Hallo,
eine interessante Frage, die da gestellt wurde...Ich habe den Beitrag schon vor einigen Tagen gelesen, wusste aber nicht so recht, was ich dazu schreiben soll.
Als absolute Tierliebhaberin habe ich im Laufe der Jahre einige Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt und eigene Eindrücke gewonnen. So hatte ich beispielsweise eine besonders enge Beziehung zu einem Pferd, welches leider damals nicht mein eigenes gewesen ist. Es hatte mir nach einem schweren Sturz meine Ängste genommen, und wir waren uns auch äußerlich exxtrem ähnlich. Jeder sagte: "Ihr passt zueinander wie der `Deckel auf den Pott`"

Viele hielten das Pony für "falsch" - es legte gerne mal die Ohren an und schnappte. Bei mir tat es das nie. Es erkannte mich am Schritt, folgte mir überall hin und begrüßte mich stets mit einem fröhlichen Grummeln. Es herrschte eine unerklärliche Harmonie zwischen uns. Kein anderes Pferd konnte mir jemals das geben, was uns verband. Wenige Monate, nachdem ich mit meinem eigenen Pferd den Hof verlassen hatte, starb das Pony an einer schweren Kolik und muss unendlich gelitten haben. Meine Trauer darüber war unendlich groß und ich werde den kleinen Kerl immer in meinem Herzen tragen.
Mit einer meiner Katzen war es ähnlich. Als sie knapp 10 Wochen alt war, holte ich sie aus dem Tierheim. Als Baby war sie nicht besonders hübsch. Sie hatte überdimensional große Ohren, einen ellenlangen Schwanz, viel zu lange Beine und ein winziges Gesicht. Alles in allem sah sie mehr nach einer kleinen Fledermaus aus. Fast 50 kleine Katzen wuselten damals um mich herum - nur meine "Gina" hockte auf ihrem Kratzbaum und sah mich mit ihren riesigen, klugen Augen an. Ich MUSSTE sie einfach mitnehmen! Gina entwickelte sich zu einer hübschen, schwarz - weiß gefleckten Katze. Mit ihrem Charme wickelte sie sogar Katzenhasser um den kleinen Finger.
Auch mit dieser kleinen Maus verband mich etwas Unerklärliches. Sie spürte, wenn es mir nicht gut ging, wir verständigten uns per Gedankenkraft. Allein mit den Gedanken konnte ich sie beruhigen, sie streicheln oder ermahnen - das funktionierte auch durch verschlossene Türen. Gina wurde stolze 21 Jahre alt. Bevor sie starb, bat sie mich in einem Traum, gehen zu dürfen. Wir nahmen stückweise Abschied voneinander; sie schlief friedlich zu Hause in meinen Armen ein. Es war zwar ein trauriger Abschied, aber letztlich ein gutes Ende.
Zwei Jahre nach ihrem Tod traten erneut 2 kleine Kätzchen in mein Leben. Mit beiden der Tiere verbindet mich sehr viel. Bei meinem Tigerchen ist es besonders ausgeprägt. Als Scooter mich das erste Mal sah (damals war er knapp 6 Wochen alt), kam er auf mich zugetappst und leckte mir das ganze Gesicht ab. Es war, als wolle er förmlich in mich hinein kriechen. Inzwischen ist er fast ein Jahr alt und verhält sich nur bei mir so. Sein Wesen erinnert mich stark an Gina - die Verbindung ist sehr ähnlich und ich hoffe, dass wir einander noch lange begleiten werden.
Manchmal kommt er mir wie ein kleiner
Engel vor - irgendwie "nicht von dieser Welt". Menschen, die keine Tiere haben, können das kaum nachvollziehen.
Ja, vielleicht ist DAS
Seelenverwandtschaft. Erklären kann ich es nicht wirklich; ich SPÜRE es nur. Es ist sehr leicht für mich, eine "Verbindung" herzustellen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Tiere von grundauf ehrlich sind. Sie verbergen nichts. Sie spielen uns nichts vor. Sie sind absolut "echt" - und wenn sie lieben, dann tun sie das ohne Bedingungen, ohne "Wenn" und ohne "Aber". Damit lehren sie uns so viel, dass ich es mitunter kaum fassen kann.
Gestern las ich in einer namenhaften Fachzeitschrift einen höchstinteressanten Artikel über dieses Phänomen. Darin heißt es u. a., dass Tiere uns "spiegeln". Sie ähneln ihren Besitzern oft verblüffend in Charakter und Aussehen. Davon können beide profitieren; doch manchmal ist die Ähnlichkeit geradezu unerträglich.
Das Ganze ist nicht nur "an den Haaren herbei gezogen", sondern wird sogar wissenschaftlich belegt. Es ist ERWIESEN, dass jedes höher entwickelte Lebewesen - sozusagen von der Maus bis zum Menschen - einen "Spiegel" im Gehirn hat. Diese "Spiegelneuronen" werden durch bestimmte Beobachtungen aktiv und sorgen dafür, dass unser "Interpretationsprogramm", aber auch unsere Intuition, unsere
Sensitivität und unsere empathischen Fähigkeiten "geweckt" werden. Die Neuronen bringen uns also letztlich dazu, auf "anderer Ebene" miteinander zu kommunizieren.
Zitiert wurde in dem Artikel dieser Spruch von Rudolf G. Binding:
Das Pferd ist Dein Spiegel.
Es schmeichelt Dir nie.
Es spiegelt Dein Temperament.
Es spiegelt auch Deine Schwankungen.
Ärgere Dich nie über Dein Pferd:
Du könntest Dich ebenso über Deinen Spiegel ärgern!
Ich möchte hier keine Schleichwerbung betreiben und darf sicher aus urheberrechtlichen Gründen nicht zu viele Inhalte des Textes wiedergeben.
Wer sich interessiert, kann sich gerne per PN melden. Gerne teile ich Euch mit, wo der Artikel zu finden ist.
Liebe Grüße,
Crazy