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05.06.2005, 07:10
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.06.2005
Ort: Wien/Österreich
Alter: 64
Beiträge: 12
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Das Wassermannzeitalter
Liebes Forum,
in den Bereich der Astrologie fällt auch im weiteren Sinn der Begriff "wassermannzeitalter", wozu ich etwas zu sagen habe (Ausschnitt aus meinem Buch "Elihu; Hinterlassene Aufzeichnungen aus der Ewigkeit", ein literarisches Werk trotz dieser eher "wissenschaftlichen" Einfügung):
Das Wassermannzeitalter
Bei Frühlingsbeginn, am 21. März befindet sich die Sonne im so genannten Äquinoktialpunkt oder Frühlingspunkt. Der Frühlingspunkt befindet sich jedoch nicht alljährlich an derselben Stelle des Tierkreises. Die Tierkreiszeichen sind in der Reihenfolge des Jahresablaufes ab dem Frühlingspunkt Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Der griechische Astronom Hipparch (um 150 v. Chr.) fand heraus, dass der Frühlingspunkt der Sonne sich im Laufe eines Jahrhunderts um mehr als einen Grad nach Westen verschiebt. Das bedeutet, dass die Sonne sich im Laufe von rund 26.000 Jahren einmal rund um die Tierkreiszeichen dreht und zwar in der entgegengesetzten Richtung zum Jahreslauf. Die einzelnen Tierkreiszeichen folgen einander also in der umgekehrten Reihenfolge. Das sind natürlich nur relative und scheinbare Bewegungen, die sich zum Beispiel aus der Richtungsänderung der Erdachse ergeben. Die Entdeckung Hipparchs war bereits den Babyloniern bekannt.
Jedes Tierkreiszeichen entspricht einer Sonnenbahn von 30 Grad des vollen Umlaufes von 360 Graden. 30 Grad werden in einer Zeit von ungefähr 2160 Jahren absolviert.
Alle 2160 Jahre tritt die Sonne also in ein anderes Tierkreiszeichen, derzeit im Übergang zum Wassermann. In der Geschichte kann man die Entwicklung ab dem Zeichen des Stieres nachvollziehen, dessen Regentschaft um 4400 vor Christus begann (Widder um 2300, Fische um 150 v. Chr.). Zusammenhänge sind kaum in Worten auszudrücken, es sind wenn überhaupt vorhanden, natürlich keine kausalen Zusammenhänge sondern, im Sinne Carl Gustav Jungs, synchronistische (Synchronizität).
Beim Wechsel vom Stier zum Widder wurde das Mittlere Ägyptische Reich und das Babylonische Reich in Vorderasien gegründet. Der Stier genoss im Alten Reich der Ägypter eine göttliche Verehrung. Der Stier bedeutet breite, ruhende, pflanzenhafte Fruchtbarkeit, einen weiträumigen Blick, Empfäng-lichkeit aber auch Voreingenommenheit. Widder ist die „euklidische“ Seelenhaltung der klassischen Antike, die kriegerische Aggression, das Herrschen, der Sinn für das Wirkliche und die Intellektualität, ein starkes aber auch feinsinniges Gefühl für das Nahe. Der Fisch ist von Anbeginn ein Symbol des Christentums gewesen.
In jedem Zeitalter steht eine Idealfigur als höchster Ausdruck der Lebensform im Mittelpunkt, der Magier im Stier, der Tyrann im Widder, der Heilige in den Fischen. Selbst die polaren Gegensätze sind im Widder und den Fischen erkennbar: In der Widderzeit der Philosoph, der die Welt verachtet und sich damit ebenfalls zum Tyrannen macht, im Zeitalter der Fische die Eroberer, die physisch ins Unendliche streben, auch die Techniker sind solche Eroberer.
Eine weitere mögliche Synchronizität wäre das Opfern der Kultfiguren des vergangenen Zeitalters. So wird heute noch in Erinnerung an das Stierzeitalter in kultischen Handlungen ein Stier getötet. Im beginnenden Fischzeitalter wurden Lämmer geopfert. Was verlangt der Wassermann? Neben der christlichen Symbolik können Fische in der Psychologie etwas Lebendiges im Unterbewussten, oder besser im Jungschen Kollektiven Unbewussten bedeuten. Es ginge also vielleicht darum, dieses Lebendige aus dem eigenen Unbewussten herauf zu bringen. Wer wäre besser dazu geeignet als ein Wassermann, der doch das Wasser als seine ursprüngliche Heimat besitzt. Die Zeiten haben sich hoffentlich soweit geändert, dass Fische nicht mehr geopfert werden müssen (etwa durch Verschmutzung der Flüsse), es wird reichen, sie sichtbar zu machen.
