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31.01.2008, 11:02
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Determinismus Beitrag #1 (permalink)
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Auf der Suche
Registriert seit: 31.01.2008
Beiträge: 29
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Determinismus
Hallo!!
ich hab eine Frage zu einem Thema, was mir in letzter Zeit wirklich zu schaffen macht.
Ist am Determinismus vielleicht was dran und läuft alles was passiert nach einem Grundkonzept, was den freien Willen total abschaltet?
Ist alles genau vorhersehbar, weil alles was passiert, nach allen möglichen Gesetzen hier auf der Erde abläuft? Ist auch so die Astrologie zu begründen?
Oder haben wir Entscheidungen doch selbst in der Hand???
Ich würde mich über Antworten total freuen!!
Gruß, Paul
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31.01.2008, 11:29
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Determinismus Beitrag #2 (permalink)
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Coach und Reikilehrer
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.12.2007
Alter: 43
Beiträge: 287
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Lieber Paul 
erst mal herzlich Willkommen hier! Deine Fragen sind tiefgründig, dabei allerdings so allgemein, dass ich Dir an sich empfehlen würde, Dich zunächst etwas zu belesen über den aktuellen Stand der Dinge, was z.B. das von der modernen Hirnforschung längst überholte Konzept des "freien Willens" angeht.
Das drollige ist, dass es letztlich weder freien Willen noch Determinismus wirklich zu geben scheint. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Astrologie. Wenn es nämlich z.B. gemäß Thorwald Dethlefsen nicht darum geht, ein bestimmtes Ereignis zu erleben, sondern eine bestimmte Energie im Leben zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. Transit, Rhythmische Auslösung etc.) zu erfahren und zu integrieren, dann folgt daraus, dass Ereignisse nicht festgelegt sind, bestimmte Energiefelder aber schon. Insofern ist es an sich kein "freier Wille", wenn ich z.B. bei einem Saturn-Transit Zen-Exerzitien mache, sondern eine Art des Umgangs mit dieser latenten Energie. Kausal ist der Zusammenhang dann auch nicht zu sehen ...
Man muss also astrologisch auch sehr aufpassen, dass man nicht Ereignisse im Leben anderer Menschen gerade durch unachtsamer und deterministisch ausgelegte Deutungen quasi definiert und festlegt, denn das Leben ist jeden Augenblick vollkommen neu und zugleich ein so komplexes Geschehen, das sihm selbst eine so umfassende Wissenschaft wie die Astrologie nicht ins Detail beizukommen vermag.
Ich hoffe, diese Antwort enthält ein paar Anregungen, um in die angedachten Richtungen weiter zu forschen.
Alles Liebe,
Alexander
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01.02.2008, 09:28
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Determinismus Beitrag #3 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Die Auffassung, den freien Willen gäbe es nicht, stützt sich auch darauf, dass alles, was du tust, letztlich einen bestimmten Grund hat, auch wenn dir das nicht bewusst ist. Du hast zwar (von Ausnahmefällen abgesehen) meistens das Gefühl, eine freie Wahl zu treffen, doch wenn du dich dann entscheidest, hat es natürlich einen Grund, warum du dich so entschieden hast. Deshalb war die Entscheidung gar nicht so frei wie du dachtest.
Diese Ansicht ist zwar richtig, aber sehr extrem. Und auch wenn ich einen Grund für meine Wahl habe, kann ich sie dennoch als "frei" bezeichnen, solange ich nicht das GEFÜHL habe, unter Zwang zu stehen. Es ist also auch von Bedeutung, wie ich den Begriff "freier Wille" definiere.
Ähnlich ist es auch mit dem Begriff "Zufall". Da alles eine Ursache hat, kann ich sagen: Es gibt keinen Zufall. Das ist genauso extrem. Denn wenn die Ursachen für ein Ereignis sehr zahlreich und scheinbar unbedeutend sind, EMPFINDE ich das Erlebte als zufällig.
Die Antwort auf die Frage: "Ist alles vorherbestimmt?" lautet deshalb meiner Meinung nach "Ja UND nein", je nachdem, von welchem Standpunkt aus ich es betrachte.
(War das jetzt zu kompliziert?)
