Kennst du vielleicht das Phänomen, man ist z.B. schwanger, und plötzlich sieht man überall Kinderwagen, Babies, findet Geschäfte mit interessanten Kindersachen - alles scheint "zufällig", überall begegnet man es. Dasselbe kann auch zwischen Personen passieren, weil man an ihn oder an sie denkt. Und scheinbar führt uns ein "Geist", ausgerechnet findet man sich immer wieder z.B. an Orten, wo einst was besonderes gewesen ist, oder man findet alte Sachen wieder, die man verloren glaubte - alles wenn uns ein "Geist" führt und wir mit Zufällen überschüttet würden.
Nun kann man zunächst denken, boah, das ist bestimmt eine Seelenverwandtschaft. Sehe ich aber nicht so. Hier ist man selbst der Denker und Schöpfer solcher Zufälle, nämlich dank und kraft unseres eigenen unbewußten Denkens, dass sich pausenlos mit dem brennendesten Thema beschäftigt, das uns besonders am Herzen liegt, oder wofür wir uns gerade besonders interessieren.
Unsere Gedanken sind nicht machtlos, sie können wie Antennen wirken und man kann damit auch gewissermaßen kommunizieren. Man denkt an jemanden, und schwupp ruft er "zufällig" an. Warum, weil zwei Gedanken sich im Gedankenmeer trafen, denn sie waren von gleicher Qualität.
Am besten ist dieses Phänomen in der hawaiianische HUNA-Lehre erklärt, wie wir über Gedanken- oder Gefühlsenergien miteinander kommunizieren können. Wir senden einen Gedanken-/Gefühlsstrahl aus, und wir bekommen Antwort, finden Orte oder sehen genau das (Babies?), was uns gerade brennend interessiert.
Da du soviele Orte "zufällig" aufzusuchen scheinst, meine ich, dass du sehr stark bewußt und unbewußt an deinen Freund denkst ("krallen mit Gedanken"

) und dass du auch deine Gefühle dabei freien Lauf läßt. Beide Energiestränge, auch wenn du sie physisch nicht sehen kannst, wirken wie Antennen und sie bieten dir das an, was du dir erhoffst, vorstellst oder "suchst".
Es mag sein, dass du dadurch einen gewissen Trost in dir verspürst, auch wenn sich Wehmut oder Trennungsschmerz mit darin vermischt. Bei einer Trennung ist es nun mal so, dass man verstärkt an den anderen denkt, wenn man ihn zurück haben will. Mit der Zeit entfremdet man sich dem anderen, und die Gedanken- und Gefühlsintensität läßt nach, also werden auch solche Phänomene mit der Zeit vergehen.
Bei einer Seelenverwandtschaft wären meiner Meinung nach eher andere Dinge auffällig. Zum Beispiel, man kennt jemanden nicht, aber man sieht irgendwo einen Namen, und ohne zu wissen, wer dahinter steckt, scheint uns dieser Name wie ein Flutlicht anzustrahlen und unsere Augen werden von diesem Namen nahezu magnetisch angezogen, ohne dass man sich dagegen wehren kann. Man würde sich wundern, wie einem geschieht, obwohl man diesen Namen noch nie zuvor gehört hat bzw. mit so einem Namen nie was zu tun hatte. Auf einmal, funkt es innerlich, als wenn eine Alarmglocke angeschlagen hätte, wie im Nebel, als sei eine Erinnerungsmarke aus tiefster Tiefe im Aufsteigen.
Man sollte nicht alles sogleich mystifizieren, manchesmal ist es einfach der Mensch selbst, der seine Zufälle erschafft - auch durch Gedanken-/Gefühlskraft.
Ich hoffe, ich habe dich nicht desillusioniert, denn natürlich hoffe ich für dich, dass alles so geschieht, wie du es dir für dich wünscht und was dir gut tut. Die Chinesen sagen es ganz schlicht: "Wenn du immer an eine Person denkst, mußt du sie suchen und bei ihr sein." Vielleicht solltet ihr nochmal miteinander reden? Vielleicht würde es dir weiterhelfen, dich neu zu finden?
Alles Gute!