Ausdrücklich muss aber darauf aufmerksam gemacht werden, dass es auf vielleicht keinem anderen Gebiet solche Missverständnisse, persönlich gefärbte Interpretationen, Irrglauben etc. gibt wie in der Astrologie. Dort sind ebenfalls höchstens synchronistische Zusammenhänge bemerkbar, wie sie Jung in seiner Abhandlung über Synchronizität in bemerkenswerter Weise darstellt. Vorstellbar wäre, dass der Zustand der gesamten Welt ein besonderer sein muss, um einen beliebigen Vorgang zu ermöglichen. Interpretationen für die Realität wären daher aus der Astrologie theoretisch genau so vorstellbar wie aus dem Inhalt der Därme getöteter Vögel. Doch würde eine solche Prophezeiung ein umfassendes Wissen, besser eine umfassende Weisheit voraussetzen, das oder die keinem Menschen möglich ist.
Offensichtlich ist Elihu ein Wesen, das wegen seiner besonderen körperlichen Situation Einblicke in Zusammenhänge hat, die normalerweise verborgen sind. Als vielleicht typischer Vertreter des Wassermannzeitalters erlebt er den Wandel des Gottesbildes in historischen Zeiträumen. Sein Gott existiert zu Beginn vollkommen außerhalb seines Bewusstseins, nimmt aber immer mehr von Elihus Wesen ein, bis Elihu selbst zu dem Gott werden wird, den er zu Beginn außerhalb gesucht hat. Daraus ergibt sich aber die volle Verantwortung für den Zustand der Welt. Wie der Mensch des Wassermannzeitalters zu Gott werden könnte, soll das Buch noch zeigen.
Der Name Elihu bedeutet: ER ist mein Gott.
Liebe Grüße
Wolfgang Wallner-F.
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07.12.2005, 12:15
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #2 (permalink)
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Sternenstaub
Registriert seit: 28.10.2005
Ort: bei Hamburg
Beiträge: 769
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Zitat:
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Zitat von Elihu
Alle 2160 Jahre tritt die Sonne also in ein anderes Tierkreiszeichen, derzeit im Übergang zum Wassermann. In der Geschichte kann man die Entwicklung ab dem Zeichen des Stieres nachvollziehen, dessen Regentschaft um 4400 vor Christus begann (Widder um 2300, Fische um 150 v. Chr.). Zusammenhänge sind kaum in Worten auszudrücken, es sind wenn überhaupt vorhanden, natürlich keine kausalen Zusammenhänge sondern, im Sinne Carl Gustav Jungs, synchronistische (Synchronizität).
[...]
Der Fisch ist von Anbeginn ein Symbol des Christentums gewesen. [..]
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Hallo Elihu 
warum bitte sollte man Synchronizität nicht in Worte fassen können? Gemeint ist doch nichts anderes, als das zeitgleiche Geschehen von Dingen ohne, dass für uns Menschen ein kausaler Zusammenhang erkennbar wäre.
Der Fisch gilt als Symbol der Christen. Christus wurde im Fische Zeitalter geboren (seine Geburt, so man der Bibel glaubt, lange zuvor angekündigt).
Planetarer Herrscher des Fischezeichens ist Neptun.
Das astrologische Neptunprinzip steht u.a. für: Altruismus, Aufopferung, Hilfsbereitschaft, Mitleid, kollektives Bewusstsein, allumfassende Liebe, mangelnde Selbstdurchsetzung, Passivität verbunden mit Wunschvorstellungen, Hingabe an das Leben und Vertrauen in eine höhere Führung.
Neptun entspricht der höheren Oktave der Venus. Während diese jedoch eine Beziehung zwischen dem Ich und dem Nicht-Ich herstellen möchte, um sich durch den Partner ergänzt zu fühlen, löst Neptun die Grenzen auf, die das Ich vom Nicht-Ich trennen. Unter Neptun identifizieren wir uns mit dem Andersartigen – unter umständen so sehr, dass wir kaum noch zur Ego-Wahrnehmung in der Lage sind.
