimmst.
Du kennst uns nicht,
doch ahnst du es,
wie ein paar wenige deiner Brüder
uns Gefährten und Freunde sind,
im Schatten von Nacht und Wind.
Du fürchtest dich nun,
weil dein eigner Gesang
nur aus Lautsprechern quillt,
und nichts deine Leere füllt,
und denkst DU wärst Gottes Bild.
Du fürchtest den Tod,
den größten der Brüder,
den herrlichsten Dichter aller Lieder,
du lebst doch im Leben und kommst ewig wieder,
ach Brüder, versteht doch, kommt wieder.