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05.02.2008, 17:17
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Determinismus Beitrag #4 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 23.12.2007
Beiträge: 59
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hi
heyo Paul, na freust du Dich, sind doch gute Antworten, oder verwirren die noch mehr... meiner ansicht nach und für mich ist das zum teil so: wir haben jeden augenblick freien willen und der ist sehr kostbar und wichtig, die entscheidung, welchen weg jemand zu gehen auswählt. Dieses Ich will! oder Ich BIN. Diese JA! oder NEIN !Auf eine anderen ebene bevor wir hier kommen, machen wir pläne, plan a, plan b... So nun sind wir hier auf der Erde in umständen, und umfeldern, die solala sein können, also die entwicklung fördern oder bremsen, so dass sich vieleicht jemand, sagen wir mal eine alte grossartige seelegeistkörperverbindung auf unbewusster ebene für den destruktiven weg entscheidet... leider viele sogar grade dann aus angst vor dem wer sie wirklich sind. Oh, wäre klasse wenn wir dies wandeln könnten also diese kolektive angstmacherei und hypnose..., jemand eine idee? Auf der Seelenebene wurde eine andere entscheidung getroffen, dieser mensch hier zu sein und das zu verkörpern an liebe, weisheit... Manchmal braucht es eines weges des sich erinnerns, besinnens und vertrauen lernens... in die entscheidungen die wir ganz am anfang getroffen haben, und der heilung der anteile die auf dem weg verletzt oder trotzig geworden sind.. so nun bin ich auch gespannt wie das weitergeht...Mir kommt grade dazu noch diese frage: warum laufen so viele menschen einen "falschen" weg, warum soviel angst vor liebe, nähe... liegt es immer noch an der verinnerlichten vorstellung vom strafendem Gott=Liebe=Vater, wie könnten wir diese massenhypnose=kontrole auflösen? oder was meint ihr? Warum? ja damit mehr menschen wirklich ihrem eigenem impulsen herzen folgen... und sich diese massenhypnose von konkuriren, und all dem was systeme, geselschaftsbilder uns als richtige werte, als freiwillig gewollt sugerieren... serwus
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06.02.2008, 23:35
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Determinismus Beitrag #5 (permalink)
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Auf der Suche
Registriert seit: 31.01.2008
Beiträge: 29
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Vielen Dank für die tollen Antworten!!
Ich stimme auch mittlerweile zu, dass es eigentlich weder das eine noch das andere gibt ... bzw. kann man sich dabei irgendwie den Kopf zerbrechen weil es irgendwie doch das eine und doch das andere gibt ... aber irgendwie auch nicht  
Ich hab viel rescherschiert! Ich habe mir auch Alexanders Tipp zu Herzen genommen und mich ein bisschen belesen - dabei habe ich mir einmal Thorwald Dethlefsens Buch "Schicksal als Chance" gekauft und fleißig gestöbert.
Dabei stimmen seine Auffassungen tatsächlich mit deren von euch überein.
Was auch wirklich schwer ist, ist den Ausdruck "Freien Willen" mal zu definieren.
Was wäre der Unterschied wenn ich zwischen einem Erdbeereis und Schokoeis jetzt wählen würde (nehmen wir mal an ich hätte keinen freien Willen) und ich mit einem wahren "Freien Willen" unter den Varianten entscheiden würde. Was wäre der Unterschied?
Selbst wenn alles total determiniert wäre, gäbe es auch keinen Unterschied zwischen einem Leben mit dem "Freien Willen" und einem Leben mit einem Gefühl einen Freien Willen zu haben. (wie es Zhantee schob geschrieben hat) Da gäbe es eigentlich wirklich keinen Unterschied, auch wenn sich das ein bisschen arm anfangs anhört, nur das Gefühl eines "freien Willen" zu haben.
Wie gesagt man kann sich den Kopf zerbrechen. 
Aber ich finde eure Auffassungen super interessant und werde mir sie noch ein paar mal durchlesen glaub ich  .
Zu Kolis letzten Teil:
Ich bin in den letzten Monaten auch schrittweise aufgewacht aus dieser Massentrance (dank einer lieben Freundin, die mich ein bisschen in die Esoterik eingeweiht hat) und bin wirklich super froh darüber. Mir ist erstmal klar geworden unter welchen Zwängen (unsinningen Zwängen und Normen) man leidet und wie toll es sich ohne diesen Kram leben lässt und sich mal selbst entdeckt!
Aber kann man diese Massentrance dann letztendlich auf viele Lernaufgaben zurückführen oder haben die Menschen sich die selbst zuzuschreiben... oder beides ... irgendwie ?!  