Kennzeichnend für das Christentum ist die "Nächstenliebe". Ichthys ist das griechische Wort für "Fisch". Als Christen vor fast 2000 Jahren vom römischen Staat verfolgt wurden, war der Fisch ein Geheimzeichen, mit dem sich die Christen gegenseitig zu erkennen gaben. Sie zeichneten als Erkennungszeichen das, heute noch an manchen Christen Autos klebende, Fischsymbol  ,mit dem Spazierstock wie zufällig in den Sand.
Die einzelnen Buchstaben des Wortes "ichthys" (oder "ichthüs) sind eine Abkürzung für ein Glaubensbekenntnis erster Christen: Jesus - Christus - Gottes - Sohn - Retter.
Soweit zur Synchronizität.
Zitat:
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Zitat von Elihu
Als vielleicht typischer Vertreter des Wassermannzeitalters erlebt er den Wandel des Gottesbildes in historischen Zeiträumen. Sein Gott existiert zu Beginn vollkommen außerhalb seines Bewusstseins, nimmt aber immer mehr von Elihus Wesen ein, bis Elihu selbst zu dem Gott werden wird, den er zu Beginn außerhalb gesucht hat. Daraus ergibt sich aber die volle Verantwortung für den Zustand der Welt. Wie der Mensch des Wassermannzeitalters zu Gott werden könnte, soll das Buch noch zeigen.
Der Name Elihu bedeutet: ER ist mein Gott.
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Meinst, dass der Zeitgeist des Wassermannes in Richtung Gottentdeckung in uns selbst gehen könnte? Klar, es sind ja schon einige dorthin auf dem Weg  . Das Wassermannprinzip beinhaltet allerdings auch den Wahn des Genies  .
Also Obacht, Saturn, als alter Herrscher des Wassermannzeichens könnte sich bestimmt gut mit dem Spruch identifizieren, dass Hochmut vor dem Fall kommt.
Denkbar erscheint für mich, dass der Schritt ins Wassermannzeitalter wegführen wird vom kuscheligen Nächstenliebeprinzip, wo alles was arm und schwach ist gehätschelt wird und sich getrost ins soziale (Fische)Netz fallen lassen kann – der Abbau dieser Tendenz wird bereits deutlich spürbar. Mehr Eigenverantwortung und kreative Initiative wird gefragt sein. Die Individualisierung wird noch mehr zunehmen. Und möglicherweise werden dann viele auf ihren Bergspitzen (klare, kalte Bergluft [für erhaben und ohne emotionalen Dusel], auch eine Entsprechung des Wassermannprinzips) sitzen und Selbstgespräche mit Elihu führen – jeder ein kleiner Gott (ohne Untertanen)  . Gentechnik und Invitrozeugung – erste Symptome des neuen Kleingöttertums oder Menschenopfer der Moderne?
LG
hsh
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05.01.2006, 13:21
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #3 (permalink)
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bud
Registriert seit: 27.10.2005
Ort: Beautiful Berlin
Beiträge: 532
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Das Wassermann-Zeitalter
Das Wassermann-Zeitalter
(von Lars Steen Larsen, Erik Michael und Per Kjærgaard Rasmussen)
Die Bewegung des Frühlingspunktes im Verhältnis zu den Sternbildern wurde mit astrologischer Bedeutung belegt und mit dem Begriff des Zeitalters verbunden. Seine Bewegung vom Widder zu den Fischen setzte man mit dem Christentum in Beziehung, und derzeit wird die Bewegung des Frühlingspunktes zum Sternbild Wassermann mit einem neuen Zeitalter, genannt Wassermann-Zeitalter, assoziiert.
Es scheint jedoch, als wird hier über eine Vermischung von verschiedenen Elementen gesprochen. Schon die Babylonier und die frühen griechischen Philosophen hatten verschiedene Vorstellungen über die Zeitalter. In der Regel legte man eine Weltperiode auf 36.000 Jahre fest. Die Babylonier und frühen griechischen Philosophen wußten jedoch nicht, daß sich der Frühlingspunkt im Verhältnis zu den Sternen bewegt. Vorstellungen über Zeitalter oder über das "Große Jahr" findet man in der europäischen Kultur wieder, hier wurde die Länge des Zeitraums auf 1000 oder 2000 Jahre geschätzt.
