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Hallo mini 23,
zuerst möchte ich Deinem Partner gratulieren zu dem Entschluß, eine Therapie zu machen, seine Alkoholkrankheit zu bekämpfen.
Auch Dir meinen Respekt, ihn dabei begleiten zu wollen.
Um einen Langzeiterfolg möglich zu machen, empfehle ich sehr eindringlich, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Aus eigener Erfahrung möchte ich zu den "Anonymen Alkoholikern" raten. Kontakt kann man bekommen entweder in der Therapie-Einrichtung - dort halten die örtlichen Gruppen oft Info-Abende ab -, bei der Krankenkasse, in Suchtberatungsstellen oder auch im Telefonbuch.
Für Dich, als Angehörige, rate ich, die Parallelleinrichtung "Alanon" zu besuchen. Das ist ebenso wichtig, wie der Besuch bei den "Anonymen Alkoholikern". Man bekommt in den Gruppen sehr viel Hilfe und Rückenstärkung bei dem Vorhaben, trocken zu werden bzw. zu bleiben.
Ich selbst bin jetzt seit über 8 Jahren trockener Alkoholiker, weiß also, wovon ich spreche. Man spricht da von "Co-Abhängigen", denn auch das leben der Angehörigen wird durch den Alkoholismus wesentlich beeinflußt und verändert. Ich erinnere beispielhaft an die bekannten Anrufe beim Arbeitgeber: " Mein Mann/meine Frau kann heute nicht kommen wegen einer Magenverstimmung/Migräne/Frauenbeschwerden."
Die Teilnahme ist völlig unverbindlich und kostenlos und an keine Partei oder Religion gebunden, eben im Wortsinne "anonym". Für den Alkoholiker und die Angehörigen ist jedoch eine regelmäßige Teilnahme wichtig. Aber man merkt sehr schnell selbst, dass es im Eigeninteresse ist.
Sehr wichtig ist noch, nicht zu sagen "nie wieder Alkohol", das ist nicht sehr hilfreich, weil "nie wieder" schlechter zu greifen ist, wie der Grundsatz, den man etwa als erstes bei den "Anonymen Alkoholikern" lernt, lediglich in den nächsten 24 Stunden trocken zu bleiben. Dieses nimmt man sich dann täglich neu vor.
Ich wünsche Euch von Herzen, dass Euer Vorhaben gelingen möge und sende Euch viel Liebe, Licht und Kraft.
Herzlichst
Roddy
Geändert von Roddy (10.10.2008 um 12:03 Uhr)
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