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Alt 11.02.2008, 18:58   Blicke in eine anderer Wirklichkeit (Teil 1) Beitrag #1 (permalink)
Elias Erdmann
Benutzer
 
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Registriert seit: 08.02.2008
Ort: In der Nähe von Frankfurt
Beiträge: 56
Blicke in eine anderer Wirklichkeit (Teil 1)

Hallo allerseits,

ich bin hier neu im Forum und will mich an dieser Stelle mal kurz vorstellen – und zwar mit einem eigenen Text, der auch in Buchform erschienen ist. Deshalb habe ich mir diesen Bereich „Bücher & Eigene Texte“ für den Einstieg ausgesucht.

Hoffentlich gibt es hier im Forum keine Verwechselungen mit „elias1111“, aber ich wollte halt den Namen beibehalten, den ich auch sonst im Internet verwende. Es würde sicherlich auch Irritationen geben, wenn ich überall mit einem neuen Namen auftauche.

In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit der Symbolsprache der Märchen, Mythen und biblischen Texte beschäftigt. Daraus ist ein Buch entstanden (Blicke in eine andere Wirklichkeit), das man kostenlos als PDF-Datei aus dem Internet laden kann:

http://home.arcor.de/elias_erdmann

Weil ein Ausdruck mit einem Tintenstrahl-Drucker ziemlich teuer und aufwendig ist und weil ein ausgedruckter A4-Aktenordner auf Dauer ziemlich unhandlich ist, gibt es das Ganze auch fertig gedruckt als Taschenbuch, das man ganz normal über den Buchhandel beziehen kann. (Ich selbst verkaufe keine Bücher und kann keine Bestellungen annehmen.)


ISBN: 3937568824


Mein bisheriger Weg:

Als Jugendlicher habe ich mich zwar auf Wunsch meiner Eltern konfirmieren lassen, aber eigentlich war ich zu diesem Zeitpunkt eher atheistisch eingestellt. Mit etwa 15 oder 16 Jahren hatte ich jedoch einen Traum, bei dem ich ein Ereignis sah, das am folgenden Tag tatsächlich eintraf. Diese Erfahrung konnte ich nur so erklären, dass es eine geistige Instanz geben muss, die schon etwas weiter vorausplant, als ich es selbst tue. So wurde mein Interesse an spirituellen bzw. esoterischen Themen geweckt. Von diesem Zeitpunkt an las ich alles, was ich zu diesem Themenkreis in die Hände bekam, aber bei den meisten Büchern stieß ich früher oder später auf ganz massive Fehler und Widersprüche. In den Büchern wurde zwar vieles behauptet, aber das Viele passte nicht wirklich zusammen und es ergab in der Summe kein Ganzes. Es war tatsächlich nur sehr wenig dabei, was einer kritischen Prüfung standhielt. Ich machte trotzdem weiter. Und etwa zwanzig Jahre später stand ich schließlich vor einem riesigen Sammelsurium unterschiedlicher und sich gegenseitig widersprechender Aussagen aus ganz unterschiedlichen Quellen, die ich entweder glauben konnte oder auch nicht. In dieser Situation ging es mir so ähnlich wie dem alten Faust: Da stand ich nun, ich armer Tor, und war so klug als wie zuvor!

Im Februar 2001 bekam ich jedoch in einem Internetforum eine relativ banale Frage gestellt (zur Symbolik des Davidsterns), die mich letztendlich aus dieser Sackgasse herausführte. Diese Frage gab mir den entscheidenden Impuls, so dass ich mich nochmals etwas genauer mit der Vier-Elemente-Lehre beschäftigte (und ganz speziell mit der Polarität der Elemente). Mir fiel auf, dass diese Elemente (Feuer, Luft, Wasser, Erde) auch in der Bibel sehr häufig vorkommen, z.B. das Wasser: Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Moses wurde im Wasser ausgesetzt. Später durchquerte er das Wasser auf dem Weg ins gelobte Land. Johannes der Täufer taufte mit Wasser. Jesus wandelte auf dem Wasser. usw. Und so fing ich an, die biblischen Texte aus der Perspektive der Vier-Elemente-Lehre zu interpretieren. Wenn z.B. am dritten Schöpfungstag Wasser und Erde getrennt werden, dann entspricht das einer Wasser-Erde-Polarität. Und wenn am fünften Schöpfungstag die Tiere der Luft und des Wassers geschaffen werden, dann handelt es sich um eine Luft-Wasser-Polarität.