Die astrologische Deutung der Wanderung des Frühlingspunktes ist eine neue Erscheinung, die auf die theosophische Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts zurückgeführt werden kann. Vor dieser Zeit ist der Bewegung des Frühlingspunktes keine astrologische Bedeutung zugeschrieben worden. In den theosophischen Veröffentlichungen wurde das Wassermann-Zeitalter mit einem "Neuen Zeitalter", genannt "New Age", vermischt, das auf einer geistigen "Revolution" beruhe, nach der das reinste Glück herrschen sollte. Diese Gedanken unterscheiden sich nicht sonderlich von den Vorstellungen früherer Zeiten über ein glückliches "Tausendjähriges Reich".
Die frühen Auffassungen über die Weltperioden hatten mit astrologischen Erwägungen nichts zu tun. Innerhalb der Astrologie hat man sich hingegen früh mit den Zusammenhängen zwischen Planetenperioden und historischen Zeiträumen befaßt, und beispielsweise wurde der Konjunktion von Jupiter und Saturn eine große Bedeutung zugeschrieben.
Es ist natürlich, die Bewegung des Frühlingspunktes interpretieren zu wollen. Abgesehen von dem sporadischen Gebrauch der Fixsterne ist der Frühlingspunkt in der westlichen Astrologie faktisch das einzige, das die Astrologie mit dem verbindet, was außerhalb des Sonnensystems liegt. Es scheint mitunter aber sonderbar und widersprüchlich – gerade vor dem Hintergrund, daß die westliche Astrologie das Gewicht genau darauf legt, den Sternzeichen und nicht den Sternbildern bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben – , daß man im Zusammenhang mit der Bewegung des Frühlingspunktes den Sternbildern die gleichen Eigenschaften zuschreibt, die man normalerweise den Sternzeichen zuweist. Soll auch nur ein Minimum an logischer Erklärung "gerettet" werden, ist man genötigt, einen "äußeren" Zodiak einzuführen, der im Verhältnis zu den Sternen festliegt und der dieselben Eigenschaften hat wie der "innere" normale Zodiak.
Der Zeitpunkt, der als Beginn des Wassermann-Zeitalters angegeben wird, ist sehr variabel. Einigen Angaben zufolge sollen wir uns schon jetzt im Wassermann-Zeitalter befinden. Eine ganze Reihe der angegebenen Zeitpunkte hat jedoch keine astronomische Begründung.
Grundsätzlich kann man den Zeitpunkt für den Beginn des Wassermann-Zeitalters auf drei verschiedene Weisen eruieren. Man kann zum einen bestimmen, wann der Frühlingspunkt auf die Grenze zwischen den modernen Sternbildern Fische und Wassermann fällt – das geschieht um das Jahr 2.600. Zum anderen kann man berechnen, wann der Frühlingspunkt auf die Grenze zwischen den babylonischen Sternbildern Fische und Wassermann fällt. Dies ist nicht so leicht, weil man die Ausdehnung der babylonischen Sternbilder nicht genau kennt. Man weiß jedoch mit Sicherheit, daß das babylonische Sternbild Fische um einiges größer war als das entsprechende Bild heute. Das bedeutet, daß der gesuchte Zeitpunkt später ist als 2600. Schließlich kann man auf eine dritte Weise herausfinden, wann der Frühlingspunkt sich im Verhältnis zu 0 Grad des babylonischen Sternbildes Widder um 30 Grad rückwärts bewegt hat – auf diese Weise rechnet man mit gleich großen Sternbildern und nähert sich dem Jahr 2360.
In den ersten beiden Fällen werden die abgeleiteten Zeitalter unterschiedlich groß – weil die Sternbilder von unterschiedlicher Größe sind. Im dritten Fall werden alle Zeitalter gleich lang.
Der Begriff des Wassermann-Zeitalters scheint demnach astronomischer und astrologischer Substanz zu entbehren. Jedoch können wir auf jeden Fall sagen, daß das viele Gerede darum, daß wir auf der Schwelle zum Wassermann-Zeitalter stehen, doch etwas übertrieben ist.