Lieben Gruß,
Pierre
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07.02.2008, 03:24
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Determinismus Beitrag #6 (permalink)
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***AUSZEIT***
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.09.2007
Alter: 48
Beiträge: 963
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Aus meinem
Familien-Lexikon
(C) by ISIS Verlag AG,Chur/Schweiz
Determinismus (lat. determinare=abgrenzen;
Ggs.;Indeterminismus),der,philos. Lehre,
die eine durchdängige Bestimmtheit alles Geschehens
in der Welt (mit Einschluß des menschlichen Willens)
nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung annimmt.
Der Determinismus geht ganz klar vom Prinzip Ursache und Wirkung aus,
und lässt auch dabei den Willen des Menschen dabei nicht aus.
Mein Verständnis vom Determinismus ist genau so,
und dieses Zitat aus dem Lixikon hat mich da nur bestätigt.
Es ist ein Bewusstseinsprozess wenn man dem Determinismus den freien Willen des Menschen mit einbezieht.
Allerdings ist der menschliche Wille nichts anderes als auch der Wille des Ganzen.
Und das läuft,auch wenns viele nicht hören wollen,nach einem bestimmten Plan ab.Wem das wirklich bewusst ist daß alles nach einem bestimmten Plan abläuft,und den Determinismus erkannt hat,dem ist das auch völlig gleich-gültig.
Viele Astrologen unterliegen in meinen Augen dem Irrtum daß das Sternbild zur Zeit der Geburt den Menschen prägt,
denn ich sehe es so,daß die Prägung in der Seele schon vorhanden ist,und wenn das Sternbild die selbe Konstellation aufweisst wie die Seele in sich durch die Prägung trägt,die Seele inkarniert.bzw. reinkarniert.
Da die Bewegungen der Planeten im Universum ganz klar zu berechnen sind,und dies auch in der Zukunft natürlich,
läuft alles nach einem Plan ab.
Dennoch greift der menschliche Wille,aber nur noch im unbewussten Menschen,da er durch die Unbewusstheit das ganze nicht durchblicken und verstehen kann.
Der unbewusste Mensch sieht im Determinismus eine Trennung zwischen dem menschlichen Willen und dem göttlichen Willen,
der (göttlicher Wille) unaufhöhrlich seine Bahnen zieht,in Form von Sternenkonstellationen.
Grüsse vom Narren
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07.02.2008, 19:52
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Determinismus Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo
Für mich ist der Begriff "freier Wille" eine Tautologie (eine unnötige Verdoppelung). Der Mensch hat den Willen im Unterschied zum Tier, das an Instinkte gebunden ist (etwas vereinfacht vielleicht), und er kann davon Gebrauch machen. Vom Willen Gebrauch machen können ist Freiheit. Und warum hätte man den Willen, wenn man ihn nicht gebrauchen könnte?
Häufig tut der Mensch es, indem er zu dem, was ihm an Ordnung vorgegeben ist, nein sagt. Vielleicht um sich zu beweisen, dass er frei ist. Könnte das eine Antwort auf die Frage sein, warum man soviel "Falsches" tut? Man könnte das womöglich, wenn man sich seiner Freiheit sicher genug wäre, sein lassen.
Herzliche Grüße
Marjul
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07.02.2008, 20:38
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Determinismus Beitrag #8 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 08.11.2007
Beiträge: 45
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Hallo,
Determinismus? Darüber denke ich immer wieder nach...
Besonders, weil mir der Satz aus dem "Buch der Sprüche" 16, Vers 33 (für jene, die es in der Bibel nachlesen wollen) durch den Kopf geht:
"Der Mensch wirft das Los, doch Gott entscheidet, wie es fällt."
Zum Nachdenken bringt mich hier die gewählte Zeitform: Gott (die göttliche Kraft) ENTSCHEIDET = Präsens = Gegenwart = Zum Zeitpunkt des Fallens des Loses.
Tautologie? Guckt mal: Im Buch "Reiseführer Gehirn" wird uns genau erklärt, was da neurobiologisch passiert, um gewisse Charaktereigenschaften in uns heranzuziehen. Nach einem Gehirntrauma - und veränderter Durchblutung/bzw. Tod div. Hirnareale sind Persönlichkeitsveränderungen zu beobachten.
Frage: Inwieweit ist unser Wille frei? Inwieweit ist er durch die neurobiologische Impulsgebung inneren wie äußeren Einflüssen unterworfen?
Welche göttliche Kraft entscheidet hierüber? Wann?
So, kleiner "Senf" von
Cora
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