Hey

Irgendwie erschließt sich mir bei dir kein konsistentes Bild.
Auf der einen Seite sagst du, dass es dir nichts ausmacht, deine DS nicht zu sehen und auf der anderen Seite sagst du, du hast Angst davor. Das widerspricht sich. Warum hast du Angst? Arbeite mit der Angst, die will dir was wichtiges sagen. Was sagt sie über dich aus?
Du sagst, du hättest nicht mehr die gleichen Gefühle. Inwieweit darf man denn erwarten, dass sich solche Gefühle ändern? Wenn du Angst hast, dass deine DS deine Beziehung zerstört, bedeutet das doch eher, dass du dich vor deiner eigenen Zuneigung fürchtest, weil die eben eine Gefahr darstellt. Solang du dich aber davor fürchtest, willst du sie nicht wahrhaben. Was wäre, wenn du die Zuneigung für dich annimmst und trotzdem versuchst eine glückliche Beziehung zu führen?
Mal von deiner Zuneigung abgesehen, wovor hast du noch Angst, wenn du ihm begegnest?
Du sagst deine DS ist "nicht fertig mit ihren Leben"? Inwieweit ist man jemals fertig mit seinen Leben? Dann können wir ja alle warten bis wir alt und tatrig sind - und selbst da ist noch keiner fertig. Was ist der wirkliche Grund, warum ihr getrennt seid? Worauf wartest du in Wirklichkeit?
Warum gibt es denn diesen neuen Mann überhaupt? Er macht dich glücklich, ok. Das macht Schokoladeneis mich auch

Aber was liebst du alles an ihm? Warum ausgerechnet er? Weil er bereit ist sein Leben für dich hinzuschmeißen? Ist das nicht etwas wenig?
Wenn man eine neue Partnerschaft eingeht, ist das immer richtig schwer. Und irgendwie sind Vergleiche zwischen den Neuen und der DS generell unfair. Weil es zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe sind. Auch wenn du das ganze noch nicht bearbeitet hast- ein anderer Mensch, den du wirklich liebst, kann dir dabei helfen und dir auf den Weg der Selbstfindung behilflich sein.
Versteh mich bitte nicht so, dass ich dich angreifen und an dir rumkritisieren will. Ich will dich nur etwas zum Nachdenken anregen. Bei mir entsteht der Eindruck, dass du unzufrieden bist, vor allem weil du dir nicht über dich selbst und deine unbewussten Gefühle im klaren bist. Und das ist erst einmal die Grundbasis, um die richtigen Fragen zu stellen und daraufhin die richtigen Antworten zu finden mit denen du dich wohl fühlst.