Quelle: Lars Steen Larsen / Erik Michael / Per Kjærgaard Rasmussen, "Astrologie - Von Babylon zur Urknall-Theorie", 2000 Böhlau Verlag Wien, ISBN: 3-205-99186-9 Lars Steen Larsen ist Religionshistoriker (M.A.) und ehemaliger Präsident der dänischen Vereinigung professioneller Astrologen. Er ist Dozent für Philosophie in der dänischen Erwachsenenbildung und Mitautor vieler astrologischer Computerprogramme. Erik Michael ist Historiker (M.A.) und hat sich als Astrologe spezialisiert auf die Astrogeografie. Per Kjærgaard Rasmussen ist Astronom und Professor am Astronomischen Observatorium der Universität Kopenhagen.
Schalom
Geändert von Magenta (05.01.2006 um 13:23 Uhr)
Grund: w
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05.01.2006, 22:00
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Zitat:
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Die Babylonier und frühen griechischen Philosophen wußten jedoch nicht, daß sich der Frühlingspunkt im Verhältnis zu den Sternen bewegt.
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Seltsam. Warum beobachteten die Menschen in Babylon vor 4000 Jahren dann den Hundsstern über viele Jahrhunderte?

Wo er aufging und unterging?

?
Zitat:
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Die astrologische Deutung der Wanderung des Frühlingspunktes ist eine neue Erscheinung, die auf die theosophische Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts zurückgeführt werden kann. Vor dieser Zeit ist der Bewegung des Frühlingspunktes keine astrologische Bedeutung zugeschrieben worden.
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Mein Gott! Auf dem sich bewegenden Frühlingspunkt basiert die gesamte westliche Astrologie.
Zitat:
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Abgesehen von dem sporadischen Gebrauch der Fixsterne ist der Frühlingspunkt in der westlichen Astrologie faktisch das einzige, das die Astrologie mit dem verbindet, was außerhalb des Sonnensystems liegt.
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Mein Gott!! Der wandernde Frühlingspunkt wird verursacht durch die Präzessesion der Erdachse in Relation zur Sonne. Nichts, was außerhalb des Sonnensystems liegt hat damit etwas zu tun.
Zitat:
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Per Kjærgaard Rasmussen ist Astronom und Professor am Astronomischen Observatorium der Universität Kopenhagen.
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Na denn.
Namo
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05.01.2006, 23:09
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #5 (permalink)
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bud
Registriert seit: 27.10.2005
Ort: Beautiful Berlin
Beiträge: 532
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Zitat:
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Zitat von Namo
[...] Der wandernde Frühlingspunkt wird verursacht durch die Präzessesion der Erdachse in Relation zur Sonne. Nichts, was außerhalb des Sonnensystems liegt hat damit etwas zu tun.
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Es geht um die astrologische (Be-)Deutung der Bewegung des Frühlingspunktes im Verhältnis zu den Sternbildern.
Schalom
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06.01.2006, 00:02
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Zitat:
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Zitat von Magenta
Es geht um die astrologische (Be-)Deutung der Bewegung des Frühlingspunktes im Verhältnis zu den Sternbildern
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Sternbilder gibt es nicht in der Astrologie.
Namo
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06.01.2006, 09:49
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #7 (permalink)
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bud
Registriert seit: 27.10.2005
Ort: Beautiful Berlin
Beiträge: 532
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Zitat:
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Zitat von Namo
Sternbilder gibt es nicht in der Astrologie.
Namo
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»[...] Die astrologische Deutung berücksichtigt die durch die Präzession der Äquinoktien tatsächlich veränderten himmlischen Proportionen insofern, als sie den gesamten Zeitraum von gut 2000 Jahren, in dem der Frühlingspunkt durch ein Sternbild wandert, kulturgeschichtlich – einer Großwetterlage vergleichbar – von diesem charakterisiert sieht. Das ist gemeint, wenn z.B. vom Wassermann-Zeitalter gesprochen wird. [...]«
Quelle: Gerhard Voss, Astrologie christlich, 1996 (/1980) Verlag Friedrich Pustet Regensburg, ISBN 3-7917-0643-8
q.e.d.
