Also wenn Du bei google den Autorennamen und AD(H)S eingibst, kommst Du umgehend auf die richtigen Ergebnisse. Die genannten Autoren sind nicht von einer ominösen Pharmalobby gesponsert, aber auch keine esoterischen Spinner. Davon giibt es in der Szene ja auch welche.
http://de.wikipedia.org/wiki/Thom_Hartmann
Zwanghaft Zerstreut von Edward M.Hallowell
http://www.amazon.de/ADS-Erfolgreich.../dp/3608941037
mph unterdrückt übrigens auch keine Persönlichkeit oder ähnlichen Schwachsinn. Ich bin ich geblieben, egal ob mit oder ohne mph und andere Betroffene kenne ich, denen geht es ebenso.
Wenn es zu einer Veränderung der Persönlichkeit kommt, liegt das an Komorbiditäten und Heilung der Verstärkung derselben, da die Wahrnehmung eines AD(H)Slers unter mph so ist wie die eines Normalos. Und Du darfst Bequemlichkeitsdiagnosen von manchen Kinderärzten (die es leider gibt) nicht vergessen, da wirkt mph natürlich anders auf nicht-AD(H)Sler, die können dann schon Probleme bekommen, wenn sie sich dann plötzlich so fühlen wie ein AD(H)Sler sich im Normalzustand fühlt.
Ich meine, aus der Perspektive habe ich dann endlich verstanden, wieso der Großteil meiner Mitmenschen so tickt, wie er tickt.

Es gibt hinreichend Studien zu mph und selbst Junkies wissen, dass Amphetamine und ihre Ablkömmlinge nicht süchtig machen und die ziehen sich eine Dosis rein, die eine 10mg Tablette Ritalin um ein zigfaches übersteigen und zudem anders wirken als mph selbst. Das wird von Kritikern sooo gerne übersehen, die in ihrem wahnhaften Kampf gegen die Pharmalobby (die es natürlich gibt) oft ihr Urteilsvermögen verlieren. Aber das geht Esoterikkritikern ebenso, die verteufeln ja auch gleich alles, was sie nicht verstehen oder wahrhaben wollen. ^^
Und ich verteufel
Esoterik nicht, allerdings lasse ich mich von ihr auch nicht für dumm verkaufen. Das ist ein Unterschied. Mit der Pharmaindustrie gehe ich ebenso um, hier pauschal alles schlecht zu finden ist ebenso Unfug, wie pflanzliche Heilmittel als generell besser oder sogar ungefährlich hinzustellen.
Sanaya beschreibt, wie ich finde, sehr eindrucksvoll, wie bei insb. kleineren Kindern sehr wohl durch einfache Maßnahmen ein Kind sehr viel besser durch den Tag kommt, dass schnell reizüberflutet ist und dann erst problematisch wird. Nur wenn, sollte es so kommen, sich die Probleme verstärken, später in der Schule, könnte eine Medikation angezeigt sein. Warum sollte ich meinem Kind vorenthalten lebensnotwendige Dinge zu lernen, für die es Konzentration und innere Ruhe braucht (und die ein AD(H)Sler häufig nicht von sich aus hat) und so in die Selbstmedikation treiben?
So Du dir die Mühe machen möchtest, such dir mal eins der vielen AD(H)S-Foren und lese, wie hoch der Leidensdruck sein kann von Erwachsenen, dass sie an Komorbiditäten leiden wie Depressionen oder auch Substanzmissbrauch als Selbstmedikation, Selbstwertproblematiken und wie sie sich positiv verändern, wenn sie dann endlich eine richtige Diagnose und auch Medikation plus Therapie erhalten. Dann würdest du dein Mitgefühl wecken und so eventuell deinen Hass (oder Angst) auf die Pharma etwas relativieren.
So Du mutig bist, registriere dich in einem ADS-Forum und frage persönlich nach, wie es den Betroffenen geht, was ihr Leidensdruck ist und wie sie Hilfe fanden.

LG
Any