Man kann die Polarität von vier Elementen als eine Kreuzstruktur darstellen. Es gibt jedoch drei unterschiedliche Arten, wie man die vier Elemente als Polaritätenpaare anordnen kann.

1: Wasser-Erde und Feuer-Luft
2: Wasser-Luft und Feuer-Erde
3: Wasser-Feuer und Luft-Erde

Daraus ergeben sich drei Kreuzstrukturen, die man wiederum zu einer Dreifachkreuzstruktur zusammensetzten kann. Ich entdeckte, dass diese Dreifachkreuzstruktur in der biblischen Schöpfungsgeschichte ganz systematisch aufgebaut wird und dass diese Struktur eine sehr große Ähnlichkeit mit dem kabbalistischen Lebensbaum hat. Es wird sogar in der Schöpfungsgeschichte ein Vertauschungs-Schema für die Balken angedeutet, so dass man das Dreifachkreuz in den Lebensbaum umbauen kann.

Übrigens: Wenn man so eine Kreuzstruktur mit drei Querbalken anschaut, dann sieht es tatsächlich so ähnlich aus wie eine Wirbelsäule mit drei Rippenpaaren. Die Sache mit der Rippe hat also durchaus ihren tieferen Sinn.

Dieses Dreifachkreuz (und die damit verbundene Symbolik) hat sich für mich als eine Art „Universalschlüssel“ herausgestellt, durch den ich einen ersten Einstieg in die esoterische Bedeutung der Bibel bekam. Viele Bibeltexte, die ich vorher aus der traditionellen Perspektive als unlogisch und widersprüchlich empfunden hatte, ergaben aus dieser esoterischen Perspektive plötzlich einen Sinn.

Das eigentlich Interessante daran war nun: Diese esoterisch-symbolische Ebene konnte ich nicht nur in den biblischen Texten erkennen, sondern auch in meinen eigenen „inneren Bilder“ (z.B. in Träumen, Phantasien, Halbschlafbildern, ...). Meine inneren Bilder waren also in einer ganz ähnlichen Weise verschlüsselt wie die biblischen Texte. Dadurch entstand in mir ein gegenseitiger Verstärkungseffekt. Die Symbolik der Bibel sensibilisierte mich einerseits immer mehr für die Symbolsprache meiner inneren Bilder und auch umgekehrt. Auf diese Weise konnte ich nun Schritt für Schritt immer mehr von dem „esoterischen Wissen“ freilegen, das in den alten Texten verborgen war – und ich konnte gleichzeitig auch immer mehr von dem „innen Wissen“ freilegen, das in mir selbst verborgen war.
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Alt 11.02.2008, 19:00   Blicke in eine anderer Wirklichkeit (Teil 1) Beitrag #2 (permalink)
Elias Erdmann
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Registriert seit: 08.02.2008
Ort: In der Nähe von Frankfurt
Beiträge: 56
Blicke in eine andere Wirklichkeit (Teil 2)

Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die biblischen und mythischen Texte genau zu diesem Zweck geschaffen wurden. Es sind gewissermaßen „Übungstexte“, um die Sprache zu erlernen, in der sich das Göttliche IN UNS offenbart. Für einen solchen Übungstext ist es auch gar nicht wichtig, ob er in einem historischen Sinne wahr ist. Die Übungstexte in meinem alten Englisch-Schulbuch waren auch frei erfunden – und trotzdem waren sie geeignet, um die Sprache zu erlernen.

Der Vergleich mit dem Erlernen einer Fremdsprache zeigt uns aber auch noch eine andere wichtige Konsequenz. Wir müssen nämlich nicht GLAUBEN, dass ein fremdsprachiger Text eine bestimmte Bedeutung hat, sondern wir können diese Bedeutungsebene eines fremdsprachigen Textes selbst ERKENNEN. Auf diese Weise kann der „Glaube“ durch die eigene „Erkenntnis“ (= Gnosis) ersetzt werden. Und es ist ein ganz enormer Unterschied, ob man die Religion als ein Glaubenssystem verwendet oder ob man sie als ein Erkenntnissystem verwenden kann.