Schalom
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06.01.2006, 14:46
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Das Wassermannzeitalter Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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Zeitalter
Zitat:
»[...] Die astrologische Deutung berücksichtigt die durch die Präzession der Äquinoktien tatsächlich veränderten himmlischen Proportionen insofern, als sie den gesamten Zeitraum von gut 2000 Jahren, in dem der Frühlingspunkt durch ein Sternbild wandert, kulturgeschichtlich – einer Großwetterlage vergleichbar – von diesem charakterisiert sieht. Das ist gemeint, wenn z.B. vom Wassermann-Zeitalter gesprochen wird. [...]«
Quelle: Gerhard Voss, Astrologie christlich, 1996 (/1980) Verlag Friedrich Pustet Regensburg, ISBN 3-7917-0643-8
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i.) Sternbilder gibt es nicht in der Astrologie.
ii.) Ein Frühlingspunkt wandert nicht durch Sternbilder, sondern weil die Erdachse sich durch die vom Mond ausgelöste Kreiselpräzession ihre Lage zur Ekliptik verändert (=> 'Platonisches Jahr'), ist am Frühlings zeitpunkt, also zur => Tag_und_Nacht_Gleiche (=> Sonne), in jedem Erdenjahr ein anderer Teil des Fixsternhimmels mit den Fixsternen aus unserer Galaxis (Milchstaße) zu sehen. Der Tierkreis ist durch Sonne und die Lage der Erde bestimmt und hat nichts mit Fixsternen zu tun.
iii.) Es gibt ein persönliches Karma, aber auch ein Gruppenkarma, das viele Menschen gleichsam betrifft. Pluto ist ein Beispiel, das zeigen kann, welche Gruppenschicksale die Menschen haben, wenn Pluto in verschiedenen Zeichen steht, die jeweils mit einem anderen Zeitgeist verbunden sind. So kommt der ZappelPhilipp aus dem Struwelpeter regelmäßig wieder, heißt heute nur anders (ADS).
iv.) Kulturgeschichte ist der Begriff für etwas, das Vieles gesammelt hat an Artefakten und Mythen. Im Gilgamesh-Epos, das vor etwa 4500 Jahren entstanden ist, haben die Menschen ebenso nach der Unsterblichkeit gesucht wie die Menschen heute. Sie sagten:
"In einen offenen Mund fliegt eine Fliege."
"Erzähle eine Lüge; dann, wenn Du die Wahrheit sagst, wird das für eine
Lüge gehalten."
"Baue wie ein Herr - lebe wie ein Sklave;
baue wie ein Sklave-lebe wie ein Herr"
"Der, der viel Silber hat, mag glücklich sein,
der, der viel Korn hat, mag froh sein, aber der,
der nichts hat kann schlafen."
Enkidu und Gilgamesch haben den Ozean zur Unsterblichkeit überquert.
Enkido fragt Gilgamesch:
»Mein Herr, warum weinst du, warum ist dein Herz so traurig?«
Gilgamesch antwortet:
»Wenn du in die Unterwelt hinabsteigen willst,
Dann mußt du meinen Rat dir gut zu Herzen nehmen:
Ein reines Gewand darfst du nicht anziehen
Sonst erkennen sie, daß du (dort) ein Fremder bist!
Darfst dich mit gutem Öl aus der Büchse nicht salben -
Sonst scharen sie sich zu dir, sobald sie es riechen!
Du darfst das Wurfholz nicht auf die Erde werfen,
Sonst umringen sie dich, die vom Wurfholz erschlagen
Darfst in die Hand einen Stock nicht nehmen,
Sonst erzittern vor dir die Geister.
Schuhe darfst du nicht tun an die Füße,
Lärm in der Unterwelt darfst du nicht machen
Dein Weib, das du liebtest, darfst du nicht küssen,
Dein Weib, dem du gram warst, darfst du nicht schlagen,
Dein Kind, das du liebtest, darfst du nicht küssen
Dein Kind, dem du gram warst, darfst du nicht schlagen:
Sonst wird dich der Aufschrei der Erde packen!
Ihr, die da ruht, die da ruht, der Mutter des Nin-Asu, die da ruht,
Ihre reinen Schultern sind mit keinem Kleid bedeckt,
Ihre Brust ist wie eine Schale angetan, entblößt!«
Weisheit kennt keine Zeit.