Seit 2001 habe ich nun daran gearbeitet, dieses spirituelle Erkenntnissystem weiter zu optimieren und didaktisch so aufzubereiten, damit es auch für andere nutzbar ist. Dieses System ist eigentlich gar nicht besonders kompliziert, aber es gibt leider durch unsere kulturelle Vorprägung einige traditionelle Vorstellungen und Tabus, die sehr tief in uns verankert sind und die den Zugang erschweren können. Manche Motive werden heute üblicherweise wörtlich und historisch interpretiert, obwohl sie eigentlich in einem übertragenen Sinne und geistig gemeint waren. Und manche Motive wurden von der Kirche verteufelt, obwohl sie ursprünglich eine positive Bedeutung hatten oder zumindest einen positiven Teilaspekt. Man muss sich also von einigen traditionellen und liebgewonnenen Vorstellungen trennen, um das System nutzen zu können – und das fällt manchmal halt ziemlich schwer.

Für heutige Christen mag es sicherlich auch sehr ungewöhnlich erscheinen, wenn ich die Vier-Elemente-Lehre auf die Bibel anwende. Aber so neu ist diese Idee gar nicht. Vor 2000 Jahren gab es im hellenistischen Judentum auch schon entsprechende Ansätze. Ummittelbar vor der Entstehung des Christentums lebte z.B. der jüdische Theologe Philon von Alexandria, der einen großen Einfluss auf die spätere christliche Theologie hatte (z.B. auf Origenes). Seine genauen Lebensdaten sind unbekannt. Man weiß nur, dass er im Jahr 39 schon im fortgeschrittenen Alter gewesen sein soll (was auch immer das bedeuten mag). Philon verknüpfte die jüdische Theologie mit der griechischen Philosophie - ganz speziell mit der Lehre des Pythagoras, mit der Stoa und dem Platonismus. Weiterhin erwähnt er die Essener und die Therapeutae (und auch ganz speziell deren allegorische Sichtweise auf die Thora). In seinen Schriften weist er ganz ausdrücklich auf einen Zusammenhang zwischen der biblischen Schöpfungsgeschichte und der Vier-Elemente-Lehre hin. Wenn wir noch weiter zurück gehen finden wir den jüdischen Theologen Aristobulos (etwa um 160 v. Chr.), dem auch schon aufgefallen war, dass die jüdische Theologie und die griechische Philosophie ganz ähnliche Konzepte enthalten und dass sie sehr gut zusammenpassen. Aristobulos spekulierte damals, dass sich die griechische Philosophie aus der jüdischen Theologie entwickelt hätte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aristobulos_%28j%C3%BCdischer_Theologe%29

Als moderne Menschen können wir aber nicht so einfach dort weitermachen, wo Philon und seine Vorbilder vor etwa 2000 Jahren aufgehört haben. Damals war es üblich, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse verwendet wurden, um spirituelle Zusammenhänge gleichnishaft zu umschreiben. Das Sphärenmodell der Planeten wurde z.B. verwendet, um Bewusstseinsebenen bzw. Erkenntnisebenen zu versinnbildlichen. Die entsprechenden Bewusstseinsebenen und Erkenntnisebenen gibt es zwar auch heute noch, aber das naturwissenschaftlich Weltbild hat sich natürlich seit damals enorm weiterentwickelt. Dadurch müssen wir heute an manchen Stellen eine Unterscheidung machen, die vor 2000 Jahren nicht notwendig war. Vieles, was früher in einem doppelten Sinne gemeint war – naturwissenschaftlich und spirituell – das können wir heute nur noch in einem übertragenen/spirituellen Sinne interpretieren. Aus diesem Grund sind einige Anpassungen in der Vorgehensweise notwendig, wenn man als moderner Mensch die alten „Übungstexte“ nutzen will.

Herzliche Grüße

Elias (elias.erdmann@gmx.de)
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Alt 21.09.2008, 21:14   Blicke in eine anderer Wirklichkeit (Teil 1) Beitrag #3 (permalink)
Marjul
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Hallo

Während ich obiges Buch mit großem Interesse lese, bin ich auf einen weiteren Text von Elias Erdmann aufmerksam gemacht worden, der mich völlig begeistert:

Liebes-Leben
Ein fiktives Interview mit Gott

http://orodara.piranho.de/InterviewmitGott.htm

Damit ihr einen ersten Eindruck bekommt, zitiere ich ein paar Sätze daraus:

Moderator: Ist es für Gott peinlich, über sein eigenes Liebesleben zu erzählen?
Gott: Wieso denn? Die Menschen beobachten mich doch ohnehin jeden Tag dabei, denn sie sind ja schließlich ein Teil von diesem Liebesleben.
...
Moderator: Haben diese Kinder auch eine Mutter?
Gott: Natürlich! Meine Geliebte ist die Materie und mit ihr zeuge ich die Kinder.
...
Moderator: Wie lange hat es denn gedauert, bis es zwischen euch beiden gefunkt hat, also zwischen Dir und der Materie?
Gott: (lacht) "Gefunkt" - das Wort finde ich gut. In einem früheren Interview hat mal jemand notiert "Es werde Licht". Aber nun zur Frage mit der Zeit. Es gab keine Zeit vorher, weil es keine Entwicklung vorher gab. Mit dem Funken begann überhaupt erst die Zeit.
...
Moderator: Dieser Funke - War das der Urknall?
Gott: Nein. Nicht die Materie selbst dehnt sich aus, sondern die Strukturen. Das ist wie ein Kristallisationsprozess. Man kann vergleichen mit Eisblumen auf dem Fenster. Da fliegen auch keine Eisbrocken durch die Gegend, sondern die Kristallstruktur beginnt an einem Punkt und dehnt sich aus. Die Rotverschiebung, die ihr als Ausdehnung des Weltalls interpretiert, hat andere Gründe. Die Frequenz der Schwingungen lässt über große Distanzen etwas nach.
...
Moderator: Ich dachte, Du wärst allwissend?
Gott: Das verfügbare Wissen aller Bewusstseinsträger steht mir zur Verfügung. Das ist schon eine ganze Menge. Aber mancher Gedanke ist noch nicht verfügbar, weil er noch nie gedacht wurde. Ich bin die Summe aller Gedanken und ich vermehre mich immer dann, wenn irgendwo auf der Welt ein neuer Gedanke das erste Mal gedacht wird.
...
Moderator: Haben sich die Bewusstseinsträger von Gott entfernt?
Gott: Nein, die meisten sind dafür viel zu bequem. Ich bin es, der sich vorübergehend von ihnen getrennt hat. Die Trennung tut ihnen letztendlich ganz gut, auch wenn es dabei mitunter zu sehr extremen Erfahrungen kommt. Aber andernfalls würden sie nie erwachsen werden.
...


Herzliche Grüße
Marjul
Marjul ist gerade online  
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Alt 23.09.2008, 17:33   Blicke in eine anderer Wirklichkeit (Teil 1) Beitrag #4 (permalink)
Gast3979
Gast
 
Beiträge: n/a

Liebe Marjul,
der Text ist wirklich toll, danke fürs reinstellen.
 
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Alt 23.09.2008, 18:51   Blicke in eine anderer Wirklichkeit (Teil 1) Beitrag #5 (permalink)
Tara Marie
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.05.2007
Beiträge: 1.305
Zitat:
Zitat von Marjul Beitrag anzeigen
Liebes-Leben








Ein fiktives Interview mit Gott
Liebe Marjul,

ich habe das fiktive Interview mit Gott am Sonntag gelesen. Anfangs fand ich es ja noch amüsant. Aber es gab einen Zeitpunkt, wo ich unruhig und mir der Artikel unangenehm wurde. Ich kann gar nicht genau sagen woran das lag. Vielleicht muss ich ihn diesbezüglich nochmals lesen.

Naja, jedenfalls spiegelt er die Welt von Erdmann. Das ist nicht meine Sicht der Dinge. Tief in mir sagt etwas, dass die "Realität" eine andere ist. Möglicherweise muss ich mal genauer hinhören, damit mit klar wird, wie sie für mich ist

Liebe Grüße
Tara Marie

Geändert von Tara Marie (23.09.2008 um 18:54 Uhr)
Tara Marie ist offline  
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