In der geschichtlichen Begegnung mit dem des größten chinesischen Philosophen und Morallehrer, Kung=Tse (Konfuzius), die der Überlieferung nach um 517 B.C.E stattfand als Lao=Tsu in seinem 87. Lebensjahr stand und Kung=Tse im sechsten Jahrzehnt seines Daseins, hatte Kung=Tse den Weisen aufgesucht, um sich von ihm über gewisse Morallehren der alten Philosophen unterrichten zu lassen und ihm seine eigenen Ansichten zu unterbreiten. Bekannt ist die Antwort, die Lao=Tsu ihm gab:
"Die Philosophen, von denen Du sprichst, sind längst verwest, wenn auch ihre Lehren als Ausdruck ihrer Zeit uns geblieben sind. Was zu wissen ist, ist zeitlos. Wenn die Verantwortlichen ihrer Zeit gerecht werden, sind sie Führer und ein Segen für ihr Volk; wenn nicht, bleiben sie Getriebene, die Fortschritt und Vollendung der Menschen aufhalten. Vergeblich jeder Versuch, Menschen und Völker durch äußere Reformen zu ändern. Zähme darum Deine Eitelkeit, laß fahren Dein fahrlässig Wissen! Laß ab vom Trug der schönen Programme, die dem Volke nicht helfen! Das Volk erneuert sich aus sich selbst, wenn es frei sich selbst regiert. Der Mensch veredelt sich selbst durch sein Selbst: durch das ihm innewohnende Streben nach Selbstverwirklichung. Alles übrige ist eitel und unnütz.
Dein Weg ist der Weg der Menschen; mein Weg ist der des Himmels. Ihn gehen heißt zum Frieden finden und zur Vollendung. Dein Weg entspringt der Zeitlichkeit und endet in ihr. Mein Weg führt vom Zeitlosen zum Ewigen: Zur Erfüllung des Sinns des Lebens. Dein Weg ist der Weg der Geschäftigkeit. Mein Weg ist der Weg des Nicht-Tuns, bei dem nichts ungetan bleibt: Der Weg der Stille und Ruhe, aus dem das rechte Bewegtsein entspringt."
Zur selben Zeit lebt der Buddha. Er sagte: "Nicht diese Lehre führt zur Abkehr, zur Wendung, zur Auflösung, zur Aufhebung, zur Durchschauung, zur Erwachung, zur Erlöschung, sondern nur zur Einkehr in das Reich der Grenze möglicher Wahrnehmung.' Und ich, fand diese Lehre ungenügend, ihr Mönche, und unbefriedigt von ihr zog ich fort. ... Dort sah ich einen entzückenden Fleck Erde: einen heiteren Waldesgrund, einen hell strömenden Fluß, zum Baden geeignet, erfreulich, und rings umher Wiesen und Felder. Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: 'Entzückend, wahrlich, ist dieser Fleck Erde! Heiter ist der Waldesgrund, der Fluß strömt hell dahin, zum Baden geeignet, erfreulich, und rings umher liegen Wiesen und Felder. Das genügt wohl einem Askese begehrenden edlen Sohne zur Askese.' Und ich setzte mich nun, ihr Mönche, dort nieder: 'Das genügt zur Askese.' "Und der ich, ihr Mönche, selber der Geburt unterworfen, das Elend dieses Naturgesetzes merkend, die geburtlose unvergleichliche Sicherheit, .. Die klare Gewißheit ging mir nun auf: 'Für ewig bin erlöst ich, das ist das letzte Leben, und nicht mehr gibt es Wiedersein.' "Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: 'Entdeckt hab' ich diese tiefe Satzung, die schwer zu gewahren, schwer zu erkunden ist, die stille, erlesene, unbekrittelbare, feine, Weisen erfindliche. Erschlossen sind zur Ewigkeit die Tore: Wer Ohren hat zu hören komm' und höre. Den Anstoß ahnend wahrt' ich unberedsam. Das köstlich Edle vor den Menschen, Brahma. Allüberwinder, Allerkenner bin ich, von allen Dingen ewig abgeschieden, verlassend alles, lebenswahngeläutert, Durch mich allein belehrt, wen kann ich nennen? Kein Lehrer hat mich aufgeklärt, kein Wesen gibt es, das mir gleicht, die Welt mit ihren Göttern hat nicht Einen Ebenbürtigen. ... nach Vollendung des Sinnens und Gedenkens erwirkt der Mönch die innere Meeresstille, die Einheit des Gemütes, die von sinnen, von Gedenken freie, in der Einigung geborene selige Heiterkeit, die Weihe der zweiten Schauung."
Gegenwart ist immer jetzt. Das Erkennen dessen, was wahr ist, muß man selbst erkennen. In welchem Zeitalter auch immer. Kein Zeitalter kann einem das abnehmen.
Namo
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